Filmabend zu Kolumbien: „Mateo“ am 19. Oktober

Quelle: Alpha Violet, Paris

Zusammen mit Peace Brigades International laden wir Sie herzlich ein zum 

Filmabend  Kolumbien: „Mateo“
Die Kraft der Kunst schwächt die Gewalt in Kolumbien

Mateo, 16, sammelt Erpressungsgelder von Ladenbesitzern in Barrancabermeja im Auftrag seines Onkels, eines lokalen Verbrechers. Er verwendet sein Gehalt, um seiner Mutter zu helfen, die das unrechtmäßig erworbene Geld aus Not akzeptiert.

Um seinen Wert zu beweisen, willigte Mateo ein, eine lokale Theatergruppe zu infiltrieren, um die politischen Aktivitäten seiner Mitglieder aufzudecken.

Als er von dem kreativen Lebensstil der Truppe in den Bann gezogen wird, eskaliert die Lage, da sein Onkel immer wieder belastenden Informationen über die Schauspieler fordert. Unter Druck muss Mateo schwierige Entscheidungen treffen.

In dieser Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, finden Mateo und seine Mutter ihre Würde wieder, als sie sich der Gefahr stellen, an der etablierten Hierarchie des bewaffneten Konflikts in Kolumbien zu zweifeln.

Eine Hommage an die Gruppen, die sich für die Rückkehr eines dauerhaften Friedens in Kolumbien einsetzen und darum kämpfen, ihre Würde und ihren Respekt für Ihr Leben wiederzuerlangen.

Anschließend Gespräch und Diskussion mit Katharina Möbs-Pizarro, die für pbi anderthalb Jahre in Barrancabermeja im Einsatz war.

Drama, Co/Fr; 2014; 86 min.; FSK: ab 16; spanisch mit englischen Untertiteln; Regisseurin: Maria Gamboa; mit Miriam Gutierrez, Carlos Hernández, Felipe Botero, Samuel Lazcano

Eintritt frei
Freitag, 19.10.2018, 19 Uhr
Infoladen Linker Projekte
Blücherstrasse 46, Hinterhof
65195 Wiesbaden

Filmabende: Eldorado

Foto: Peter Indergand, Majestic/zero one film

Am 11., 12. und 13. Mai 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Eldorado

Es ist eine Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang begleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Markus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht.

70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben.

Ausgehend von seiner persönlichen Begegnung mit dem italienischen Flüchtlingskind Giovanna im 2. Weltkrieg erzählt Markus Imhoof, wie Flüchtlinge und Migranten heute behandelt werden: auf dem Mittelmeer, in Italien und in der Schweiz.

„Ein angenehm nüchterner, empathischer und persönlicher Film über die Flüchtlingssituation.“ (filmstarts.de)

„Das Einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“

Wiesbadener Erstaufführung
Regie: Markus Imhoof, DE/CH 2018, 95 min, DCP, DF, FSK: ab 6

Freitag, 11.5. um 20.15 Uhr
Samstag, 12.5. um 18 Uhr
Sonntag, 13.5. um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

FILM: RESIDENZPFLICHT

Quelle: residenzpflichtdoc.com

Quelle: residenzpflichtdoc.com

Im Rahmen von „Wir in Wiesbaden” zeigen wir in Kooperation mit der HLZ, dem Trägerkreis “Wir in Wiesbaden” und dem Murnau-Filmtheater:

RESIDENZPFLICHT

Doku, Regie: Denise Garcia Bergt, Deutschland 2012, 71 min.

Seit 20 Jahren kämpfen Flüchtlinge gegen die Residenzpflicht und damit gegen die systematische Ausgrenzungspolitik des deutschen Staates. Der Dokumentarfilm „Residenzpflicht“ begleitet einige Flüchtlinge bei dieser Auseinandersetzung und ist somit eine Analyse aus Sicht der Flüchtlinge, die gezwungen sind, in einer fast hermetischen Welt zu leben. Es ist mehr als fraglich, ob diese Lebensbedingungen mit den Menschenrechten vereinbar sind.

Der im Film dargestellte Kampf gegen die Residenzpflicht zeigte in den letzten Jahren erste Erfolge. Nachdem selbstorganisierte Initiativen kontinuierlich gegen das Gesetz vorgegangen sind, beschloss 2009 erstmals die brandenburgische Regierung eine Erweiterung des Aufenthaltsbereichs für geflüchtete Menschen.

Dies hatte eine Signalwirkung für andere Bundesländer, die nach und nach ebenfalls die Restriktionen lockerten. In diesen Ländern zeichnete sich eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität für viele Flüchtlinge ab: Die Polizeikontrollen ließen nach, Fahrten in andere Landeskreise wurden selbstverständlich.

Dennoch können Geflüchtete ihren Wohnort nicht frei wählen. Selbst jene, die ein Arbeits- oder Bildungsangebot in einem anderen Landkreis oder Bundesland bekommen, können dies in der Regel nicht annehmen und bleiben an die Wohnsitzauflage und an ein Leben in Flüchtlingslagern gebunden. Der Kampf gegen die Residenzpflicht und die Wohnsitzauflage muss weitergehen.

Filmgespräch und Diskussion mit Regisseurin und Produzentin Denise Garcia Bergt

Freitag 02.12.16, 20:15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden 

 

Filmabende: Son of Saul

 Sony Pictures Releasing GmbH

Sony Pictures Releasing GmbH

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International in der Reihe „Geschichte im Film“:

SON OF SAUL

Regie: László Nemes, HU 2015, 107 min, DCP, OmU, FSK: beantragt, mit Géza Röhrig, Sándor Zsótér, Marcin Czarnik

Das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Oktober 1944: Der Ungar Saul Ausländer wird gezwungen, sich einem Sonderkommando von Inhaftierten anzuschließen. Die Männer müssen den Nazis bei der Massenvernichtung der Gefangenen helfen und die Leichenberge in den Krematorien verbrennen. Bei dieser menschenverachtenden Aufgabe entdeckt Saul den Leichnam eines Jungens und „rettet“ ihn vor den Flammen. Als das Sonderkommando eine Rebellion plant, versucht Saul das Unmögliche: Er will den Leichnam einem Rabbi übergeben und dem Junge somit eine menschenwürdige Bestattung ermöglichen.

Das Drama überzeugte Kritiker weltweit mit seiner eindringlichen und radikalen Darstellung der Schrecken des Holocausts und wurde damit bereits 2015 in Cannes mit dem großen Preis der Jury sowie 2016 mit dem Golden Globe und Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet..

„Das packende Holocaust-Drama des jungen Ungarn versucht, den barbarischen Horror in den Konzentrationslagern auf neuartige Weise verstörend fühlbar zu machen.“             (programmkino.de)

Donnerstag 07.04.2016 20.15 Uhr 
Sonntag 10.04.2016 18.00 Uhr 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

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