MALALA – IHR RECHT AUF BILDUNG

© 2015 Twentieth Century Fox Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International in der Reihe Politische Entwicklungen:

MALALA – IHR RECHT AUF BILDUNG

MALALA – Ihr Recht auf Bildung ist das mitreißende und bewegende Portrait von Malala Yousafzai, die in ihrer Heimat Pakistan von den Taliban auf die Todesliste gesetzt wurde. Malala war auf dem Weg nach Hause im Swat Tal, als sie in ihrem Schulbus von einem Schuss in den Kopf schwer verletzt wurde. Das Attentat entfachte einen weltweiten Aufschrei der Empörung. Sie wurde in eine Klinik in England ausgeflogen und hat auf wundersame Weise überlebt. Heute ist sie eine global agierende Aktivistin für das Recht von Mädchen auf Bildung. Der couragierte Teenager wird als „Ambassador of Conscience“ von Amnesty International, dem Sacharow Preis des Europäischen Parlaments und dem Friedensnobelpreis geehrt.

Der Dokumentarfilmer Davis Guggenheim zeigt, wie Malala mit ihrer Familie im pakistanischen Swat-Tal gelebt hat, welche paschtunische Legende für ihren Namen steht und wie sie, aktiv unterstützt von ihrem Vater den Kampf für das Recht auf Bildung aller Mädchen weltweit vorantreibt. Von der engen Beziehung zu ihrem Vater, der ihre Leidenschaft für Bildung früh entfacht hat, über ihre Reden vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN), ihrem globalen Engagement mit dem Malala Fund, bis zu ihrem heutigen Alltag mit ihren Eltern und Brüdern in England.

„Oscarpreisträger Davis Guggenheims exzellenter Dokumentarfilm über die Ikone für Bildung und Frauenrechte gibt einen berührenden Einblick in das Leben dieser außergewöhnlichen jungen Frau.“ Luitgard Koch programmkino.de.

Doku, Regie: Davis Guggenheim, USA 2015, 88 min, DCP, OmU, FSK: ab 6

Donnerstag 17.12.15, 18.00 Uhr
Sonntag 20.12.15, 18.00 Uhr

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

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Filmabend: Parada am 9. Dezember

c. www.mm-filmpresse.deBei WIR IN WIESBADEN und in Kooperation mit dem MURNAU FILMTHEATER und dem frauen museum wiesbaden zeigen wir: PARADA

Der ehemalige Kriminelle Limun besitzt eine Sicherheits-Firma, ist Kriegsveteran und dazu höchst homophob. Seine Verlobte Pearl steckt mitten in Hochzeitsvorbereitungen. Ihr Hochzeitsplaner ist der schwule Mirko. Frustriert von Limuns schwulenfeindlichen Beschimpfungen, will Mirko den Job schon schmeißen als Pearl ihrem Verlobten ein Ultimatum stellt. Nicht nur besteht sie darauf, dass Mirko bleibt. Das Jawort spricht sie nur dann, wenn Limuns Firma die von Mirko und seinem Freund organisierte Gay-Pride-Parade beschützt, die massiven Anfeindungen ausgesetzt ist. Das Alpha-Tier muss schließlich gemeinsam mit dem schwulen Pärchen für die Rechte von Homosexuellen kämpfen. Ohne Unterstützung der Polizei. Auf der Suche nach Sympathisanten reisen sie gemeinsam durch ein zerrissenes Land und engagieren dubiose Mitstreiter für eine gerechte Sache. Die alten Feinde – Serben, bosnische Muslime, Kosovo-Albaner und kroatische Kriegsveteranen – bilden zusammen eine utopische Truppe der besonderen Art, die es mit bunten Luftballons und Regenbogenfahnen gegen fiese Nationalisten und Neo-Nazis aufnimmt.

Die skurrile Komödie von Srdjan Dragojević war d e r Publikumshit der Berlinale und gewann den Panorama-Publikumspreis. Klischees, Stereotypen und sicher geglaubte Wahrheiten verkehrt der Film in ihr hochgradig unterhaltsames Gegenteil. Ein sicheres Gespür für Situationskomik, grandiose Dialoge und eine seltene Übertreibungskunst machen aus „Parada“ ein einziges Kinofest. Politisch völlig inkorrekt und dabei rasend komisch.

Gehen Sie ins Kino und schauen Sie sich diesen herrlichen Film an! Und: Homophobie ist heilbar. www.kino-zeit.de

REGIE:  Srdjan Dragojevic; DARSTELLER:  Nikola Kojo, Milos Samolov, Hristina Popovic,  Goran Jevtic, Toni Mihailovski; Serbien / Kroatien / Mazedonien / Slowenien 2011; 115 Min; FSK: ab 12

Eintritt: 6 € / 5 €
Mittwoch, 9. Dezember, 20:15 Uhr
Murnau-Filmtheater, Murnau-Straße 6, 65189 Wiesbaden

CHILDREN 404

Quelle: Rise And Shine World SalesIn Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem frauen museum wiesbaden zeigen wir:

CHILDREN 404

Doku, Regie: Pavel Loparev, Askold Kurov, RU 2014, 76 min, OmU, FSK: beantragt. Mit: 45 schwulen und lesbischen Jugendlichen aus Russland

2013 unterzeichnete Putin das Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“. Schwule und Lesben sind seither Einschüchterungen und Schikanen schutzlos ausgeliefert. Psychologen, Lehrer und sogar Eltern riskieren Strafen, wenn sie Partei ergreifen.

In anonymen Interviews und Videotagebüchern berichten 45 junge russische Homosexuelle von ihren Diskriminierungserfahrungen und ihrem Kampf gegen die sexuelle Steinzeit in Russland.

Das Material stammt von dem Webprojekt „Children 404“, das 2013 von der Journalistin Lena Klimova ins Leben gerufen wurde und sich nach den „error 404 – page not found“-Benachrichtigungen benannt hat. Die Teampremiere des Films in Moskau wurde von der Polizei aufgelöst.

»Ein wichtiges, essenzielles Werk« (Toronto Film Scene)
Preisträger 2014 beim Hamburger Filmfestival: „Der politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung“.

15. Oktober 2015, 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

PRIVATE REVOLUTIONS – JUNG, WEIBLICH, ÄGYPTISCH

PRjwa_SharbatAbdallah1Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International in der Reihe Politische Entwicklungen:

PRIVATE REVOLUTIONS
JUNG, WEIBLICH, ÄGYPTISCH

Doku, Regie: Alexandra Schneider, AT 2014, 98 min, DCP, OmU, FSK: beantragt

PRIVATE REVOLUTIONS: Ausgangspunkt für Alexandra Schneiders Dokumentation war der arabische Frühling, genauer die Proteste auf dem Tahir-Platz im Zentrum Kairos. Mit der Zeit rückte ihr Fokus allerdings immer mehr auf ihre vier weiblichen Protagonistinnen, die sie zwei Jahre lang in ihrem Kampf um persönliche Freiheit und bei ihrem politischen Aktivismus begleitete.

Das sind die unverheiratete Amani, die mit ihrem Radiosender für Frauenrechte kämpft, Fatema, die mit den Muslimbrüdern sympathisiert und sich gleichzeitig um ihre Familie kümmern muss, die Nubierin May, die ein Entwicklungsprojekt im konservativen Süden Ägyptens aufbaut und Sharbat, die mit ihren Kindern unermüdlich gegen das Regime protestiert.

„Unter den vielen Dokumentarfilmen, die sich mit der Tahrir-Revolution beschäftigen, gebührt dieser Würdigung der weiblichen Seite auch wegen ihrer unvoreingenommenen und geduldigen Beobachtung ein besonderer Platz.“  Silvia Hallensleben, www.epd-film.de

Donnerstag 08.10.15, 17:30 Uhr
Freitag         09.10.15, 18.00 Uhr
Samstag      10.10.15, 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 € 

Murnau-Filmtheater. Murnaustraße 6. 65189 WiesbadenMurnau_Filmtheater_Logo_4c

THE LOOK OF SILENCE

SILENCE_Glasses FittingDie Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International

THE LOOK OF SILENCE

Doku, Regie: Joshua Oppenheimer, DK/Indonesien/USA/DE 2014, 103 min, DCP, OmU, FSK: ab 12

The Look of Silence führt den Dokumentarfilmer Joshua Oppenheimer zurück nach Indonesien. Hier hatte er bereits mit seiner Doku The Act of Killing (2012) das Massaker der Militärdiktatur in den 1960er Jahren an vermeintlichen Kommunisten beleuchtet und dabei die Täter in den Vordergrund gestellt.

Innerhalb von weniger als einem Jahr, wurden nach dem Militärputsch 1965 eine ungeklärte Anzahl von Menschen ermordet. Schätzungen reichen von einer halben Millionen bis hin zu mehreren Millionen. Paramilitärs, deren Reihen sich aus Verbrechern und Kriminellen zusammensetzten, wurden damals vom indonesischen Volk und der Regierung wie Helden verehrt und sind sich auch 50 Jahre später noch keiner Schuld bewusst.

The Look of Silence wendet sich der anderen Seite des damaligen Genozids zu, nämlich den Opfer-Familien. Sie wohnen noch immer Tür an Tür mit den Tätern, die damals ihre Angehörigen töteten und die sie auch heute noch auf die eine oder andere Weise unterjochen. Joshua Oppenheimer fragt diese Mütter, Kinder und Überlebende nach ihren Gefühlen in Bezug auf das, was damals geschehen ist. Darüber hinaus will er wissen, wie die Betroffenen heute mit diesen Ereignissen umgehen.

„The Look of Silence ist tiefgründig, visionär und überwältigend“                                                                                                                                          (Werner Herzog, Filmregisseur)

Donnerstag  01.10.15 um 20.15 Uhr
Samstag       03.10.15 um 18.00 Uhr
Sonntag       04.10.15 um 18.00 Uhr

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater. Murnaustraße 6. 65189 Wiesbaden

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Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992

© Dr. Dagmar SchultzIn Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem frauen museum wiesbaden zeigen wir:

Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992

Regie: Dagmar Schultz, DE 2012, 84 min, Blu-ray, OmU, FSK: ab 6

Audre Lorde, die einflussreiche, preisgekrönte afro-amerikanische, lesbische Dichterin lebte und lehrte in den 1980er Jahren in West-Berlin. Während ihres Aufenthaltes als Gastprofessorin, wurde sie zur entscheidenden Mentorin und Initiatorin der Afro-Deutschen Bewegung. Die weißen Deutschen forderte sie dazu heraus, die Bedeutung ihrer weißen Privilegien zu erkennen und mit Unterschiedlichkeiten auf konstruktive Weise umzugehen.
Audre Lordes prägnante, leidenschaftliche und immer brillianten Texte und Vorträge definierten und inspirierten in den 1970ern und 1980ern feministische, lesbische, Afro-Amerikanische und “women of color Bewegungen“ in den USA, sowie weltweit. Audre Lorde – the Berlin Years 1984 to 1992 dokumentiert ein bisher unbekanntes Kapitel aus Lordes Leben: ihren Einfluss auf die politische und kulturelle Szene in Deutschland in einem Jahrzehnt tiefen sozialen Wandels.
Zum ersten Mal erlauben persönliche Video- und Audioaufzeichnungen von Dagmar Schultz einen tiefen Blick in das Leben der privaten Audre Lorde, als auch in ihr Ziel, dass Afro-Deutsche sich gegenseitig erkennen und verbinden.

30. September 2015 um 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden