Kino: “Der Mauretanier” am 15. und 17. Oktober

60 Jahre Amnesty International: Filmreihe im Murnau Filmtheater:

Szene aus dem Justizdrama “Der Mauretanier” von Kevin MacDonald © TOBIS Film GmbH

Mit dem Murnau-Filmtheater als Kooperationspartner zeigen wir:

Der Mauretanier – (K)Eine Frage der Gerechtigkeit

Kevin Macdonald (»The Last King of Scotland«) inszeniert den wahren Fall von Mohamedou Ould Slahi, den man 14 Jahre im Gefängnis von Guantanamo festhielt, ohne dass je Anklage erhoben wurde.

Auf Befehl der US-Regierung wurde der Mauretanier Mohamedou Ould Slahi (Tahar Rahim) bereits vor Jahren auf den Militärstützpunkt Guantanamo verschleppt und wird dort immer noch ohne Anklage oder Gerichtsverfahren festgehalten. Durch unzählige Verhöre und brutale Folter längst aller Hoffnung beraubt, ist deshalb nicht nur Slahi überrascht, als sich die US-Anwältin Nancy Hollander (Jodie Foster) und ihre Kollegin Teri Duncan (Shailene Woodley) plötzlich für seinen Fall interessieren. Weiterlesen

Abgesagt: Lesung: “Verfolgte Schriftsteller*innen” am 14. November

Leider müssen wir auf Grund der aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung der Pandemie die Lesung erneut absagen. 

Raif Badawi © Amnesty International

Der Flüchtlingsrat Wiesbaden und Amnesty International Wiesbaden laden Sie herzlich im Rahmen von „Wir in Wiesbaden“ zur Lesung ein:

VERFOLGTE SCHRIFTSTELLER*INNEN

2019 wurden 212 Autor*innen und 495 Medienschaffende bedroht, entführt, inhaftiert, getötet.

Jährlich wird am 15. November der „Tag des inhaftierten Schriftstellers“ („Writers in Prison Day“ oder „Day of the Imprisoned Writer“) begangen, um auf das Schicksal von zu Unrecht inhaftierten und verfolgten Schriftstellerinnen, Journalisten, Verlegerinnen und Bloggern auf der ganzen Welt hinzuweisen und um an diejenigen zu erinnern, die getötet wurden, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben. Weiterlesen

Kino: “The Report” am 13., 14. und 15. Dezember

©-2019-DCM

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater zeigen wir den Film:

The Report

In den USA greift die CIA nach den Anschlägen vom 11. September auf extreme Verhörtechniken zurück – als notwendig bezeichnet, sind sie in Wahrheit brutal, unmoralisch und ineffizient. Die CIA überschreitet dabei klar die Grenze zur Folter. Sie will damit den Drahtziehern um jeden Preis auf die Schliche kommen und weitere Anschläge verhindern – verliert dadurch jedoch ethische Fragen und fundamentale Grundsätze des Rechtsstaates aus den Augen.

Bei den Ermittlungen von Daniel Jones (Adam Driver) und Senatorin Dianne Feinstein (Annette Benning) sollen diese verurteilenswürdige Methoden für die Bevölkerung ans Licht kommen, um sie so stoppen zu können. Doch noch bevor Jones und Feinstein irgendetwas von ihren Ergebnissen bekanntmachen können, legen die CIA und das Weiße Haus alles daran, ihre Arbeit zu erschweren und eine Veröffentlichung mit allen erdenklichen Mitteln zu verhindern … Weiterlesen

Kino: “Morgen sind wir frei” am 24. und 30. November

© 2019 Little Dream Pictures

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater zeigen wir den Film:

Morgen sind wir frei

Im Februar 1979 fegt die “Islamische Revolution” über den Iran. Die ostdeutsche Chemikerin Beate (37) folgt ihrem Ehemann Omid (44), einem in der DDR lebenden, iranischen Dissidenten, voller Liebe und Hoffnung in dessen Heimat. Doch nach der anfänglichen Aufbruchsstimmung wird das Leben für Beate und ihre Tochter Sarah (8) zur Hölle. Erfasst von Willkür, Gewalt und religiösen Doktrinen gerät das Land immer weiter in eine unbarmherzige Diktatur und Beate und Omid müssen eine verhängnisvolle Entscheidung treffen … Weiterlesen

Radiosendung am 13. April: “Stopp Folter!”

© Amnesty International

Folter gehört zu den schlimmsten Schrecken, die sich der Mensch für den Menschen ausgedacht hat. Wer einen anderen foltert, fügt ihm nicht nur Schmerzen zu, sondern verwandelt ihn in ein Objekt.

Folter ist verboten. Immer und überall. Das Folterverbot gilt unter allen Umständen für jeden Menschen in jedem Land der Erde, im Krieg und im Frieden. Im Jahr 1984 haben die Vereinten Nationen die Antifolterkonvention verabschiedet, die inzwischen von 164 Staaten der Welt ratifiziert wurde. Weiterlesen

Filmabend: “Syria’s Disappeared ‒ The Case against Assad” am 18. Januar 2019

© Afshar Films

Wir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater die britische Dokumentation:

Syria’s Disappeared  The Case against Assad

Die Fotografien, die der Nürnberger Menschenrechtspreisträger von 2017 mit dem Decknamen Caesar aus Syrien schmuggelte, sind schockierend. Sie zeigen Tausende Opfer des Terrorregimes, die Caesar als forensischer Militärfotograf im Auftrag der Regierung akribisch dokumentiert hatte.

Die britische Dokumentarfilmerin Sara Afshar akzeptierte nicht, dass die Fotos der ausgemergelten, geschundenen und zerschlissenen Körper so wenig wahrgenommen wurden. Zusammen mit Überlebenden der Foltergefängnisse, mit Hinterbliebenen der Opfer, mit Anwälten und Ermittlern von Menschenrechtsorganisationen trägt sie in ihrem Film “Syria’s Disappeared – The Case against Assad” erschütternde Beweismittel zusammen. In nur fünfzig Minuten verwebt sie eine große Anzahl an Zeugenaussagen, Dokumenten und Fotos zu einem wuchtigen Argument gegen die Tatenlosigkeit.

Regie: Sara Afshar, 50 min., GB, 2017

Unzählige Gefangene sitzen weiter in syrischen Gefängnissen, werden gefoltert und sterben.

Im Anschluss an den Film laden wir herzlich ein zu einem Filmgespräch mit Diskussion ein. Dazu wird Sarah Schießl-Weidenweber, Expertin von Amnesty International Deutschland zum Thema Folter, anwesend sein.

Freitag, 18. Januar 2019 um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 €/6 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden