Filmabende: Global Family

© imFilm Agentur + Vertrieb

Am 17. und 19. August 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Global Family

Familie Shaash lebt auf der ganzen Welt verteilt. Der Bürgerkrieg in Somalia, der im Jahr 1989 ausbrach, hat sie dazu gezwungen. Darunter ist auch Captan, der als Fußballspieler und Politiker Berühmtheit und Beliebtheit erlangte und kurz vor Ausbruch des Krieges nach Deutschland flüchten konnte, wo viele andere Schutzsuchende ebenfalls hingekommen sind. Plötzlich muss die Familienälteste, Imra (88), ihr Exil in Äthiopien verlassen. Ihre Enkelin Yasmin, die in Deutschland aufgewachsen ist, setzt alles daran, eine neue Heimat für Imra zu finden…

„Der Dokumentarfilm von Melanie Andernach und Andreas Köhler gibt dem heiß debattierten Thema Familienzusammenführung ein lebendiges Gesicht, geht in seinen Fragen aber weit über solche Aktualität hinaus.“ (epd-Film)

„So wirkt der von Klaviermusik untermalte GLOBAL FAMILY wie eine geerdete Variante zur breit angelegten Doku HUMAN FLOW von Ai Weiwei. Wo Weiwei das Schicksal Geflüchteter von oben festhielt, blicken Andernach und Köhler ihren Protagonisten schmucklos über die Schulter.“ (programmkino.de)

Gewinner „Bester Dokumentarfilm“ auf dem Max-Ophüls Festival 2018.

Regie: Melanie Andernach, Andreas Köhler, DE/CA/ET/IT 2018, 95 min, DCP, OmU, FSK: ab 0

Freitag, 17.8. um 18 Uhr (OmU)
Sonntag, 19.8. um 20.15 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: Zentralflughafen THF

© Juan Sarmiento

Am 12., 13. und 14. Juli zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Zentralflughafen THF

Seit Herbst 2015 dienen einige Hangars des Flughafens Berlin-Tempelhof als Flüchtlingsnotunterkunft. Der Syrer Ibrahim und der Iraker Qutaiba träumen mit mehr als 2000 Geflüchteten davon, endlich anzukommen. Doch auch Touristen besuchen das benachbarte Tempelhofer Feld weiterhin. Zwei Welten an einem Ort.

“Berührend und unaufgeregt zeigt der Regisseur Karim Aïnouz den Alltag in der Flüchtlingsnotunterkunft des Berliner Flughafens Tempelhof. Mit zärtlichem Blick und dabei stets auf Augenhöhe erzählt er von den Menschen in den Hangars, lässt sie ihre dramatischen Geschichten erzählen und zeigt ihre schwierige Lebenssituation”, begründet die Amnesty-Jury ihre Entscheidung, der Dokumentation den Amnesty-Filmpreis auf der diesjährigen Berlinale zu verleihen.

“Wir begegnen Ibrahim, der als Jugendlicher sein Dorf in Nordsyrien nahe der türkischen Grenze verlassen musste, und Qutaiba, einem Flüchtling aus dem Irak. Ihre Geschichten und insbesondere Ibrahims Gedanken tragen uns durch den Film. Die Entscheidung für die beiden geflüchteten Männer als sympathische Hauptprotagonisten stellt dabei auf subtile Weise möglicherweise vorhandene Vorurteile des Zuschauers in Frage”, lautet die Begründung der Jury weiter.

“Mit Wärme und Humor portraitiert der Regisseur das Engagement der vielen Helfer und zeigt, wie wichtig Mitmenschlichkeit ist. Der Film lädt die Zuschauer ein, hinzusehen und mitzumachen und trägt damit eine Botschaft, die in der heutigen Zeit wichtiger ist denn je.”

„Wie schwer es ist, in dieser Situation eine neue Heimat zu finden und die Hoffnung nicht zu verlieren, zeigt Karim Ainouz in seiner sehenswerten, sehr genau beobachteten Dokumentation.“ (programmkino.de)

„Regisseur Karim Aïnouz gelingt es in seiner dokumentarischen Studie der Situation auf dem Flughafen Tempelhof 2016/17 vorzüglich, verschiedene Schicksale und Perspektiven zu einer dichten und vielschichtigen Ansicht zu verweben.“ (epd Film)

Regie: Karim Aïnouz, DE/FR/BR 2017, 101 min, DCP, OmU, FSK: ab 0

Diskussion im Anschluss am 13.7. mit Dr. Ines Welge (Hessischer Flüchtlingsrat und Beauftragte der evangelischen Landeskirche Hessen und Nassau für Kirchenasyl)

Donnerstag, 12.7. um 18.00 Uhr (OmU)
Freitag, 13.7. um 20:15 Uhr (OmU) mit Diskussion im Anschluss
Samstag, 14.7. um 18.00 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabend: Deportation Class

© PIER 53 Filmproduktion 2017

© PIER 53 Filmproduktion 2017

Bei der Veranstaltungsreihe “Wir in Wiesbaden” zeigen wir am 15. November 2017 um 20.15 Uhr den Dokumentarfilm  

DEPORTATION CLASS

2016 Nachts, 3.30 Uhr, Friedland, Mecklenburg-Vorpommern. Gezim J., 42 Jahre alt, ein Jahr in Deutschland, steht in Unterhose und Unterhemd mit seiner Familie im Flur der kleinen Wohnung vor einem Aufgebot aus Polizei und Beamten der Ausländerbehörde. Nicht zu vergessen der Innenminister des Landes, Lorenz Caffier, CDU. Es wird Recht vollzogen.

Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation “Deportation Class” von Carsten Rau und Hauke Wendler in erschreckend nüchternen Bildern.

Dieser Film ist herzzerreißend (…) Was den Film so traurig und erschütternd macht, sind weniger die Geschichten der Menschen, es ist der behördliche Umgang mit ihnen und das klare Bewusstsein, dass sich hier etwas ändern muss. Dringend. Und dazu gehört, dass möglichst viele Menschen über die Abschiebepraktiken informiert werden.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Ines Welge vom Hessischen Flüchtlingsrat statt.

Regie: Carsten Rau und Hauke Wendler, D 2016, 85 MINUTEN, OMU, FSK: AB 12

Mittwoch 15. November 2017 um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro/ 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL Wiesbaden, Hessischer Flüchtlingsrat, Volkshochschule Wiesbaden, Murnau Filmtheater

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WIR IN WIESBADEN

Ausstellung und Vernissage: “Asyl ist Menschenrecht”

Gegenwärtig sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als je zuvor. Darunter befinden sich viele, die besonders verletzbar sind: Kinder, Schwangere, Alte und Kranke. Sie sind Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung, von Diskriminierung, Not und Perspektivlosigkeit.

Die Ausstellung zeigt die Hintergründe und Zusammenhänge hinter den Flüchtlingszahlen. Wie ist die Situation in den Kriegs- und Krisengebieten, was geschieht entlang der Fluchtrouten, wie reagiert die Europäische Union, wie verhalten sich die einzelnen Mitgliedsstaaten? Weitere Fragestellungen drehen sich um die Aufnahmebedingungen und Perspektiven für Flüchtlinge in Deutschland, die Entwicklungen in der Zivilgesellschaft und leider auch die Konfrontation mit der gefährlich anwachsenden rassistischen Hetze und Gewalt.

Freitag 3. November bis Mittwoch 31. Januar 2018,
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30 – 20 Uhr

Volkshochschule Wiesbaden, Foyer vhs-Haus B,
Alcide-De-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

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Vernissage und Podiumsdiskussion am 10. November
Mit dabei:

Freitag, 10. November 2017, 18.30 Uhr
Volkshochschule Wiesbaden, Foyer vhs-Haus B,
Alcide-De-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL Wiesbaden, Volkshochschule Wiesbaden, Murnau Filmtheater

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