Radiosendung am 27. Oktober: Der Iran und Menschenrechte, eine Farce!

Quelle: Pixabay/Creative Commons CC0

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Der Iran, ein rohstoffreiches, aufstrebendes Land! Jedoch, die Jugend demonstriert gegen die Diktatur! Dabei greift die Theokratie mit harter Hand durch. Truppen des Regimes gehen mit brutaler Gewalt und Massenverhaftungen gegen die Demonstranten vor.

Den Religionsführern sind Menschenrechte nicht wichtig. So kommt es neben Missmanagement, Korruption und Machtmissbrauch auch zu ungezählten Verstößen gegen die Menschenrechte.

Die Diskriminierung der Frau ist allgegenwärtig. Es gilt eine strenge Kleidervorschrift: Haare und Körper der Frau sollen vollständig bedeckt werden. Die Sittenpolizei zwingt die Frauen mit Gewalt das Kopftuch zu tragen. Und sogar die Präsenz der Frauen in der Öffentlichkeit wird beschränkt. Beispielsweise ist es den Frauen seit der islamischen Revolution verboten in Sportstadien zu gehen.

Die fehlende Religionsfreiheit führt zum Beispiel zu Zerstörung von heiligen Stätten der Bahá’í, der Sunniten und der Sufis, darunter Friedhöfe und Gebetsstätten. Die Bahá’í können Ihren Glauben nur im geheimen leben, werden am gesellschaftlichen Fortkommen gehindert und durch mediale Hetzkampagnen verfolgt.

Die Todesstrafe ist an der Tagesordnung, es kommt zu öffentlichen Hinrichtungen, sogar an Jugendlichen unter 18 Jahren. Selbst im letzten Jahr wurden über 500 Menschen hingerichtet.

Die Amnesty Gruppe 1165 arbeitet seit 2016 zu Menschenrechtsverletzungen im Iran und hat dabei Erfahrungen gemacht, über die sie in unserer Radiosendung sprechen wird.

Die Sendung läuft am 27. Oktober um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Infostand beim Fest des DGB am 1. Mai

 

1. Mai 2018: „Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit.“

Gefangen im Netz der Unterdrückung
Irans Menschenrechtsverteidiger in Gefahr

Ismael Abdi ist Mathematiklehrer und Vorsitzender der Lehrergewerkschaft im Iran (ITTA) und Reza Shahabi (Zakaria) war Gründungsmitglied und Schatzmeister der Gewerkschaft für die Beschäftigten der staatlichen Busgesellschaft im Großraum Teheran (Sherkat-e Vahed).  Beide wurden wegen Ihres Engagement für freie Gewerkschaften und die Rechte von Arbeitern und Angestellten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Arbeiterrechte sind Menschenrechte. AI unterstützt die Gewerkschaftler im Iran bei der Verwirklichung ihres Rechtes auf Gründung unabhängiger Gewerkschaften, um auf den Tag hinzuarbeiten, an dem jedermann seine wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte genießen kann. Einschließlich des Rechtes auf gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und auf guten Standard für das Leben einer Person und seiner Familie. Ausreichende Nahrung, Kleidung, Wohnraum, Bildung und ein gutes Gesundheitssystem.

Kommen Sie zur Veranstaltung des DGB Wiesbaden und unterstützen Sie an unserem Infostand mit Ihrer Unterschrift die verfolgten Gewerkschafter im Iran.
Das Programm des DGB Festes finden sie hier.

1. Mai 2018 ab 11:00 Uhr
Kranzplatz/Kochbrunnenplatz
65183 Wiesbaden

FREIHEIT FÜR DIE BAHÁ’Í

Sieh Dir dieses Video an! : -> ” amnesty_video “

E s    r e i c h t !
Sie haben nichts anderes getan als ihre Religion friedlich zu praktizieren, dennoch wurden sie gravierender, aber haltloser Anklagen für schuldig befunden, darunter „Beleidigung religiöser Gefühle“ und „Propaganda gegen das System“.

Die sieben inhaftierten, führenden Bahá´i im Iran

Sieben führende Mitglieder der Bahá´i-Gemeinde im Iran sitzen seit Mai 2008 in Haft. Am 7. August 2010 wurden sie zu 20 Jahren verurteilt.

Obwohl sich die friedlichen Bahá´i gesellschaftlich für die Bildung, die Menschenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter oder auch für „Die Einheit der Menschen“ einsetzen, werden sie durch Schikanen am gesellschaftlichen Fortkommen gehindert und in der Schule oder im Berufsleben diskriminiert.soltani

Die Amnesty-Gruppe St. Bonifatius 1165 setzt sich sowohl für die 7 Bahá´i im Iran, als auch für deren mittlerweile ebenfalls inhaftierten Rechtsanawalt Abdolfattah Soltani ein. Dieser wurde 2012 wegen seiner Menschenrechts­arbeit und seine Rolle als Gründungsmitglied des seit 2008 verbotenen Zentrums für Menschen­rechtsverteidiger inhaftiert. Er ist Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2009.

Einladung zur Informationsveranstaltung zu den Themen:

  • Die 7 führenden Mitglieder der Bahá’í und ihr Anwalt
  • Die Bahá’í Religion
  • Das Europäische Zentrum Langenhain
  • Menschenrechtsverletzungen im Iran
  • Gesundheitliche Folgen bei Verweigerung medizinischer Versorgung

Samstag 12.11.16, 19 – 21 Uhr, Eintritt frei
St. Bonifatius, Pfarrsaal, Luisenstraße 31,65189 Wiesbaden

Abendprogramm: programm_bahai_abend

FILM: NUR WIR DREI GEMEINSAM (Nous trois ou rien)

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International  in der Reihe „Politische Entwicklungen“:

© NFP marketing & distribution* / Foto: Reza / Adama Pictures-Gaumont

© NFP marketing & distribution* / Foto: Reza / Adama Pictures-Gaumont

NUR WIR DREI GEMEINSAM
(Nous trois ou rien)

Regie: Kheiron, FR 2015, 102 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 12, mit Kheiron, Leïla Bekhti, Gérard Darmon, FBW: Besonders Wertvoll

Anfang der 1970er Jahre: Mit viel Mut und einer ordentlichen Portion Humor kämpft Hibat mit seiner Frau Fereshteh und anderen Gleichgesinnten gegen das brutale Schah-Regime, dann gegen die Schergen des Ayatollah Khomeinis. Als der politische Druck zu groß wird, bleibt ihnen nur die Flucht ins Ausland. Mit ihrem einjährigen Sohn Nouchi machen sich Hibat und Fereshteh auf den Weg über die Türkei nach Frankreich und landen in den sozialen Ghettos der Pariser Banlieue. Was zunächst als vorübergehende Lösung geplant ist, wird für die Familie zu einem Neuanfang.

In seinem Regiedebüt erzählt der französische Schauspieler und Komiker Kheiron die Lebensgeschichte seiner Eltern und verkörpert in der Hauptrolle seinen eigenen Vater. Der Film gewann auf dem 28th Tokyo International Film Festival den Spezialpreis der Jury und ist als Bester Debütfilm für den diesjährigen César Award nominiert.
„Grandios! Dieser Film ist viel, viel mehr als eine Flüchtlingsgeschichte, auch wenn er allein damit schon überzeugt. Denn hier kommt eine wunderbare Komödie, ein warmherziger Familienfilm, ein kämpferisches Sozialdrama – und das alles in feinster Cineastenqualität.“      (programmkino.de)

„Ein hoffnungsvoller und warmherziger Film, der glänzend unterhält und genau zur richtigen Zeit kommt, um daran zu erinnern, wie das Konzept von Integration und dem gemeinsamen Leben der Kulturen funktionieren kann.“      (FBW)

Donnerstag 18.08.16, 18.00 Uhr, 
Freitag 19.08.16, 20.30 Uhr,
Samstag 20.08.16, 18.00 Uhr,
Sonntag 21.08.16, 20.30 Uhr, 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

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