Fotoausstellung “70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte” in der vhs Wiesbaden ab 2. April

Foto: Julio Etchart, Amnesty International

Amnesty International und die vhs Wiesbaden laden herzlich am 2. April 2019 ein zur Eröffnung der Fotoausstellung:

70 JAHRE ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE

Vor 70 Jahren entstand ein Text, der seine Kraft bis heute entfaltet. Die Staaten der Vereinten Nationen verabschiedeten am 10. Dezember 1948 die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ – 30 Artikel, die das Bild einer Welt skizzieren, in der alle frei und friedlich miteinander leben können. Die Erklärung war revolutionär, weil sie erstmals allen Menschen auf der Erde die gleichen Rechte garantierte. Weiterlesen

Lesung: “Und eisig weht der kalte Wind” und Sinti-Swing am 15. März

Ricardo Lenzi Laubinger mit seinem Buch (Quelle: @sintiautor)

Ricardo Lenzi Laubinger mit seinem Buch (Quelle: @sintiautor)

Während der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11 – 24.03.2019 laden die Sinti-Union Hessen und Amnesty International am 15. März ein zur Lesung aus:

“Und eisig weht der kalte Wind”. Die Geschichte einer deutschen Sinti-Familie von Ricardo Lenzi Laubinger. Im Anschluss Sinti-Swing

14 Jahre alt war Bertha Weiss, eine deutsche Sintiza, als sie zusammen mit ihren Angehörigen am 16. Mai 1940 von den Nationalsozialisten aus Hamburg nach Polen in die Konzentrationslager verschleppt wurde. Sie erlebte fünf fürchterliche, leidensvolle Jahre, bevor die Alliierten sie befreiten. Als Einzige von mehr als 60 Angehörigen der Familie Weiss überlebte die Mutter von Ricardo Lenzi Laubinger den Holocaust. Weiterlesen

Mahnwache für Religionsfreiheit im Iran

Altar von St. Mauritius, Wiesbaden

Eine Mahnwache für Religionsfreiheit im Iran halten der katholische Kirchort St. Mauritius und die iranischen Christen der evangelischen Auferstehungsgemeinde am Donnerstag, 28. Februar um 18 Uhr an der St. Mauritius-Kirche Wiesbaden, Abeggstraße 37.

Die Gemeinden machen damit auf das Schicksal religiös Verfolgter in der Islamischen Republik Iran aufmerksam. Dort werden zum Christentum übergetretene Menschen ebenso wie Angehörige der Bahai-Religion wegen ihres Glaubens immer wieder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Auch die Verfolgung der Bahais im Jemen, eine Folge der iranischen Beteilung am dortigen Bürgerkrieg, wird Thema sein. „Als Christen müssen wir für die Religionsfreiheit aller Menschen eintreten“ erklärt dazu Roland Falk, Pfarrer der Auferstehungsgemeinde. Weiterlesen

“Du sollst nicht töten!” Lesung im Staatstheater am 18. Januar 2019

Foto: Amnesty International Wiesbaden

Gemeinsam mit der “Initiative gegen die Todesstrafe” und dem Staatstheater Wiesbaden laden wir ein zur Lesung

Leben im Todestrakt. Erfahrungsberichte, Gedichte, Essays von Insassen der Todeszellen in den USA.

„Wir haben auch gute Tage. An manchen Tagen fühle ich mich, als ob mein Geist sich durch Treibsand schleppt. Manchmal regnet die Traurigkeit herab wie ein Monsun“, schreibt Paul Brown, Insasse des Todestraktes im Central Prison von Raleigh (North Carolina, USA) in einem Gedicht.

So wie Paul Brown schreiben auch andere zum Tode verurteilte Menschen im Gefängnis ihre Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte auf. Es sind Innenansichten von Menschen und Orten, über die zwar viel gesprochen wird, aber doch wenig bekannt ist. Die Initiative gegen die Todesstrafe e.V. hat diese Erfahrungsberichte gesammelt und in einem Buch veröffentlicht.

Vom Leben im Todestrakt zeugen Briefe, Gedichte und Kurzgeschichten der rund 40 Gefangenen, die über die konkreten Haftbedingungen in amerikanischen Gefängnissen berichten. Dabei ist nicht nur die Vielfalt der äußeren Form der Beiträge bemerkenswert, sondern auch die inhaltliche Bandbreite, die von Depression und Verzweiflung auf der einen bis zu Versöhnung und tiefem inneren Frieden auf der anderen Seite reicht.

Schauspieler des Staatstheaters lesen Beiträge der Gefangenen sowie Texte von Dumas, Dostojewski und Kafka.

Freitag 18. Januar 2019 um 20 Uhr im Studio
Eintritt frei
Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Christian-Zais-Straße 3
65189 Wiesbaden

Aeham Ahmad: „Pianist aus den Trümmern“ – Konzert und Lesung am 10.12.2018

Gemeinsam mit dem Schlachthof Wiesbaden und der vhs Wiesbaden laden wir herzlich ein zu

Music for Hope: Konzert und Lesung am 10.12.2018 mit
Aeham Ahmad – „Pianist aus den Trümmern“

Als „Pianist aus den Trümmern“ ist er bekannt geworden: Aeham Ahmad, der junge Mann, der Klavier spielte inmitten der Bombenkrater eines Flüchtlingslagers in Damaskus. Er spielte für seine Nachbarn, aber vor allem für die Kinder, um ihnen Freude zu bereiten, sie zu trösten und sie vom Hunger und den Schrecken des Krieges abzulenken. Als der IS das Lager unter seine Kontrolle brachte und Ahmads Klavier verbrannte, beschloss er, aus Syrien zu fliehen.

Seit September 2015 lebt der studierte Musikpädagoge in Wiesbaden und engagiert sich auch hier für Kinder. Seine Geschichte hat er in einem Buch aufgeschrieben: „Und die Vögel werden singen. Ich, der Pianist aus den Trümmern“. Ein Bericht voller Hoffnung, Menschlichkeit – und Musik. Immer wieder ist es seine Musik, die andere Menschen getröstet, ermutigt und ihm selbst buchstäblich das Leben gerettet hat.

Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, möchten wir mit einem Konzert von Aeham Ahmad und einer Lesung aus seinem Buch daran erinnern, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte auch 70 Jahre nach ihrer Verkündung noch immer für Millionen Menschen nicht gilt.

Piano und Gesang: Aeham Ahmad
Lesung: Michael Stein, Palast Promotion

Grußworte von Dr. Philipp Salamon-Menger, Direktor der vhs Wiesbaden

Montag, 10. Dezember 2018 um 20 Uhr
Schlachthof Wiesbaden, Kesselhaus
Murnaustraße 1, 65189 Wiesbaden
Eintritt 7 €