Kino: “A Man of Integrity” am 13., 14. und 15. Juni

© 2019 Camino

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater zeigen wir am 13., 14. und 15. Juni den Film:

A Man of Integrity

Reza hat sich aus dem moralischen Sumpf der Stadt zurückgezogen und führt mit seiner Frau und seinem Kind ein beschauliches Leben als Fischzüchter in einem Dorf im Norden Irans. Doch auch auf dem Land herrschen Korruption und Gewalt. Ein Großfabrikant, der beste Beziehungen zur Regierung unterhält, zwingt die lokalen Bauern und kleinen Unternehmer mit allen Mitteln in ein Netz der Abhängigkeit. Reza ist fest entschlossen, sich dem Filz fernzuhalten – doch eines Tages sind seine Fische tot. Eindrücklich erzählt der Film, wie korrupte Kartelle aus Macht und Geld das Leben im Iran beherrschen.

A Man of Integrity gewann bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2017 den Hauptpreis der Sektion „Un Certain Regard“.

„Der in seiner Heimat wegen „unerlaubten Filmens“ verurteilte Mohammad Rasoulof erzählt von einem Tabuthema im Iran: der allgegenwärtigen Korruption……„Es ist ein zorniger Film, der bei seinem Protagonisten wie beim Zuschauer Ohnmacht und Wut hervorruft. Eindimensional ist er dabei allerdings nicht.“ (epd-Film)

„Das intensive, emotional zermürbende Drama A Man of Integrity des iranischen Regisseurs Mohammad Rasulof erzählt von einem ehrlichen Familienvater, der sich in einem Netz aus Abhängigkeiten wiederfindet. Rasulof geht mit seiner iranischen Heimat hart ins Gericht und erzählt von gefestigten Machstrukturen, gewissenlosen Politikern, Käuflichkeit und der Gier nach Unterdrückung.“ (programmkino.de)

 

Regie: Mohammad Rasoulof, IR 2017, 117 min, DCP, OmU, FSK: ab 12, mit Reza Akhlaghirad, Soudabeh Beizaee, Nasim Adabi

Donnerstag, 13. Juni 2019 um 17:15 Uhr  (OmU)
Freitag, 14. Juni 2019 um 20:15 Uhr (OmU)
Samstag 15. Juni 2019 um 18:30 Uhr (OmU)
Eintritt: 7€/6€
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Infostand beim Fest des DGB am 1. Mai: “Ihr Mut braucht deinen Schutz”

Weltweit nahm in den vergangenen Jahren der Druck auf Menschenrechtsverteidiger_innen zu. Unter ihnen auch viele Gewerkschafter_innen, die sich für gerechte Arbeitsbedingungen einsetzen und zunehmend staatlichen Repressalien ausgesetzt sind. Zum 1. Mai machen wir uns daher für mutige Gewerkschafter_innen stark, auch außerhalb Europas. Weiterlesen

Mahnwache für Religionsfreiheit im Iran

Altar von St. Mauritius, Wiesbaden

Eine Mahnwache für Religionsfreiheit im Iran halten der katholische Kirchort St. Mauritius und die iranischen Christen der evangelischen Auferstehungsgemeinde am Donnerstag, 28. Februar um 18 Uhr an der St. Mauritius-Kirche Wiesbaden, Abeggstraße 37.

Die Gemeinden machen damit auf das Schicksal religiös Verfolgter in der Islamischen Republik Iran aufmerksam. Dort werden zum Christentum übergetretene Menschen ebenso wie Angehörige der Bahai-Religion wegen ihres Glaubens immer wieder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Auch die Verfolgung der Bahais im Jemen, eine Folge der iranischen Beteilung am dortigen Bürgerkrieg, wird Thema sein. „Als Christen müssen wir für die Religionsfreiheit aller Menschen eintreten“ erklärt dazu Roland Falk, Pfarrer der Auferstehungsgemeinde. Weiterlesen

Filmabende: “Drei Gesichter” am 31. Januar und am 1., 2. und 3. Februar 2019

© Jafar Panahi Film Production

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater zeigen wir am 31. Januar, am 1., 2. und am 3. Februar den Film

DREI GESICHTER

Die bekannte iranische Schauspielerin Behnaz Jafari erhält eine Videobotschaft eines weiblichen Fans. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Regisseur Jafar Panahi, macht sie sich auf die Suche nach dem Mädchen. Die Reise in den Norden des Landes bringt überraschende Begegnungen: Dorfbewohner, die einspurige Bergstraßen mit cleveren Hupecodes passierbar machen; alte Frauen, die in ausgehobenen Gräbern Probe liegen, und potente Zuchtbullen, die den Weg versperren. Weiterlesen

Radiosendung am 27. Oktober: Der Iran und Menschenrechte, eine Farce!

Quelle: Pixabay/Creative Commons CC0

Quelle: Pixabay/Creative Commons CC0

Der Iran, ein rohstoffreiches, aufstrebendes Land! Jedoch, die Jugend demonstriert gegen die Diktatur! Dabei greift die Theokratie mit harter Hand durch. Truppen des Regimes gehen mit brutaler Gewalt und Massenverhaftungen gegen die Demonstranten vor.

Den Religionsführern sind Menschenrechte nicht wichtig. So kommt es neben Missmanagement, Korruption und Machtmissbrauch auch zu ungezählten Verstößen gegen die Menschenrechte.

Die Diskriminierung der Frau ist allgegenwärtig. Es gilt eine strenge Kleidervorschrift: Haare und Körper der Frau sollen vollständig bedeckt werden. Die Sittenpolizei zwingt die Frauen mit Gewalt das Kopftuch zu tragen. Und sogar die Präsenz der Frauen in der Öffentlichkeit wird beschränkt. Beispielsweise ist es den Frauen seit der islamischen Revolution verboten in Sportstadien zu gehen.

Die fehlende Religionsfreiheit führt zum Beispiel zu Zerstörung von heiligen Stätten der Bahá’í, der Sunniten und der Sufis, darunter Friedhöfe und Gebetsstätten. Die Bahá’í können Ihren Glauben nur im geheimen leben, werden am gesellschaftlichen Fortkommen gehindert und durch mediale Hetzkampagnen verfolgt.

Die Todesstrafe ist an der Tagesordnung, es kommt zu öffentlichen Hinrichtungen, sogar an Jugendlichen unter 18 Jahren. Selbst im letzten Jahr wurden über 500 Menschen hingerichtet.

Die Amnesty Gruppe 1165 arbeitet seit 2016 zu Menschenrechtsverletzungen im Iran und hat dabei Erfahrungen gemacht, über die sie in unserer Radiosendung sprechen wird.

Die Sendung läuft am 27. Oktober um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Infostand beim Fest des DGB am 1. Mai

 

1. Mai 2018: „Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit.“

Gefangen im Netz der Unterdrückung
Irans Menschenrechtsverteidiger in Gefahr

Ismael Abdi ist Mathematiklehrer und Vorsitzender der Lehrergewerkschaft im Iran (ITTA) und Reza Shahabi (Zakaria) war Gründungsmitglied und Schatzmeister der Gewerkschaft für die Beschäftigten der staatlichen Busgesellschaft im Großraum Teheran (Sherkat-e Vahed).  Beide wurden wegen Ihres Engagement für freie Gewerkschaften und die Rechte von Arbeitern und Angestellten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Arbeiterrechte sind Menschenrechte. AI unterstützt die Gewerkschaftler im Iran bei der Verwirklichung ihres Rechtes auf Gründung unabhängiger Gewerkschaften, um auf den Tag hinzuarbeiten, an dem jedermann seine wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte genießen kann. Einschließlich des Rechtes auf gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und auf guten Standard für das Leben einer Person und seiner Familie. Ausreichende Nahrung, Kleidung, Wohnraum, Bildung und ein gutes Gesundheitssystem.

Kommen Sie zur Veranstaltung des DGB Wiesbaden und unterstützen Sie an unserem Infostand mit Ihrer Unterschrift die verfolgten Gewerkschafter im Iran.
Das Programm des DGB Festes finden sie hier.

1. Mai 2018 ab 11:00 Uhr
Kranzplatz/Kochbrunnenplatz
65183 Wiesbaden