goEast> 2016: Podiumsdiskussion: FREE OLEG SENTSOV

In Kooperation mit goEast > FESTIVAL DES MITTEL- UND OSTEUROPÄISCHEN FILMS laden wir Sie herzlich ein zu

Podiumsdiskussion: FREE OLEG SENTSOVFoto_Oleg Sentsov

Der ukrainische Filmemacher Oleg Sentsov, der 2012 mit seinem Debütfilm GAMER bei goEast zu Gast war, wurde im Mai 2014 auf der Krim verhaftet und im Februar 2016 in Moskau zu 20 Jahren Gefängnis wegen Planung terroristischer Handlungen verurteilt. Hintergrund der Verhaftung war Sentsovs politisches Engagement auf dem Euromaidan; die Gründe und Umstände seiner Verhaftung sowie seiner Verurteilung erscheinen höchst fragwürdig. Als Zeichen der Solidarität mit Sentsov und um auf die Situation politischer Gefangener in Russland aufmerksam zu machen, hat goEast die Menschenrechtsanwältin Svetlana Sidorkina (Moskau) eingeladen. Sie wird zur Menschenrechtslage und den Prozess gegen Sentsov Stellung nehmen. Daneben wird Vera Rogova, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) an der Diskussion teilnehmen. Sie beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Reformen unter den Bedingungen des politischen Systems in Russland. Moderation: Eberhard Nembach von hr-iNFO.

Freitag 22.04., 18:00 Uhr

Festivalzentrum, Friedrichstraße 22, 65185 Wiesbaden
Eintritt frei

Film: NAHER FERNER OSTEN / NEAR FAR EAST 

Doku, 2015, 70 Min., ukr, rus, cze, eng OmeU, DCP, Regie: Filip Remunda

Der tschechische Dokumentarfilmemacher Filip Remunda macht sich mit seinem Kamerateam auf in die Ukraine, ein Land, mit dem er in vielerlei Hinsicht verbunden ist. Die filmische Reise beginnt in Prag mit Tania aus Transkarpatien und dauert ein Jahr. Unterwegs treffen die Filmemacher ganz unterschiedliche Menschen: Tanias Familie in der Westukraine, Journalisten aus Luhansk und Dnipropetrovsk in Kiew, aber auch Lehrerinnen und Fabrik-arbeiter im Donbass. Emotional geführte Diskussionen reihen sich an national-militaristisch geprägte Schönheitswettbewerbe und zerbombte Häuser im Osten des Landes. Mit viel Empathie und Reflektion porträtiert der Regisseur ein von Krieg zerfressenes Land in dem allerorten große Ratlosigkeit herrscht.

Deutschlandpremiere:  Freitag 22.04. 18.00 Uhr
Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41. 60596 Frankfurt,  

Freitag 22.04., 20.00 Uhr
Festivalzentrum, Friedrichstraße 22, 65185 Wiesbaden,
Eintritt: 7 EUR / 6 EUR

Wir wollen Sie ebenfalls auf die Filme in der von uns mit unterstützten Festivalsektion „Beyond Belonging“ aufmerksam machen:
goEast 2016 – Beyond Belonging  

 

Filmabende: Son of Saul

 Sony Pictures Releasing GmbH

Sony Pictures Releasing GmbH

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International in der Reihe „Geschichte im Film“:

SON OF SAUL

Regie: László Nemes, HU 2015, 107 min, DCP, OmU, FSK: beantragt, mit Géza Röhrig, Sándor Zsótér, Marcin Czarnik

Das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Oktober 1944: Der Ungar Saul Ausländer wird gezwungen, sich einem Sonderkommando von Inhaftierten anzuschließen. Die Männer müssen den Nazis bei der Massenvernichtung der Gefangenen helfen und die Leichenberge in den Krematorien verbrennen. Bei dieser menschenverachtenden Aufgabe entdeckt Saul den Leichnam eines Jungens und „rettet“ ihn vor den Flammen. Als das Sonderkommando eine Rebellion plant, versucht Saul das Unmögliche: Er will den Leichnam einem Rabbi übergeben und dem Junge somit eine menschenwürdige Bestattung ermöglichen.

Das Drama überzeugte Kritiker weltweit mit seiner eindringlichen und radikalen Darstellung der Schrecken des Holocausts und wurde damit bereits 2015 in Cannes mit dem großen Preis der Jury sowie 2016 mit dem Golden Globe und Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet..

„Das packende Holocaust-Drama des jungen Ungarn versucht, den barbarischen Horror in den Konzentrationslagern auf neuartige Weise verstörend fühlbar zu machen.“             (programmkino.de)

Donnerstag 07.04.2016 20.15 Uhr 
Sonntag 10.04.2016 18.00 Uhr 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

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Filmabende: No Land´s Song

Copyright 2016 No Lands Song

Copyright 2016 No Lands Song

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International in der Reihe „Politische Entwicklungen“:

NO LAND’S SONG 

Doku, Regie: Ayat Najafi, DE/FR 2014, 91 min, DCP, OmU, FSK: beantragt, FBW: Prädikat besonders wertvoll

Der iranische Regisseur Ayat Najafi begleitet in diesem Film seine Schwester und Musikerin Sara, die zwar in Teheran lebt, dort „öffentlich“ aber nicht arbeiten darf. Denn die Frauenstimme ist im Iran als Solo-Stimme vor einem rein männlichen bzw. gemischten Publikum verboten.

Trotzdem setzt sich Sara ein ehrgeiziges Ziel: Sie möchte mit ihren eigenen Kompositionen ein Konzert auf die Beine stellen, in dem auch weibliche Solistinnen auftreten sollen. Doch die iranische Regierung und die strengen Gesetze lassen ihr Projekt fast aussichtslos erscheinen.

Ein Porträt über eine mutige Frau, die trotz zahlloser Rückschläge und am Ende ohne Rücksicht auf die eigene Sicherheit, für ihre persönliche Freiheit, aber auch für die Rechte aller iranischen Frauen, kämpft.

„Es ist dieser Mut und diese Bereitschaft, bis zum Äußersten zu gehen, die in jeder Minute des Films spürbar ist. (…) Dazu erklingen immer wieder wunderschöne Melodien, eine Mischung aus traditionellen Weisen und neuen Kompositionen von Sara und anderen iranischen Künstlerinnen, die in ihrer Kraft und Stärke zu Tränen rühren. Und die zeigen, dass die Musik in ihrer Schönheit ein Geschenk für jeden Menschen ist. Unabhängig von Kultur und Geschlecht.“ Deutsche Film- und Medienbewertung

Freitag 11.03.16, 20:15 Uhr
Samstag 12.03.16, 18:00 Uhr
Sonntag 13.03.16, 18:00 Uhr

Eintritt: 6 € / 5 €‘
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

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Filmabende: Der Kuaför aus der Keupstraße

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation
mit Amnestyder-kuafoer-aus-der-keupstrasse_still_kf-01-naegel_stillframe-hs-_tc11-28-09-10_crop_press International  in der Reihe „Politische Entwicklungen“:

DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRASSE 

Regie: Andreas Maus, DE 2015, 93 min, DCP, OmU, FSK: beantragt, mit Taner Sahintürk, Atilla Öner, Sesede Terziyan

Am 9. Juni 2004 gab es einen Nagelbombenanschlag auf einen türkischen Friseursalon in der Kölner Keupstraße. Der semi-dokumentarische Film schildert den Ermittlungsverlauf und die Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen.

Anstatt sich auf die ausländerfeindlichen Motive zu konzentrieren, verdächtigte die Polizei jahrelang die Betroffenen selbst. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund  (NSU) zugeordnet.

Dies ist kein Einzelfall, denn auch in anderen Städten, in denen der NSU gemordet hat, wurden zunächst Opfer, Angehörige und ihr Umfeld verdächtigt. Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage einer strukturellen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und nimmt dabei die Perspektive der Betroffenen ein.

„Der Kuaför aus der Keupstraße – in Zeiten der Flüchtlingskrise ist der Film aktueller denn je, stellt die Frage nach struktureller Fremdenfeindlichkeit und zeigt wie wichtig es ist, die eigenen Klischees und Vorurteile zu überprüfen.“          ARD titel, thesen, tempramente

Donnerstag 03.03.16, 20.15 Uhr
Samstag 05.03.16, 18.00 Uhr 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

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Filmabende: Happy Welcome

© Manfred LehnerDie Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International in der Reihe „Politische Entwicklungen“:

HAPPY WELCOME

Der Kino-Dokumentarfilm HAPPY WELCOME folgt der Deutschlandreise von vier „Clowns ohne Grenzen“ zu acht Aufnahmeeinrichtungen von Flüchtlingen. Während der Auftritte sagen die Künstler mit ihrem clownesken Stück den Kindern und Eltern, die bei uns auf Asyl hoffen: Welcome to Germany!

Als Roadmovie erzählt der Film von dieser Reise, von berührenden Begegnungen mit Erwachsenen und Kindern aus Syrien, dem Balkan, Somalia, Nigeria und anderen Ländern. Er erzählt auch von Treffen mit Helfern, Mitarbeitern und engagierten Bürgern. Mit den Beobachtungen in den deutschen Erstaufnahmeeinrichtungen ermöglicht HAPPY WELCOME dem Zuschauer besondere, für die meisten unbekannte Einblicke. Im Kontrast dazu stehen die Bilder des Alltags in den deutschen Städten. Indem der Film der Tour der vier Clowns folgt, nah bei ihnen und ihren Zuschauern bleibt, nähert er sich dem derzeit brisantesten aller innenpolitischen Themen mit Humor aber auch mit genauen Beobachtungen und bewegenden Geschichten an.

„Ein einfühlsamer Film, der tief berührt!“ (Süddeutsche Zeitung)
„Bevor Ihr kamt, haben die Kinder Krieg gespielt, jetzt spielen sie Clown“ (Mitarbeiter im jordanischen Flüchtlingslager Za´atari)

Doku, Regie: Walter Steffen, DE 2015, 87 min, DCP, DF, FSK: ab 6

Donnerstag, 21.1.16 um 18.00 Uhr
Samstag, 23.1.16 um 20.15 Uhr 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

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Filmabende: Je suis Charlie

© temperclayfilmDie Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International in der Reihe „Politische Entwicklungen“:

JE SUIS CHARLIE

Am 7. Januar jährt sich das schreckliche Attentat auf die französische Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo zum ersten Mal. Daniel und Emmanuel Leconte rekonstruieren in ihrer Dokumentation den Anschlag und seine Zusammenhänge. In Archivaufnahmen der Opfer und Interviews mit den Überlebenden hinterfragen sie außerdem den Diskurs über Pressefreiheit und die Grenzen von Satire, den die Anschläge weltweit ausgelöst haben.

„Ein kraftvoller Denkanstoß“ (Screen International)
„Bewegend und Informativ“ (The Hollywood Reporter)

Doku, Regie: Daniel und Emmanuel Leconte, FR 2015, 90 min, DCP, OmU, FSK: beantragt.

Wir zeigen den Film an folgenden Tagen:

Donnerstag 7.1.16, 18.00 Uhr
Freitag 8.1.16, 20.15 Uhr
Samstag 9.1.16, 18.00 Uhr, Filmgespräch und Diskussion mit Maren Koop, Expertin von Amnesty International zum Thema Meinungsfreiheit
Sonntag 10.1.16, 20.15 Uhr

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

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