Filmabende: Eldorado

Foto: Peter Indergand, Majestic/zero one film

Am 11., 12. und 13. Mai 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Eldorado

Es ist eine Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang begleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Markus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht.

70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben.

Ausgehend von seiner persönlichen Begegnung mit dem italienischen Flüchtlingskind Giovanna im 2. Weltkrieg erzählt Markus Imhoof, wie Flüchtlinge und Migranten heute behandelt werden: auf dem Mittelmeer, in Italien und in der Schweiz.

„Ein angenehm nüchterner, empathischer und persönlicher Film über die Flüchtlingssituation.“ (filmstarts.de)

„Das Einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“

Wiesbadener Erstaufführung
Regie: Markus Imhoof, DE/CH 2018, 95 min, DCP, DF, FSK: ab 6

Freitag, 11.5. um 20.15 Uhr
Samstag, 12.5. um 18 Uhr
Sonntag, 13.5. um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Infostand beim Fest des DGB am 1. Mai

 

1. Mai 2018: „Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit.“

Gefangen im Netz der Unterdrückung
Irans Menschenrechtsverteidiger in Gefahr

Ismael Abdi ist Mathematiklehrer und Vorsitzender der Lehrergewerkschaft im Iran (ITTA) und Reza Shahabi (Zakaria) war Gründungsmitglied und Schatzmeister der Gewerkschaft für die Beschäftigten der staatlichen Busgesellschaft im Großraum Teheran (Sherkat-e Vahed).  Beide wurden wegen Ihres Engagement für freie Gewerkschaften und die Rechte von Arbeitern und Angestellten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Arbeiterrechte sind Menschenrechte. AI unterstützt die Gewerkschaftler im Iran bei der Verwirklichung ihres Rechtes auf Gründung unabhängiger Gewerkschaften, um auf den Tag hinzuarbeiten, an dem jedermann seine wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte genießen kann. Einschließlich des Rechtes auf gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und auf guten Standard für das Leben einer Person und seiner Familie. Ausreichende Nahrung, Kleidung, Wohnraum, Bildung und ein gutes Gesundheitssystem.

Kommen Sie zur Veranstaltung des DGB Wiesbaden und unterstützen Sie an unserem Infostand mit Ihrer Unterschrift die verfolgten Gewerkschafter im Iran.
Das Programm des DGB Festes finden sie hier.

1. Mai 2018 ab 11:00 Uhr
Kranzplatz/Kochbrunnenplatz
65183 Wiesbaden

Radiosendung am 14. April 2018: Ethisches Filmemachen? Ein Gespräch mit goEast-Leiterin Heleen Gerritsen

Heleen Gerritsen, Leiterin Filmfestival goEast © Angelika Stehle

Heleen Gerritsen, Leiterin Filmfestival goEast © Angelika Stehle

Wir freuen uns sehr, in unserer Amnesty-Radiosendung am 14. April Heleen Gerritsen,  die neue Leiterin von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films, zu Gast zu haben. Sie übernahm im Herbst 2017 die Leitung und künstlerische Verantwortung des Festivals von Gaby Babić.

Seit Jahren setzt sich goEast mit sozial spannenden Themen auseinander, zum Beispiel mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder ethischem Filmemachen. Unter anderem darüber wollen wir mit Heleen Gerritsen in unserer Livesendung sprechen. 

Wir sind seit mehreren Jahren Kooperationspartner von goEast, dass in diesem Jahr mit der 18. Ausgabe vom 18. – 24. April stattfindet.

Die Sendung läuft am 14. April um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Über goEast

Jährlich im April verwandelt goEast die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden zu einem der international wichtigsten Schauplätze für das Kino aus Mittel- und Osteuropa. Dabei adressieren die rund 100 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, die sich über sieben Festivaltage und ebenso viele Sektionen, wie zum Beispiel dem menschenrechtlich engagierten Filmprojekt OPPOSE OTHERING! verteilen, FachbesucherInnen und heimisches Kinopublikum gleichermaßen.

goEast Filmfestival

Filmabende bei goEast 2018: Es war einmal im November

Es war einmal im November

© Adam Bajerski / Kino Świat

Am 19. und 20. April zeigen wir beim goEast-Festival 2018 den Film

Es war einmal im November

Jedes Jahr wird in Polen am 11. November den Unabhängigkeitstag gefeiert – für  PatriotInnen und rechtsextreme DemonstrantInnen immer wieder Anlass für gewalttätige Ausschreitungen und Proteste. Regisseur Andrzej Jakimowski  hat in seinem Spielfilm authentisches Filmmaterial verarbeitet, das 2013 am Unabhängigkeitstag in Warschau  gedreht wurde.

Mittelpunkt ist ein autonomes, besetztes Zentrum, das von rechtsextremen Demonstranten attackiert wird. Dort haben der Jurastudent Mareczek und seine Mutter, eine Lehrerin, Unterschlupf gefunden. Durch eine brutale Änderung der städtischen Wohnungsbaupolitik wurde ihre Warschauer Wohnung zwangsgeräumt. Die Suche nach einer Unterkunft gestaltet sich sehr schwierig, da sie nicht berechtigt sind, Sozialhilfe zu empfangen. Trotz der Umstände versucht Mareczek seinen Alltag nicht entgleisen zu lassen: Er geht weiter in die Uni und trifft sich mit seiner Freundin. Entstanden ist ein beunruhigendes Porträt einer aggressiven Gesellschaft, in welcher der soziale Absturz auch für Menschen aus der Mittelschicht erschreckend real ist.

Drama, Polen 2017, 91 min., OmU, Regie Andrzej Jakimowski

Zu Gast: Regisseur Andrzej Jakimowski, Produzentin Kasia Kucia

Donnerstag, 19. April um 20.00 Uhr (dU) im Caligari
Freitag, 20. April um 17.30 Uhr im Apollo
Freitag, 20. April um 20.30 Uhr im Deutschen Filmmuseum Frankfurt

Wir empfehlen Ihnen auch die Filme der Festivalsektion OPPOSE OTHERING!, Informationen finden Sie hier. 

goEast Festival

Filmabende: Die Verlegerin

© Universal Picture

Am 5., 7. und 8. April 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Film

Die Verlegerin

Nach dem Selbstmord ihres Mannes fällt die Leitung des Familienunternehmens Washington Post Company, der auch die Tageszeitung Washington Post angehört, an Katharine Graham. Als erste Zeitungsverlegerin der USA muss Graham nicht nur lernen, sich in der Männerdomäne gegen ihren Verwaltungsrat, ihre Berater und Angestellten durchzusetzen, sondern auch eine richtungsweisende Entscheidung für das ganze Unternehmen treffen: Dem Post-Chefredakteur Ben Bradlee und seinem Reporter Ben Bagdikian werden von einem Whistleblower geheime Dokumente des US-Verteidigungsministeriums über Amerikas Rolle im Vietnam-Krieg, die sogenannten Pentagon Papers, zugespielt. Plötzlich ist Graham zwischen ihrer Verantwortung als Verlegerin und ihrem journalistischen Berufsethos hin- und hergerissen.

Das Historiendrama wurde bei den National Board of Review Awards 2017 in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks) und Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep) ausgezeichnet.

„Der Film kommentiert das Heute, in dem er vom Gestern berichtet. Er macht das spannend, unterhaltsam, mit großartigen Schauspielern. Und findet dann noch die Zeit, von etwas anderem zu erzählen: der Emanzipation einer Frau, die sich in einer Männerwelt behaupten muss!“ (programmkino.de)

„Spielbergs neuer Film ist ein Appell für Meinungs- und Pressefreiheit und vereint erstmals drei Hollywoodlegenden in der Zusammenarbeit: den Regisseur selbst, Meryl Streep in der Titelrolle und Tom Hanks als Chefredakteur Ben Bradlee. Unlängst schrieb die Washington Post diesbezüglich Icons playing icons.“ (epd-Film)

Drama, Regie: Steven Spielberg, US 2017, 117 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 6, mit Meryl Streep, Tom Hanks, Bob Odenkirk

Donnerstag, 5. April 2018 um 17.45 Uhr (DF)
Samstag, 7. April 2018 um 20.15 Uhr (OmU) mit anschließendem Filmgespräch mit Kerstin Halm, Expertin von Amnesty International zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit
Sonntag, 8. April 2018 um 17.45 Uhr (DF)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: Das Mädchen aus dem Norden

© temperclayfilm

Am 5., 6. und 8. April 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den  Film

Das Mädchen aus dem Norden

Im Schweden der 1930er-Jahre besucht die angehende Rentierzüchterin Elle Marja mit ihrer Schwester die Internatsschule in Lappland. Sie gehört dem Volk der Samen an, deren Alltag von Vorurteilen und Ausgrenzung geprägt ist. Elle Marja bemüht sich um die Anerkennung ihrer Lehrerin in der Hoffnung, so ihrem Traum von einem freien Leben näher zu kommen. Als an der Schule erniedrigende, rassen-biologische Untersuchungen durchgeführt werden, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt: Das intelligente, willensstarke und rebellische Mädchen bricht mit ihrer Familie und macht sich auf den Weg nach Uppsala, um eines neues, unabhängiges Leben zu führen.

Dieser bildgewaltige, im schwedischen Uppsala gedrehte Film wurde nach seiner umjubelten Premiere in Venedig 2017, mit dem Lux-Preis des Europäischen Parlaments und dem Europa Cinemas Label ausgezeichnet.

Ein zärtlicher und lyrischer Film!“ – Variety
„Ein eindringlich erzähltes Märchen!“ – Washington Post
„Kraftvoll!“ – New York Times

Drama, Regie: Amanda Kernell, SE/NO/DK 2017, 112 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 6, mit Lene Cecilia Sparrok, Hanna Alström, Malin Crépin

Donnerstag, 5. April 2018 um 20.15 Uhr (DF)
Freitag, 6. April 2018 um 17.45 Uhr (DF)
Sonntag, 8. April 2018 um 20.15 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden