Filmabend: Die Migrantigen

© Camino Filmverleih

Bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus in Wiesbaden zeigen wir am 23. März die Komödie:

DIE MIGRANTIGEN

Die beiden in die Gesellschaft integrierten Freunde Benny und Marko täuschen für eine TV-Doku-Serie vor, arbeitslose Kleinkriminelle mit Migrationshintergrund zu sein, bis sich das Blatt wendet und die von ihnen erfundene Wirklichkeit sie einholt.

Zwischen Gemeindebau und Streetlife: Regisseur  Arman T. Riahi schickt Faris Rahoma und Aleksandar Petrović als fantastische Hauptbesetzung durch eine aberwitzige Komödie, die der Frage nachgeht, „Was macht man so als Ausländer?“

„Die schwungvolle Sozial-Komödie kritisiert Schubladendenken, Engstirnigkeit und fehlende Toleranz. Und auch das Genre der banalen, pseudo-realistischen Doku-Soaps, bekommt sein Fett weg.“ Programmkino.de

„Die Migrantigen“ von Arman T. Riahi spielt genüsslich mit Stereotypen – und erzählt dabei von Identitätsfragen sowie dem Schubladendenken vieler Medien. Die Presse

Beim Filmfestival „Max Ophüls Preis“ wurde „Die Migrantigen“ mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Komödie; Ö 2017, 95 min, FSK ab 12 mit: Faris E. Rahoma, Aleksandar Petrovic, Doris Schretzmayer, Josef Hader, Regie: Arman T. Riahi

Freitag, 23. März 2018 um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater und der vhs Wiesbaden.

Das komplette Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Wiesbaden finden sie hier als PDF: Programmheft IWGR 2018

Filmabend: Do Not Resist – POLICE 3.0

© Vanish Films

Bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus in Wiesbaden zeigen wir am 17. März 2018 um 18 Uhr den Dokumentarfilm 

Do Not Resist – POLICE 3.0

Am 9. August 2014 kam es in der Stadt Ferguson zu einem Vorfall, bei dem der erst 18 Jahre alte Schüler und Afroamerikaner Brown von dem weißen Polizisten Wilson erschossen wurde. Anschließend kam es zu langanhaltenden, heftigen Unruhen und Demonstrationen gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt.

Ausgehend von diesem Ereignis beschäftigt sich Filmemacher Craig Atkinson in seinem Dokumentarfilm „Do Not Resist“ mit der zunehmenden Militarisierung der Polizei. Dafür begleitet er Spezialeinheiten hautnah bei ihrer Arbeit und zeigt auf, wie kriegsbewährte Taktiken und modernste Vorhersagetechnologien gegen die Bürger eingesetzt werden.

„Am Ende von Do not resist ist die einzige Frage, ob Amerika auf dem Weg zu einem Polizeistaat ist – oder es schon längst ist.“ Programmkino.de

Doku, USA 2016, 72 min, FSK ab 12,  Regie: Craig Atkinson

Samstag, 17. März 2018 um 18 Uhr
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater und der vhs Wiesbaden.

Das komplette Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Wiesbaden finden sie hier als PDF: Programmheft IWGR 2018

Filmabende: Aus dem Nichts

© Warner Bros. Pictures Germany

Am 8, 10. und 11. Februar 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den mehrfach ausgezeichneten Film

Aus dem Nichts

Als Katja die Nachricht erhält, dass ihr Mann und ihr Sohn bei einem Bombenattentat ums Leben gekommen sind, bricht für sie die ganze Welt zusammen. Wie kann so etwas passieren, mitten in Hamburg, mitten am helllichten Tag? Die Polizei vermutet einen Bandenkrieg, immerhin war Katjas Mann Türke und früher selbst in halbseidene Machenschaften verwickelt. Doch für Katja ist klar, dass nur Nazis hinter diesem feigen Anschlag stecken können. Keiner glaubt ihr – bis auf ihren Anwalt und guten Freund Danilo, mit dem sie zusammen die Verfolgung der Verdächtigen aufnimmt und sie auch tatsächlich vor Gericht bringt.

Der neue Film von Fatih Akin zieht den Zuschauer durch seine dichte Erzählweise einer erschütternden und hochaktuellen Geschichte von der ersten Minute an in seinen Bann. Mit Diane Kruger hat Akin darüber hinaus eine Hauptdarstellerin gefunden, die durch ihr ausdrucksvolles Spiel das Maximum an Nähe für Kamera und Publikum zulässt und somit ganz tief in die traumatisierte Seele der Figur blicken lässt.

„Fatih Akins AUS DEM NICHTS ist ein packend und nuanciert erzähltes Drama über Selbstjustiz, Rache und Wut. Ein aufwühlender, mutiger und beeindruckender Film.“ (Deutsche Film- und Medienbewertung)

Neben dem Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film wurde „Aus dem Nichts“ auch als bester nicht-englischsprachiger Film der Critics’ Choice Awards ausgezeichnet.

Regie: Fatih Akin, DE 2017, 106 min, DCP, DF, FSK: ab 12, mit Diane Krüger, Numan Acar, Denis Moschitto

Donnerstag, 8. Februar 2018 um 18 Uhr
Samstag, 10. Februar 2018 um 20.15 Uhr
Sonntag, 11. Februar 2018 um 18 Uhr
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Fotoausstellung: Menschen auf der Flucht

Fotoausstellung "Menschen auf der Flucht" von Amnesty International und Magnum Photos

© Magnum Photos/Amnesty International

Die Fotoausstellung „Menschen auf der Flucht“ von Amnesty International und Magnum Photos erlaubt einen Einblick in die individuellen, alltäglichen Geschichten von geflüchteten Menschen: Was heißt es, auf der Flucht zu sein? Was bedeutet es, gesellschaftlicher Umwälzung, Bedrohung und Tod zu begegnen und gezwungen zu sein, das eigene Zuhause zu verlassen, um einen sicheren Ort zu suchen?

Bei den Fotos handelt es sich um eindrucksvolle Bilder aus allen Teilen der Welt: von Syrien, Irak und Libyen über Vietnam, Hongkong und  Russland bis hin zur Türkei, Griechenland, Österreich und Frankreich. Die Fotos zeigen Momentaufnahmen der Flucht, aber auch, wie diese zum neuen Lebensalltag wird und Notlösungen zum Dauerzustand werden.

Durch die unterschiedlichen Zeitpunkte und auch Orte der Motive zeigt die Fotoausstellung, dass Flucht seit 70 Jahren ein stets gegenwärtiges Thema darstellt und sich die Gegebenheiten in den letzten sieben Jahrzehnten global gesehen kaum geändert haben.

Damals wie heute haben Fotografinnen und Fotografen vor Ort die Ereignisse dokumentiert. Die vorliegende Auswahl von Fotografien greift die folgenden Themen auf: Krieg und Chaos, Suche nach Sicherheit, Leben in Unsicherheit, Mauern und Zäune, Leben von Tag zu Tag und geteilte Verantwortung.
Mit Arbeiten von Chien-Chi Chang, Werner Bischof, David Seymour, Thomas Dworzak, u.a.

Vernissage Donnerstag, 1. Februar 2018, 18.30 Uhr

Die Ausstellung ist von 1. Februar bis 19. März 2018 zu sehen
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30 – 20 Uhr
vhs Wiesbaden, Foyer Gebäude A, Alcide-de-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

 

Radiosendung am 20. Januar 2018: Die Erfolge der Menschenrechtsarbeit

© FreeImages.com/Petr Kratochvila

© FreeImages.com/Petr Kratochvila

Wie jedes Jahr nutzen wir die erste Sendung des Jahres, um die Erfolge der Menschenrechtsarbeit des vergangenen Jahres vorzustellen. Denn es sind die positiven Nachrichten, die allen Mut machen, sich weiter für die Menschenrechte einzusetzen.

Intersexualität: Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Einführung eines dritten Geschlechts im Geburtenregister im November war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Anerkennung der Rechte intergeschlechtlicher Menschen in Deutschland.

Friedliche Machtwechsel in Westafrika: In Westafrika gab es seit 2012 mehrere friedliche Machtwechsel. So auch Anfang 2017 in Gambia und vor einigen Wochen in Liberia. Verschweigen darf man allerdings nicht, dass die abgewählten Herrscher häufig nicht für ihre Vergehen zur Rechenschaft gezogen werden.

Chelsea Manning wurde am 17. Mai freigelassen, nachdem ihre 35-jährige Freiheitsstrafe wegen Weitergabe vertraulicher Informationen im Januar durch den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama erheblich verkürzt worden war.

Türkei: Seit dem gescheiterten Putschversuch wurden mindestens 156 Medienhäuser geschlossen, etwa 2.500 Medienschaffende verloren ihre Arbeit. 120 Journalistinnen und Journalisten wurden seitdem inhaftiert. Dennoch gibt es auch Lichtblicke: Auch wenn die Verfahren noch nicht abgeschlossen sind, einzelne Journalisten und MenschenrechtsverteidigerInnen sind frei, wie zum Beispiel die türkische Amnesty-Direktorin İdil Eser oder Peter Steudtner.

Frauenrechte in Südamerika: Aus zwei südamerikanischen Ländern gibt es Positives zu berichten: In Chile wurde der Schwangerschaftsabbruch entkriminalisiert. In Argentinien wurde entschieden, dass Fehlgeburten nicht mehr strafbar sind.

Dies sind nur einige der Erfolge aus dem Jahr 2017.

Die Amnesty Radiosendung läuft am 20. Januar um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Filmabende: Human Flow

Menschen in der Nähe von Camp Dadaab (Kenia) © 2017 Human Flow UG

Am 4. und 6. Januar 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Film Human Flow.

Rund um die Welt sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um vor Hunger, Klimawandel und Krieg zu fliehen. HUMAN FLOW ist eine epische filmische Reise des international renommierten Künstlers Ai Weiwei, in der er dieser gewaltigen Völkerwanderung ein bildgewaltiges und eindrucksvolles Gesicht gibt. Der Dokumentarfilm beleuchtet das erschütternde Ausmaß dieser Bewegung ebenso wie ihre zutiefst persönlichen Auswirkungen auf den Einzelnen.

HUMAN FLOW erscheint in einer kritischen Zeit, in der Toleranz, Mitgefühl und Vertrauen mehr denn je gebraucht werden. Der eindringliche Film ist ein Zeugnis für die Unantastbarkeit der menschlichen Würde.

„Human Flow wurde in 23 Ländern gedreht und hat eine beeindruckende Breite und eine unnachgiebige Moral, die den Film zu einer Referenz machen wird, egal wie viele Zuschauer den Film sehen.“ (The Hollywood Reporter)

Regie: Ai Weiwei, DE 2017, 140 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 6

Donnerstag 4. Januar 2018 um 20.15 Uhr
Samstag  6. Januar 2018 um 17.30 Uhr
Eintritt: 8 Euro/ 7 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden