Infostände bei den Schlachthof Open Air 2019 am 19. und 20.7.

Auch in diesem Jahr sind wir bei den Schlachthof Open Air mit einem Infostand dabei. Diesmal zu folgenden Schwerpunkten.

Seenotrettung ermöglichen und sichere Zugangswege aus Libyen nach Europa schaffen!

© Amnesty International, Foto: Jan Petersmann

Carola Rackete, die Kapitänin der Sea-Watch 3, ist im Juni verhaftet worden, weil sie Menschen aus Seenot gerettet und in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa gebracht hat. Obwohl sie inzwischen wieder frei ist, wird weiter gegen sie ermittelt.

Die europäische Flüchtlingspolitik setzt immer stärker auf Abschottung und nimmt dabei Tausende Todesopfer und schlimme Menschenrechtsverletzungen billigend in Kauf.

Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen im Mittelmeer auf der Flucht ertrinken oder nach Libyen zurückgebracht werden. Dort werden Migrant_innen und Flüchtlinge willkürlich gefangen genommen und ihnen drohen Folter und schlimmste Misshandlungen. Setzt ein Zeichnen bei uns am Infostand oder auf unserer Website.

Freiheit für Nasrin Sotoudeh!

Die iranische Anwältin Nasrin Sotoudeh
© privat

Die bekannte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ist in zwei unfairen Gerichtsverfahren zu insgesamt 38 Jahren Gefängnis und 148 Peitschenhieben verurteilt worden.

Seit ihrer Festnahme am 13. Juni 2018 wird sie im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. Die gegen sie erhobenen Anklagen basieren ausschließlich auf ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit wie zum Beispiel ihrem Engagement für Frauenrechte und ihrem Einsatz gegen die Todesstrafe. Sie ist somit eine gewaltlose politische Gefangene, die umgehend und bedingungslos freigelassen werden muss.

Fordere hier Ihre bedingungslose Freilassung oder bei uns vor Ort bei den Schlachthof Open Air am:

Freitag 19.07. ab 18:30 Uhr: Bon Iver
Samstag 20.07. ab
17:30 Uhr: Frank Turner & The Sleeping Souls / Muff Potter

Schlachthof Wiesbaden
Kulturpark hinter der Veranstaltungshalle, Murnaustrasse 1, 65189 Wiesbaden

Radiosendung am 6. Juli : “Und eisig weht der kalte Wind“

Quelle: @sintiautor

In unserer Radiosendung am 6. Juli begrüßen wir Ricarco Lenzi Laubinger. Herr Laubinger gehört den Sinti an, ist Gründungsmitglied und 1. Vorsitzender der Sinti-Union Hessen.

Wir werden uns mit ihm über sein Buch: „Und eisig weht der kalte Wind“ unterhalten. Die Geschichte seiner Familie vor und während der Nazizeit und in der Bundesrepublik.

Die Sendung läuft am Samstag 6. Juli 2019  um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

 

Lesung: “Warum wir hier sind” am 28. Juni

 

© MasterPeace Wiesbaden

Zusammen mit MasterPeace Wiesbaden laden wir Sie herzlich zur Lesung am 28.06. ein:

WARUM WIR HIER SIND – REISEGESCHICHTEN AUS UNSERER WELT –
EINE MUSIKALISCHE LESUNG

Das Buch „Warum wir hier sind – Reisegeschichten aus unserer Welt“ ist in einem Projekt des MasterPeace Wiesbaden Clubs gefördert durch die Stadt Wiesbaden, entstanden. Es beinhaltet eine Sammlung von spannenden, hoffnungsvollen und erstaunlichen Reisegeschichten geflüchteter Menschen. Allesamt berühren sie das Herz, jede auf ihre Weise.

Die Autoren und Autorinnen kommen aus dem Jemen, aus Somalia, Äthiopien, Afghanistan, Albanien und Syrien. Gemeinsam haben sie alle, dass sie um 2015 nach Deutschland gekommen sind.

Sie haben sich in der Landeshauptstadt Wiesbaden zusammen auf eine weitere Reise begeben: das Projekt „Storytelling for Change“. Begleitet wurden sie von engagierten Sprachpatinnen, die die Geschichten gemeinsam mit ihnen auf Deutsch verfasst haben.

Die dabei entstandenen Texte handeln von Lebensträumen, Neubeginn, Krieg, Flucht, Liebe, Trennung, dem Alltag in Deutschland, von Hoffnungen und Begegnungen. Jede der neunzehn Erzählungen ist einzigartig, und doch verbindet sie alle etwas: Es sind Geschichten von Überlebenden. Geschichten, die uns am Leben halten. Tribute an die Liebe, an Frieden und Gerechtigkeit. 

Am Freitag, den 28.06.2019 um 19:30 Uhr lesen einige der Autoren aus ihren Erzählungen.  Die Lesung wird begleitet durch orientalische Gitarrenklänge des Musikers Mohammad Mahmoud sowie durch Christine Diez am Klavier.
Im
Anschluss an die Lesung sind die Zuhörer zum Austausch über das Gehörte eingeladen.

Freitag 28.06.19 um 19:30 Uhr
Eintritt: Frei

Mauritius-Mediathek
Hochstättenstraße 6-10
65183 Wiesbaden

Kino: “Nebel im August” am 20. Juni

Ernst Lossa (Ivo Pietzcker, links) und Dr. Werner Veithausen (Sebastian Koch, rechts)
©-StudioCanal

Bei “Wir in Wiesbaden 2019 – Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte” zeigen wir am 20. Juni in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater:

Nebel im August

Der 13-jährige Halbwaise Ernst Lossa wird völlig gesund in eine Nervenheilanstalt eingewiesenund beginnt dort, das Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten zu durchschauen – bis er selbst ins Visier der Heimleitung gerät und ermordet wird.

Ernst ist ein aufgeweckter, aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime, in denen er bisher lebte, haben ihn als “nicht erziehbar” eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen Insassen getötet werden. Doch während der Anstaltsleiter mit Stift und Papier über Leben und Tod seiner teils psychisch oder physisch behinderten Insassen entscheidet, weiß Ernst, was “lebenswertes Leben” wirklich bedeutet. Er setzt sich zur Wehr, findet Freunde, verliebt sich und sabotiert die Maßnahmen des Euthanasieprogramms. Schließlich plant er die Flucht, gemeinsam mit Nandl, seiner großen Liebe. Doch Ernst befindet sich in großer Gefahr, denn Klinikleitung und Personal entscheiden auch über Leben und Tod der Kinder.

Zwischen 1939 und 1945 wurden in Folge des sogenannten „Euthanasie“-Programms in deutschen Nervenkliniken mehr als 200.000 Menschen ermordet, darunter unzählige Kinder.

„Nebel im August erzählt eine authentische Geschichte über wahren Mut, echte Freundschaft und eines der größten Tabus der deutschen Geschichte. Es ist der erste Spielfilm zum Thema Euthanasie im “Dritten Reich”. (ZDF, Fernsehfilm der Woche)

„Kai Wessels NEBEL IM AUGUST setzt Ernst Lossa und den Opfern der „Euthanasie“-programme ein würdiges Denkmal. Ein großartiger Film, der tief berührt und betroffen macht – und dessen zentrale Botschaft dennoch die lebensbejahende Hoffnung ist.“ (FBW-Filmbewertung)

Regie: Kai Wessel, DE 2016, 126 min, DF, FSK: ab 12, mit Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt

Donnerstag, 20. Juni 2019 um 20.15 Uhr 
Eintritt: 7€/6€
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Lesung und Sinti-Swing am 16. Juni

Ricardo Lenzi Laubinger mit seinem Buch (Quelle: @sintiautor)

Im Rahmen von “Wir in Wiesbaden 2019 – Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte” laden wir, der Schlachthof Wiesbaden und die Sinti-Union Hessen Sie herzlich am 16. Juni ein zur Lesung aus:

“Und eisig weht der kalte Wind”. Die Geschichte einer deutschen Sinti-Familie von Ricardo Lenzi Laubinger. Im Anschluss Sinti-Swing

14 Jahre alt war Bertha Weiss, eine deutsche Sintiza, als sie zusammen mit ihren Angehörigen am 16. Mai 1940 von den Nationalsozialisten aus Hamburg nach Polen in die Konzentrationslager verschleppt wurde. Sie erlebte fünf fürchterliche, leidensvolle Jahre, bevor die Alliierten sie befreiten. Als Einzige von mehr als 60 Angehörigen der Familie Weiss überlebte die Mutter von Ricardo Lenzi Laubinger den Holocaust.

Eine Geschichte, die für viele Sinti-Familien steht. Eine halbe Million Sinti und Roma sind schätzungsweise von den Nationalsozialisten und ihren Verbündeten in Europa ermordet worden. Von den 35.000 bis 40.000 erfassten deutschen und österreichischen Sinti und Roma wurden mehr als 25.000 ermordet. Jede Sinti-Familie hat Angehörige verloren. Aber auch nach Kriegsende war und ist die deutsche Minderheit der Sinti benachteiligt und alltäglichem Rassismus ausgesetzt.

Aufgrund dieser Lebenserfahrungen gründete Ricardo Lenzi Laubinger die Sinti-Union Hessen und engagiert sich politisch für seine Minderheit. Die ergreifende Geschichte seiner Familie Weiss/Laubinge von 1925 bis 2017 erzählt er in seinem Buch “Und eisig weht der kalte Wind”.

Es lesen Schüler der Oberstufe des Campus Klarenthal und Mitglieder von Amnesty International. Nach der Lesung sprechen wir mit Ricardo Lenzi Laubinger über sein Buch.

Anschließend Sinti-Swing mit Christiano Gitano (Gitarre), Taylor Paucken-Reinhardt (Gitarre) und Ricardo Lenzi Laubinger (Violine).

Sonntag 16. Juni 2019 um 19:30 Uhr
Eintritt 8 €
Schlachthof Wiesbaden, Kesselhaus
Murnaustraß3 1, 65189 Wiesbaden


Mit freundlicher Unterstützung durch die CITOYEN Stiftung und die Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus

         

Kino: “A Man of Integrity” am 13., 14. und 15. Juni

© 2019 Camino

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater zeigen wir am 13., 14. und 15. Juni den Film:

A Man of Integrity

Reza hat sich aus dem moralischen Sumpf der Stadt zurückgezogen und führt mit seiner Frau und seinem Kind ein beschauliches Leben als Fischzüchter in einem Dorf im Norden Irans. Doch auch auf dem Land herrschen Korruption und Gewalt. Ein Großfabrikant, der beste Beziehungen zur Regierung unterhält, zwingt die lokalen Bauern und kleinen Unternehmer mit allen Mitteln in ein Netz der Abhängigkeit. Reza ist fest entschlossen, sich dem Filz fernzuhalten – doch eines Tages sind seine Fische tot. Eindrücklich erzählt der Film, wie korrupte Kartelle aus Macht und Geld das Leben im Iran beherrschen.

A Man of Integrity gewann bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2017 den Hauptpreis der Sektion „Un Certain Regard“.

„Der in seiner Heimat wegen „unerlaubten Filmens“ verurteilte Mohammad Rasoulof erzählt von einem Tabuthema im Iran: der allgegenwärtigen Korruption……„Es ist ein zorniger Film, der bei seinem Protagonisten wie beim Zuschauer Ohnmacht und Wut hervorruft. Eindimensional ist er dabei allerdings nicht.“ (epd-Film)

„Das intensive, emotional zermürbende Drama A Man of Integrity des iranischen Regisseurs Mohammad Rasulof erzählt von einem ehrlichen Familienvater, der sich in einem Netz aus Abhängigkeiten wiederfindet. Rasulof geht mit seiner iranischen Heimat hart ins Gericht und erzählt von gefestigten Machstrukturen, gewissenlosen Politikern, Käuflichkeit und der Gier nach Unterdrückung.“ (programmkino.de)

 

Regie: Mohammad Rasoulof, IR 2017, 117 min, DCP, OmU, FSK: ab 12, mit Reza Akhlaghirad, Soudabeh Beizaee, Nasim Adabi

Donnerstag, 13. Juni 2019 um 17:15 Uhr  (OmU)
Freitag, 14. Juni 2019 um 20:15 Uhr (OmU)
Samstag 15. Juni 2019 um 18:30 Uhr (OmU)
Eintritt: 7€/6€
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden