Radiosendung am 24. Oktober: “Antisemitismus in Wiesbaden”

In unserer Radiosendung am 24. Oktober haben wir Thure Alting und Paola Widmaier von Spiegelbild Wiesbaden, der Jugendorganisation des Aktiven Museums deutsch-jüdischer Geschichte, eingeladen, um mit ihnen über Antisemitismus in Wiesbaden zu sprechen.

Wer dachte, in Deutschland hätten wir Antisemitismus überwunden, wurde in den letzten Jahren eines Besseren belehrt. Die Wahrheit ist: Er war nie ganz weg. Der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 ist nur eines der jüngsten und besonders erschreckenden Zeugnisse. Tagtäglich gibt es in Deutschland – meist unbeachtet – antisemitische Beschimpfungen und Schmierereien, auch in Wiesbaden. Weiterlesen

Wiesbaden gegen die Todesstrafe: Aktion am 30. November um 17 Uhr

Quelle: privat

Am Samstag, 30. November 2019 wird die Wiesbadener Bonifatius-Kirche ab 17 Uhr in blauem Licht erstrahlen – als Zeichen gegen die Todesstrafe. Zeitgleich werden auf der ganzen Welt mehr als 2000 andere markante Gebäude blau angestrahlt. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende unterstützt die Aktion: „Nirgendwo auf der Welt darf es die Todesstrafe geben“.

Wiesbaden hat sich 2016 dem weltweiten Aktionsnetzwerk „Cities for Life – Städte für das Leben“ angeschlossen und spricht sich damit für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe aus. Auf der ganzen Welt begehen die „Cities for Life“ den 30. November als “Tag für das Leben/gegen die Todesstrafe”. Aus gutem Grund: „Die Todesstrafe ist eine nicht zu akzeptierende Strafe. Sie muss weltweit geächtet werden. Deshalb nimmt auch die Landeshauptstadt Wiesbaden an dieser wichtigen Aktion teil“, sagt Oberbürgermeister Mende. Weiterlesen

Kreuzweg in der Fastenzeit

Sind Sie schon mal einen Kreuzweg mitgegangen?

Jedes Jahr gestaltet die Gruppe 1165 St. Bonifatius einen Kreuzweg in St. Bonifatius nach der Messe um 18 Uhr. Dieses Jahr ist es am 12. April 2019 soweit. Wir gehen gemeinsam den Kreuzweg und lesen Texte aus dem eigens für diesen speziellen Kreuzweg erstellten Textheft. Die aktuellen Fälle von Menschenrechtsverletzungen, die in den Kontext zum Leiden Jesu Christi gebracht werden, beeindrucken die Teilnehmer jedes Jahr aufs Neue. Im Anschluss können Sie unsere Arbeit durch eine Unterschrift auf einer Petition unterstützen. Herzliche Einladung!

Freitag, 12. April 2019 ca. 18.30 Uhr (nach dem 18 Uhr Gottesdienst)
Eintritt frei
St. Bonifatius Kirche, Luisenstraße 27, 65185 Wiesbaden

Mahnwache für Religionsfreiheit im Iran

Altar von St. Mauritius, Wiesbaden

Eine Mahnwache für Religionsfreiheit im Iran halten der katholische Kirchort St. Mauritius und die iranischen Christen der evangelischen Auferstehungsgemeinde am Donnerstag, 28. Februar um 18 Uhr an der St. Mauritius-Kirche Wiesbaden, Abeggstraße 37.

Die Gemeinden machen damit auf das Schicksal religiös Verfolgter in der Islamischen Republik Iran aufmerksam. Dort werden zum Christentum übergetretene Menschen ebenso wie Angehörige der Bahai-Religion wegen ihres Glaubens immer wieder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Auch die Verfolgung der Bahais im Jemen, eine Folge der iranischen Beteilung am dortigen Bürgerkrieg, wird Thema sein. „Als Christen müssen wir für die Religionsfreiheit aller Menschen eintreten“ erklärt dazu Roland Falk, Pfarrer der Auferstehungsgemeinde. Weiterlesen

Filmabende: Eldorado

Foto: Peter Indergand, Majestic/zero one film

Am 11., 12. und 13. Mai 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Eldorado

Es ist eine Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang begleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Markus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht.

70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben.

Ausgehend von seiner persönlichen Begegnung mit dem italienischen Flüchtlingskind Giovanna im 2. Weltkrieg erzählt Markus Imhoof, wie Flüchtlinge und Migranten heute behandelt werden: auf dem Mittelmeer, in Italien und in der Schweiz.

„Ein angenehm nüchterner, empathischer und persönlicher Film über die Flüchtlingssituation.“ (filmstarts.de)

„Das Einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“

Wiesbadener Erstaufführung
Regie: Markus Imhoof, DE/CH 2018, 95 min, DCP, DF, FSK: ab 6

Freitag, 11.5. um 20.15 Uhr
Samstag, 12.5. um 18 Uhr
Sonntag, 13.5. um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

„Lebensläufer“ – Szenische Lesung am 10. Dezember

Quelle: Claudia Dilay Hauf

Quelle: Claudia Dilay Hauf

2016 erreichten tausende geflüchtete Menschen unser Land. Tausende geflüchtete Menschen erreichten Deutschland aber auch während des Zweiten Weltkrieges und in der Zeit danach. Was passiert, wenn sich Menschen aus diesen beiden Gruppen kennenlernen und sich über ihr Leben und ihre Fluchtgeschichten austauschen? Davon erzählt die Lesung „Lebensläufer“ des gleichnamigen Projektes, das Brieffreundschaften zwischen jungen und alten Menschen mit Fluchtgeschichte angestoßen hat.

Die Idee dahinter: Ob des gleichen Schicksals begegnen sich die beiden Gruppen mit emphatischem Blick und Wertschätzung füreinander. In der Praxis mussten jedoch viele Schwierigkeiten überwunden werden. Behörden und Institutionen schirmen junge Geflüchtete ab; zudem haben viele der jungen Menschen Angst über ihre Fluchtgeschichte zu sprechen. Gleichzeitig verspürt die ältere Generation zum Teil eine gewisse Bitterkeit angesichts der großen Hilfsbereitschaft, die den aktuell Geflüchteten entgegengebracht wird. Denn sie selbst erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg keine Willkommenskultur, sondern oft Ablehnung und einen Mangel an Wertschätzung der Gesellschaft gegenüber der eigenen Fluchtgeschichte.

Die Lesung des Brachland-Ensembles erzählt von der Bürokratie, die mal Antrieb und mal Bremse bedeuten kann; sie berichtet über Menschen, die sehr viel zu sagen haben, aber (noch) nicht gehört werden, bis hin zu den tatsächlichen Begegnungen zwischen zwei Generationen und ihren Geschichten, für die sich die Reise von „Lebensläufer” gelohnt hat … und noch weiter geht.

Sonntag, 10. Dezember 2017 um 19.30 Uhr
Villa Schnitzler, Biebricher Allee 42, 65187 Wiesbaden
Eintritt frei

Veranstalter:
Amnesty International Wiesbaden, vhs Wiesbaden e.V., Freiwilligenzentrum Wiesbaden, Flüchtlingsrat Wiesbaden