Abgesagt: Lesung: “Verfolgte Schriftsteller*innen” am 14. November

Leider müssen wir auf Grund der aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung der Pandemie die Lesung erneut absagen. 

Raif Badawi © Amnesty International

Der Flüchtlingsrat Wiesbaden und Amnesty International Wiesbaden laden Sie herzlich im Rahmen von „Wir in Wiesbaden“ zur Lesung ein:

VERFOLGTE SCHRIFTSTELLER*INNEN

2019 wurden 212 Autor*innen und 495 Medienschaffende bedroht, entführt, inhaftiert, getötet.

Jährlich wird am 15. November der „Tag des inhaftierten Schriftstellers“ („Writers in Prison Day“ oder „Day of the Imprisoned Writer“) begangen, um auf das Schicksal von zu Unrecht inhaftierten und verfolgten Schriftstellerinnen, Journalisten, Verlegerinnen und Bloggern auf der ganzen Welt hinzuweisen und um an diejenigen zu erinnern, die getötet wurden, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben. Weiterlesen

Amnesty International bei goEast 2020

Vom Festivaljubiläum zur Festivalkrise: goEast überwindet alle Grenzen und bringt mittel- und osteuropäische Filmkunst auf Leinwände und Bildschirme.

Im Jubiläumsjahr findet das Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films in hybrider Form statt ‒ vom 5. bis 11. Mai mit Filmen on Demand. Die Wettbewerbsfilme sind während des Filmfestivals exground im November dann auch auf großer Leinwand zu sehen.

Die Langfilme von “goEast on Demand” sind für jeweils 6,50 Euro während des Festivalzeitraums erhältlich. Die Filme stehen nach dem Ausleihen für 24 Stunden zum Abspielen zur Verfügung. Die Masterclass mit Václav Marhoul, das Werkstattgespräch mit Radu Jude und weitere Gesprächspanels werden kostenfrei angeboten. Daneben gibt es viele Neuigkeiten und Informationen unter https://www.filmfestival-goeast.de/de/

Wir freuen uns sehr in diesem besonderen Jahr auch wieder mit dabei zu sein und unterstützen den Film: UPPERCASE PRINT / TIPOGRAFIC MAJUSCUL

Nach der Auseinandersetzung mit dem rumänischen Antisemitismus begibt sich Radu Jude mit seinem neuesten Werk in die Zeit der Diktatur unter Nicolae Ceaușescu. In einer Art Bühnenbild inszeniert er den Fall des Jugendlichen Mugur Călinescu: Weil er regimekritische Slogans an Wände schrieb und verbreitete, geriet der junge Mann in das Fadenkreuz der Securitate. Anhand der Akten der Geheimpolizei wird der Fall rekonstruiert. Durch die Gegenüberstellung der filmischen Inszenierung mit zeitgenössischem Archivmaterial vermischt sich das Private mit dem Öffentlichen. So entlarvt der Film die Brutalität staatlicher Repression.

Rumänien 2020, 128 min, DCP, colour+b/w, Rumänisch, Original mit englischen Untertiteln, Regie: Radu Jude, Darsteller: Bogdan Zamfir, Şerban Lazarovici, Ioana Iacob, Şerban Pavlu

Schauen Sie UPPERCASE PRINT bei goEast on Demand.

Radiosendung am 19. Januar 2019: “Bangladesch ‒ Ein Leben in Angst”

© Amnesty International

In unserer ersten Radiosendung 2019 werden wir mit Kerstin Halm, Expertin von Amnesty International zum Thema Meinungsfreiheit über die Lage in Bangladesch sprechen. Dort werden nach wie vor bedeutende Grundsätze der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sträflich vernachlässigt. Sowohl bewaffnete Gruppen als auch die Regierung bedrohen unter anderem die Meinungsfreiheit.

Blogger, Buchautoren und Verleger, die in Bangladesch in Fragen der Religion oder Politik öffentlich ihre Meinung vertreten, werden seit 2013 vermehrt von bewaffneten Gruppen bedroht und verfolgt. Mehrere von ihnen wurden bereits getötet.

Die dortigen Behörden verweigern ihnen den notwendigen Schutz vor Angriffen und tragen durch Diffamierungen zusätzlich zur Gewalt bei. Die Regierung selbst unterdrückt mit repressiven Gesetzen die Meinungs- und Pressefreiheit.

Zum Nachhören:

 

Die Sendung lief am Samstag 19. Januar 2019  um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Filmabende: Die Verlegerin

© Universal Picture

Am 5., 7. und 8. April 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Film

Die Verlegerin

Nach dem Selbstmord ihres Mannes fällt die Leitung des Familienunternehmens Washington Post Company, der auch die Tageszeitung Washington Post angehört, an Katharine Graham. Als erste Zeitungsverlegerin der USA muss Graham nicht nur lernen, sich in der Männerdomäne gegen ihren Verwaltungsrat, ihre Berater und Angestellten durchzusetzen, sondern auch eine richtungsweisende Entscheidung für das ganze Unternehmen treffen: Dem Post-Chefredakteur Ben Bradlee und seinem Reporter Ben Bagdikian werden von einem Whistleblower geheime Dokumente des US-Verteidigungsministeriums über Amerikas Rolle im Vietnam-Krieg, die sogenannten Pentagon Papers, zugespielt. Plötzlich ist Graham zwischen ihrer Verantwortung als Verlegerin und ihrem journalistischen Berufsethos hin- und hergerissen.

Das Historiendrama wurde bei den National Board of Review Awards 2017 in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks) und Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep) ausgezeichnet.

„Der Film kommentiert das Heute, in dem er vom Gestern berichtet. Er macht das spannend, unterhaltsam, mit großartigen Schauspielern. Und findet dann noch die Zeit, von etwas anderem zu erzählen: der Emanzipation einer Frau, die sich in einer Männerwelt behaupten muss!“ (programmkino.de)

„Spielbergs neuer Film ist ein Appell für Meinungs- und Pressefreiheit und vereint erstmals drei Hollywoodlegenden in der Zusammenarbeit: den Regisseur selbst, Meryl Streep in der Titelrolle und Tom Hanks als Chefredakteur Ben Bradlee. Unlängst schrieb die Washington Post diesbezüglich Icons playing icons.“ (epd-Film)

Drama, Regie: Steven Spielberg, US 2017, 117 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 6, mit Meryl Streep, Tom Hanks, Bob Odenkirk

Donnerstag, 5. April 2018 um 17.45 Uhr (DF)
Samstag, 7. April 2018 um 20.15 Uhr (OmU) mit anschließendem Filmgespräch mit Kerstin Halm, Expertin von Amnesty International zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit
Sonntag, 8. April 2018 um 17.45 Uhr (DF)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmgespräch bei exground: Meinungsfreiheit in der Türkei

30. exground filmfest: Länderschwerpunkt TürkeiWir freuen uns sehr,  beim exground filmfestival dabei zu sein, dass in diesem Jahr zum 30. Mal stattfindet. Unser Beitrag zum Länderschwerpunkt ist ein Filmgespräch zur Meinungsfreiheit in der Türkei, zu dem wir am 23.11. um 19.30 Uhr herzlich einladen.

Stellen Sie sich vor, Sie dürfen nicht sagen, was Sie denken, Sie werden für Ihre Ansichten inhaftiert und bestraft. In vielen Ländern ist es Menschen nicht möglich, das Recht auf Meinungsfreiheit auszuüben. Im einem Gespräch nach dem Filmprogramm berichtet eine Vertreterin von Amnesty International über die aktuelle Situation in der Türkei.

Donnerstag, 23.11. um 19.30 Uhr, nach dem Türkischen Kurzfilmprogramm und vor INFLAME.

Eintritt für den Film: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Amnesty international auf dem “Tag der Deutschen Einheit” in Mainz

© Amnesty International Ulm

Amnesty international mit dem Amnesty Mobil am 02. und 03. Oktober anlässlich des “Tag der Deutschen Einheit” in Mainz.

Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit findet gemeinsam mit der
Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eine Veranstaltung des Bezirks
Mainz, Wiesbaden sowie der Themengruppe Meinungsfreiheit statt. Das
Programm mit Gospel, Blues, Pantomime, Drums und diversen Aktionen in
und um die Christuskirche in der Kaiserstraße in Mainz, 2.10.2017, 19-24
Uhr, hat das Thema Freiheit zum Inhalt. Amnesty International ist vor
der Kirche mit dem Amnesty Mobil vertreten und wird mit einer
Fotoausstellung zu 14 Einzelfällen und einer großen Übersicht mit
weiteren Fällen auf die weltweite Situation der Menschenrechte
aufmerksam machen. Aber auch in der Kirche selbst ist Amnesty
International an einer Aktion beteiligt: Jeder Person, die die
Veranstaltung besucht, wird ein Armband überreicht, auf dem auf einen
Einzelfall hingewiesen wird; während der Veranstaltung in der Kirche
wird es ein Gespräch mit einer Vertreterin der Themengruppe
Meinungsfreiheit geben und zum Mitmachen aufgefordert. Ganz konkret soll
die Möglichkeit geboten werden über Urgent Actions und Petitionen sich
für eine Auswahl dieser Fälle einzusetzen.

Wir freuen uns darauf Sie am Amnesty Mobil begrüßen zu dürfen!