Filmabende: Silvana

© Mantaray-Film

Am 23., 24. und 26. August 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater und dem Schlachthof Wiesbaden den Kinofilm

Silvana

Silvana Imam ist eine schwedische Punk-Rapperin mit litauischen und syrischen Wurzeln. Sie kämpft mit ihren kompromisslosen Texten für Feminismus und gegen jedwede Form von Repression und Rassismus. So wurde sie zur Ikone der jungen Generation in Skandinavien.

Der Film begleitet sie über mehrere Jahre und zeigt neben ihrem Aufstieg von der Underground-Künstlerin zum Star auch ihre ersten großen Chart-Erfolge und den Beginn ihrer Liebesbeziehung zur schwedischen Pop-Künstlerin Beatrice Eli. Der Erfolg und die Rolle der starken Frau, die Silvana von den Medien aufgedrückt bekommt, führen zum Zusammenbruch. Silvana zieht sich 2016 aus der Öffentlichkeit zurück, nutzt die Auszeit um sich als Künstlerin neu zu erfinden und wagt ein kraftvolles Comeback.

„Die rebellische Aggressivität des Hip-Hop muss nicht zwangsläufig mit der großen Machopose einhergehen. Sie kann auch feministische Werte propagieren, die lesbische Liebe preisen und für eine offene Gesellschaft eintreten. Damit ist die Rapperin Silvana Imam in Schweden zum Star avanciert.“ (Kino-Zeit)

Regie: Mika Gustafson, Olivia Kastebring, Christina Tsiobanelis, SE 2018, 91 min, DCP, OmU, FSK: beantragt

Donnerstag, 23.08. um 18 Uhr (OmU)
Freitag, 24.08. um 20.15 Uhr (OmU)
Sonntag, 26.08. um 20.15 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: Global Family

© imFilm Agentur + Vertrieb

Am 17. und 19. August 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Global Family

Familie Shaash lebt auf der ganzen Welt verteilt. Der Bürgerkrieg in Somalia, der im Jahr 1989 ausbrach, hat sie dazu gezwungen. Darunter ist auch Captan, der als Fußballspieler und Politiker Berühmtheit und Beliebtheit erlangte und kurz vor Ausbruch des Krieges nach Deutschland flüchten konnte, wo viele andere Schutzsuchende ebenfalls hingekommen sind. Plötzlich muss die Familienälteste, Imra (88), ihr Exil in Äthiopien verlassen. Ihre Enkelin Yasmin, die in Deutschland aufgewachsen ist, setzt alles daran, eine neue Heimat für Imra zu finden…

„Der Dokumentarfilm von Melanie Andernach und Andreas Köhler gibt dem heiß debattierten Thema Familienzusammenführung ein lebendiges Gesicht, geht in seinen Fragen aber weit über solche Aktualität hinaus.“ (epd-Film)

„So wirkt der von Klaviermusik untermalte GLOBAL FAMILY wie eine geerdete Variante zur breit angelegten Doku HUMAN FLOW von Ai Weiwei. Wo Weiwei das Schicksal Geflüchteter von oben festhielt, blicken Andernach und Köhler ihren Protagonisten schmucklos über die Schulter.“ (programmkino.de)

Gewinner „Bester Dokumentarfilm“ auf dem Max-Ophüls Festival 2018.

Regie: Melanie Andernach, Andreas Köhler, DE/CA/ET/IT 2018, 95 min, DCP, OmU, FSK: ab 0

Freitag, 17.8. um 18 Uhr (OmU)
Sonntag, 19.8. um 20.15 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: Marvin

© Salzgeber

Am 13. und 15. Juli zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Marvin

Martin Clement, geboren als Marvin Bijou, ist entkommen. Dem Dorf seiner Kindheit. Der Tyrannei seines Vaters. Der Resignation seiner Mutter. Den Schikanen seiner Geschwister und Mitschüler. Allen, die ihn nicht verstehen wollten, weil er anders war  als sie. Aber es gab auch Verbündete. Seine Lehrerin Madame Clement, die ihm die Welt des Theaters zeigte und deren Namen er voll Dankbarkeit annahm. Den Schriftsteller Abel Pinto, der ihn ermutigte, seine Geschichte aufzuschreiben. Und die Schauspielerin Isabelle Huppert, die sein Lebensstück mit ihm auf die Bühne bringen will.  Martin wird für diese Aufführung alles risikieren. Sie soll zum endgültigen Zeugnis seiner Neuerfindung werden.

Für ihr schmerzlich authentisches Porträt eines homosexuellen Jungen, der sich von seiner prekären Herkunft befreit und gegen alle sozialen und kulturellen Widerstände zu einer eigenen, künstlerischen Stimme findet, wechselt Regisseurin Anne Fontaine zwischen Marvins traumatischer Vergangenheit in der französischen Provinz und Martins verheißungsvoller Gegenwart in der Pariser Bohéme hin und her. Martins mitreißende Geschichte einer queeren Selbstermächtigung wurde vom Leben des Schriftstellers Édouard Louis inspiriert. Bei den Filmfestspielen in Venedig wurde der Film, in dem neben den Newcomern Finngan Oldfield („Nocturama“, 2016) und Jules Porier mit Isabelle Huppert und Charles Berling auch zwei Stars des französischen Kinos zu sehen sind, mit dem Queer Lion ausgezeichnet.

„Mit Rückblenden raffiniert erzählt, präsentiert sich ein bewegendes Drama um Würde und Gerechtigkeit.“ (programmkino.de)

Regie: Anne Fontaine, FR 2016, 114 min, DCP, OmU, FSK: ab 12, mit Finnegan Oldfield, Grégory Gadebois, Isabelle Huppert

Freitag, 13.7. um 17.45 Uhr (OmU)
Sonntag, 15.7. um 20.15 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: Zentralflughafen THF

© Juan Sarmiento

Am 12., 13. und 14. Juli zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Zentralflughafen THF

Seit Herbst 2015 dienen einige Hangars des Flughafens Berlin-Tempelhof als Flüchtlingsnotunterkunft. Der Syrer Ibrahim und der Iraker Qutaiba träumen mit mehr als 2000 Geflüchteten davon, endlich anzukommen. Doch auch Touristen besuchen das benachbarte Tempelhofer Feld weiterhin. Zwei Welten an einem Ort.

“Berührend und unaufgeregt zeigt der Regisseur Karim Aïnouz den Alltag in der Flüchtlingsnotunterkunft des Berliner Flughafens Tempelhof. Mit zärtlichem Blick und dabei stets auf Augenhöhe erzählt er von den Menschen in den Hangars, lässt sie ihre dramatischen Geschichten erzählen und zeigt ihre schwierige Lebenssituation”, begründet die Amnesty-Jury ihre Entscheidung, der Dokumentation den Amnesty-Filmpreis auf der diesjährigen Berlinale zu verleihen.

“Wir begegnen Ibrahim, der als Jugendlicher sein Dorf in Nordsyrien nahe der türkischen Grenze verlassen musste, und Qutaiba, einem Flüchtling aus dem Irak. Ihre Geschichten und insbesondere Ibrahims Gedanken tragen uns durch den Film. Die Entscheidung für die beiden geflüchteten Männer als sympathische Hauptprotagonisten stellt dabei auf subtile Weise möglicherweise vorhandene Vorurteile des Zuschauers in Frage”, lautet die Begründung der Jury weiter.

“Mit Wärme und Humor portraitiert der Regisseur das Engagement der vielen Helfer und zeigt, wie wichtig Mitmenschlichkeit ist. Der Film lädt die Zuschauer ein, hinzusehen und mitzumachen und trägt damit eine Botschaft, die in der heutigen Zeit wichtiger ist denn je.”

„Wie schwer es ist, in dieser Situation eine neue Heimat zu finden und die Hoffnung nicht zu verlieren, zeigt Karim Ainouz in seiner sehenswerten, sehr genau beobachteten Dokumentation.“ (programmkino.de)

„Regisseur Karim Aïnouz gelingt es in seiner dokumentarischen Studie der Situation auf dem Flughafen Tempelhof 2016/17 vorzüglich, verschiedene Schicksale und Perspektiven zu einer dichten und vielschichtigen Ansicht zu verweben.“ (epd Film)

Regie: Karim Aïnouz, DE/FR/BR 2017, 101 min, DCP, OmU, FSK: ab 0

Diskussion im Anschluss am 13.7. mit Dr. Ines Welge (Hessischer Flüchtlingsrat und Beauftragte der evangelischen Landeskirche Hessen und Nassau für Kirchenasyl)

Donnerstag, 12.7. um 18.00 Uhr (OmU)
Freitag, 13.7. um 20:15 Uhr (OmU) mit Diskussion im Anschluss
Samstag, 14.7. um 18.00 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden