Die Menschenrechte in XXL: Unser Lieblingsbuch ab dem 24. Oktober auf dem Luisenplatz

© Amnesty International

Die Menschenrechte werden 70 – aber sie werden zunehmend von vielen Seiten angegriffen. Regierungen sehen sie nicht mehr als verbindlich an und sprechen einzelnen gesellschaftlichen Gruppen systematisch ihre Rechte ab.

Dabei gilt nach wie vor ungeschränkt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Dieser erste Satz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) sichert jedem Menschen – weltweit und unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Anschauung, sozialem Status, ethnischer und sozialer Herkunft – gleiche Rechte und Freiheiten zu.

Mit einer XXL-Version unseres „Lieblingsbuchs“ möchten wir die Aufmerksamkeit auf dieses einzigartige Dokument lenken.

Wir laden herzlich ein zur

Enthüllung der XXL-Version der Menschenrechtserklärung
am 24. Oktober um 16 Uhr auf dem Luisenplatz
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Stadtrat Christoph Manjura, Leiter des Dezernats für Soziales, Bildung, Wohnen und Integration wird als Vertreter der Stadt Wiesbaden anwesend sein.

Für die Menschenrechte müssen wir auch heute noch kämpfen. Wir brauchen die Unterstützung jeder und jedes Einzelnen, um ihren Schutz einzufordern. Denn Menschenrechte sind nichts ohne die, die sie hochhalten.

XXL-Version der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
24. Oktober bis 21. November 2018
auf dem Luisenplatz Wiesbaden

Infostände von Amnesty International am
24.10. / 25.10. / 27.10. / 03.11. und 10.11.

© Amnesty International

Warum wir hier sind – Reisegeschichten aus unserer Welt am 7. November

Gemeinsam mit dem Kinderzentrum Wellritzhof, dem Jugendzentrum Georg-Buch-Haus, Kubis e.V., MasterPeace Wiesbaden und dem Flüchtlingsrat Wiesbaden laden wir herzlich ein zur 

Musikalischen Lesung: Warum wir hier sind –  Reisegeschichten aus unserer Welt

Von der ersten Liebe in Pakistan, über die Hürden des Deutschlernens in der neuen Heimat und Kriegsgeschehnisse in Syrien, bis zu einer Agentengeschichte erzählen die in Wiesbaden gelandeten AutorInnen aus Syrien, Somalia, Jemen, Albanien, Afghanistan und Äthiopien ihre Geschichten. Begleitet wird der Abend von MusikerInnen aus unterschiedlichen Ländern.

© MasterPeace Wiesbaden

Es sind erstaunliche, spannende und berührende Texte, die in dem Buch “Warum wir hier sind” erschienen sind. Entstanden sind die Texte in dem Projekt “Storytelling for Change”, das 2017 von Kristine Tauch (Diplom-Pädagogin und Mitgründerin von MasterPeace in Wiesbaden) initiiert wurde und das Einheimische und Geflüchtete zusammengebrachte.

An diesem Abend werden zu hören sein:

  • Wozifa Khalil: Sie liest aus ihrer berührenden, in Äthiopien beginnenden, Geschichte: „Mein Kind ist mein Leuchtturm“.
  • Bledion Vladi: Er ist mit seiner Familie aus Albanien gekommen, ist Mitgründer von MasterPeace Wiesbaden, Student, hat das Projekt mitorganisiert sowie seine Geschichte im Buch veröffentlicht, in der es um das „Ankommen“ geht.
  • Nero hat die Geschichte “Zumindest hat er es versucht” geschrieben, ist den Schrecken des Krieges in Syrien entflohen und wohnt nun in Wiesbaden.
  • Sam Zara kommt aus Syrien, beginnt bald eine Ausbildung in Wiesbaden. Aus seiner Geschichte stammt der schöne Satz: Ein Mensch kann nicht frei sein, wenn er seine Geschichte nicht erzählen darf. Er liest gemeinsam mit seiner Sprachpatin Christine Diez.
  • Fahim Ehsani, 16 Jahre: Von ihm stammt die Geschichte “Kindheit auf der Durchreise”. Seine Sprachpatin, Kristine Tauch, liest und er spielt Flöte.
  • Christine Diez: Die ehemalige Deutschlehrerin spielt Klavier, ist auch Schauspielerin und war Sprachpatin im Projekt.
  • Mohammed Moradi spielt Gitarre und singt. Er ist ein jugendlicher syrischer Musiker, der mit seiner Familie nach Deutschland gekommen ist.

Mittwoch 7.11.18 um 19 Uhr
Eintritt: Frei
Ein Kulturstube Westend Special im
Kinderzentrum Wellritzhof, Wellritzstrasse 21, 65183 Wiesbaden

Radiosendung am 27. Oktober: Der Iran und Menschenrechte, eine Farce!

Quelle: Pixabay/Creative Commons CC0

Quelle: Pixabay/Creative Commons CC0

Der Iran, ein rohstoffreiches, aufstrebendes Land! Jedoch, die Jugend demonstriert gegen die Diktatur! Dabei greift die Theokratie mit harter Hand durch. Truppen des Regimes gehen mit brutaler Gewalt und Massenverhaftungen gegen die Demonstranten vor.

Den Religionsführern sind Menschenrechte nicht wichtig. So kommt es neben Missmanagement, Korruption und Machtmissbrauch auch zu ungezählten Verstößen gegen die Menschenrechte.

Die Diskriminierung der Frau ist allgegenwärtig. Es gilt eine strenge Kleidervorschrift: Haare und Körper der Frau sollen vollständig bedeckt werden. Die Sittenpolizei zwingt die Frauen mit Gewalt das Kopftuch zu tragen. Und sogar die Präsenz der Frauen in der Öffentlichkeit wird beschränkt. Beispielsweise ist es den Frauen seit der islamischen Revolution verboten in Sportstadien zu gehen.

Die fehlende Religionsfreiheit führt zum Beispiel zu Zerstörung von heiligen Stätten der Bahá’í, der Sunniten und der Sufis, darunter Friedhöfe und Gebetsstätten. Die Bahá’í können Ihren Glauben nur im geheimen leben, werden am gesellschaftlichen Fortkommen gehindert und durch mediale Hetzkampagnen verfolgt.

Die Todesstrafe ist an der Tagesordnung, es kommt zu öffentlichen Hinrichtungen, sogar an Jugendlichen unter 18 Jahren. Selbst im letzten Jahr wurden über 500 Menschen hingerichtet.

Die Amnesty Gruppe 1165 arbeitet seit 2016 zu Menschenrechtsverletzungen im Iran und hat dabei Erfahrungen gemacht, über die sie in unserer Radiosendung sprechen wird.

Die Sendung läuft am 27. Oktober um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Filmabend zu Kolumbien: „Mateo“ am 19. Oktober

Quelle: Alpha Violet, Paris

Zusammen mit Peace Brigades International laden wir Sie herzlich ein zum 

Filmabend  Kolumbien: „Mateo“
Die Kraft der Kunst schwächt die Gewalt in Kolumbien

Mateo, 16, sammelt Erpressungsgelder von Ladenbesitzern in Barrancabermeja im Auftrag seines Onkels, eines lokalen Verbrechers. Er verwendet sein Gehalt, um seiner Mutter zu helfen, die das unrechtmäßig erworbene Geld aus Not akzeptiert.

Um seinen Wert zu beweisen, willigte Mateo ein, eine lokale Theatergruppe zu infiltrieren, um die politischen Aktivitäten seiner Mitglieder aufzudecken.

Als er von dem kreativen Lebensstil der Truppe in den Bann gezogen wird, eskaliert die Lage, da sein Onkel immer wieder belastenden Informationen über die Schauspieler fordert. Unter Druck muss Mateo schwierige Entscheidungen treffen.

In dieser Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, finden Mateo und seine Mutter ihre Würde wieder, als sie sich der Gefahr stellen, an der etablierten Hierarchie des bewaffneten Konflikts in Kolumbien zu zweifeln.

Eine Hommage an die Gruppen, die sich für die Rückkehr eines dauerhaften Friedens in Kolumbien einsetzen und darum kämpfen, ihre Würde und ihren Respekt für Ihr Leben wiederzuerlangen.

Anschließend Gespräch und Diskussion mit Katharina Möbs-Pizarro, die für pbi anderthalb Jahre in Barrancabermeja im Einsatz war.

Drama, Co/Fr; 2014; 86 min.; FSK: ab 16; spanisch mit englischen Untertiteln; Regisseurin: Maria Gamboa; mit Miriam Gutierrez, Carlos Hernández, Felipe Botero, Samuel Lazcano

Eintritt frei
Freitag, 19.10.2018, 19 Uhr
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Blücherstrasse 46, Hinterhof
65195 Wiesbaden