Filmabende: Die Suffragette am 25. und 29. November

Quelle: Deutsches Filminstitut

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater und den Frauen der IG Bergbau, Chemie, Energie zeigen wir den Film

Die Suffragette

Die Engländerin Nelly kehrt gerade aus dem Internat zurück, da wird sie von ihrer Mutter mit der Suffragetten-Bewegung bekannt gemacht. Die junge Frau schließt sich ihnen begeistert an. Minister Lord Ascue, der die emanzipatorischen Bestrebungen per Gesetz unterbinden will, ist das nächste Ziel der Suffragetten. Doch als Nelly den Auftrag ausführen soll wird dieser zur Zerreißprobe zwischen ihren politischen Überzeugungen und ihrer Liebe.

Die von Asta Nielsen und Mary Scheller gespielten Hauptfiguren von Mutter und Tochter Panburne sind den britischen Suffragetten Emmeline Pankhurst und Tochter Christabel Pankhurst nachempfunden. Sie gründeten 1903 mit weiteren Frauen in Manchester die Women’s Social and Political Union, eine radikal-bürgerliche Frauenbewegung und entwickelten eine Theorie des gewaltlosen Widerstandes, die später von der Frauenbewegung in den USA übernommen wurde.

Regie: Urban Gad, DE 1913, 60 min (Fragment), Blu-ray mit eingespielter Musik von Maud Nelissen, FSK: ungeprüft, mit Asta Nielsen, Max Landa, Mary Scheller

Zur Themenseite: 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Sonntag, 25.11. um 18 Uhr
Donnerstag 29.11. um 20.15 Uhr mit Einführung durch die Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik, Murnau-Stiftung.
Eintritt: 7 €/6 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Film und Filmgespräch am 22.11. beim exground Filmfest

Jochen Range, Philippinenexperte von Amnesty International © Amnesty International

Auch in diesem Jahr sind wir wieder beim exground Filmfest mit dabei. Unser Beitrag zum Länderschwerpunkt ist ein Filmgespräch zur Menschenrechtslage auf den Philippinen.

Die Philippinen sind menschenrechtlich eine Katastrophe. Seit Rodrigo Duterte dort Präsident ist, werden Menschenrechte nach und nach abgebaut. Das Land wird zum Polizeistaat umgebaut; außergerichtliche Hinrichtungen, Folter, massive Einschränkung der Kinderrechte und der Meinungsfreiheit, Straflosigkeit von Polizei und Militär sind die Folge.

Jochen Range, Philippinen-Experte bei Amnesty International berichtet am 22. November um 19 Uhr über die Entwicklungen auf den Philippinen. 

Youth prisoners sleeping on the floor, in their cramped cell in a jail
Credit: Hazel Thompson / eyevine.

Im Anschluss läuft der Film:

YIELD

Eine ethnografische Studie über fünf Jahre. Sie dokumentiert das Leben von neun Kindern unter den Bedingungen der „Dritten Welt“. YIELD spart sich Einleitungen. Schufterei ist hier das Übersetzungsverfahren für namenlose Gesichter, Handlungen und Orte. Dies ist der Status quo, in den die Kinder hineingeboren werden: unnachgiebige Umstände, unter denen sie irgendwie aufwachsen müssen. Eine forsche Parade im Stil des „Direct Cinema“.

R: Toshihiko Uriu und Victor „Onin“ Delotavo Tagaro, Philippinen 2017, 93 Min. Omd+eU

Vortrag am Donnerstag, 22.11.2018 um 19 Uhr
Eintritt: frei
Foyer im Murnau-Filmtheater

Film am Donnerstag, 22.11.2018 um 20 Uhr
Eintritt: 8€/7 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Warum wir hier sind – Reisegeschichten aus unserer Welt am 7. November

Gemeinsam mit dem Kinderzentrum Wellritzhof, dem Jugendzentrum Georg-Buch-Haus, Kubis e.V., MasterPeace Wiesbaden und dem Flüchtlingsrat Wiesbaden laden wir herzlich ein zur 

Musikalischen Lesung: Warum wir hier sind –  Reisegeschichten aus unserer Welt

Von der ersten Liebe in Pakistan, über die Hürden des Deutschlernens in der neuen Heimat und Kriegsgeschehnisse in Syrien, bis zu einer Agentengeschichte erzählen die in Wiesbaden gelandeten AutorInnen aus Syrien, Somalia, Jemen, Albanien, Afghanistan und Äthiopien ihre Geschichten. Begleitet wird der Abend von MusikerInnen aus unterschiedlichen Ländern.

© MasterPeace Wiesbaden

Es sind erstaunliche, spannende und berührende Texte, die in dem Buch „Warum wir hier sind“ erschienen sind. Entstanden sind die Texte in dem Projekt „Storytelling for Change“, das 2017 von Kristine Tauch (Diplom-Pädagogin und Mitgründerin von MasterPeace in Wiesbaden) initiiert wurde und das Einheimische und Geflüchtete zusammengebrachte.

An diesem Abend werden zu hören sein:

  • Wozifa Khalil: Sie liest aus ihrer berührenden, in Äthiopien beginnenden, Geschichte: „Mein Kind ist mein Leuchtturm“.
  • Bledion Vladi: Er ist mit seiner Familie aus Albanien gekommen, ist Mitgründer von MasterPeace Wiesbaden, Student, hat das Projekt mitorganisiert sowie seine Geschichte im Buch veröffentlicht, in der es um das „Ankommen“ geht.
  • Nero hat die Geschichte „Zumindest hat er es versucht“ geschrieben, ist den Schrecken des Krieges in Syrien entflohen und wohnt nun in Wiesbaden.
  • Sam Zara kommt aus Syrien, beginnt bald eine Ausbildung in Wiesbaden. Aus seiner Geschichte stammt der schöne Satz: Ein Mensch kann nicht frei sein, wenn er seine Geschichte nicht erzählen darf. Er liest gemeinsam mit seiner Sprachpatin Christine Diez.
  • Fahim Ehsani, 16 Jahre: Von ihm stammt die Geschichte „Kindheit auf der Durchreise“. Seine Sprachpatin, Kristine Tauch, liest und er spielt Flöte.
  • Christine Diez: Die ehemalige Deutschlehrerin spielt Klavier, ist auch Schauspielerin und war Sprachpatin im Projekt.
  • Mohammed Moradi spielt Gitarre und singt. Er ist ein jugendlicher syrischer Musiker, der mit seiner Familie nach Deutschland gekommen ist.

Mittwoch 7.11.18 um 19 Uhr
Eintritt: Frei
Ein Kulturstube Westend Special im
Kinderzentrum Wellritzhof, Wellritzstrasse 21, 65183 Wiesbaden

Die Menschenrechte in XXL: Unser Lieblingsbuch auf dem Luisenplatz

 © Amnesty International

© Amnesty International

In diesem Jahr können wir alle ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ wird 70 Jahre alt. Jedoch werden die Menschenrechte zunehmend von vielen Seiten angegriffen. Regierungen sehen sie nicht mehr als verbindlich an und sprechen einzelnen gesellschaftlichen Gruppen systematisch ihre Rechte ab.

Dabei gilt nach wie vor ungeschränkt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Dieser erste Satz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) sichert jedem Menschen gleiche Rechte und Freiheiten zu – weltweit und unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Anschauung, sozialem Status, ethnischer und sozialer Herkunft.

Mit einer XXL-Version unseres „Lieblingsbuchs“ möchten wir daher im Jubiläumsjahr die Aufmerksamkeit auf dieses einzigartige Dokument lenken.

Wir laden herzlich ein zur

Enthüllung der XXL-Version der Menschenrechtserklärung
am 24. Oktober um 16 Uhr auf dem Luisenplatz
.

Stadtrat Christoph Manjura, Leiter des Dezernats für Soziales, Bildung, Wohnen und Integration wird als Vertreter der Stadt Wiesbaden anwesend sein.

Für die Menschenrechte müssen wir auch heute noch kämpfen. Wir brauchen die Unterstützung jeder und jedes Einzelnen, um ihren Schutz einzufordern. Denn Menschenrechte sind nichts ohne die, die sie hochhalten.

XXL-Version der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
24. Oktober bis 21. November 2018
auf dem Luisenplatz Wiesbaden

Infostände von Amnesty International am
24.10. / 25.10. / 27.10. / 03.11. und 10.11.

© Amnesty International

Radiosendung am 27. Oktober: Der Iran und Menschenrechte, eine Farce!

Quelle: Pixabay/Creative Commons CC0

Quelle: Pixabay/Creative Commons CC0

Der Iran, ein rohstoffreiches, aufstrebendes Land! Jedoch, die Jugend demonstriert gegen die Diktatur! Dabei greift die Theokratie mit harter Hand durch. Truppen des Regimes gehen mit brutaler Gewalt und Massenverhaftungen gegen die Demonstranten vor.

Den Religionsführern sind Menschenrechte nicht wichtig. So kommt es neben Missmanagement, Korruption und Machtmissbrauch auch zu ungezählten Verstößen gegen die Menschenrechte.

Die Diskriminierung der Frau ist allgegenwärtig. Es gilt eine strenge Kleidervorschrift: Haare und Körper der Frau sollen vollständig bedeckt werden. Die Sittenpolizei zwingt die Frauen mit Gewalt das Kopftuch zu tragen. Und sogar die Präsenz der Frauen in der Öffentlichkeit wird beschränkt. Beispielsweise ist es den Frauen seit der islamischen Revolution verboten in Sportstadien zu gehen.

Die fehlende Religionsfreiheit führt zum Beispiel zu Zerstörung von heiligen Stätten der Bahá’í, der Sunniten und der Sufis, darunter Friedhöfe und Gebetsstätten. Die Bahá’í können Ihren Glauben nur im geheimen leben, werden am gesellschaftlichen Fortkommen gehindert und durch mediale Hetzkampagnen verfolgt.

Die Todesstrafe ist an der Tagesordnung, es kommt zu öffentlichen Hinrichtungen, sogar an Jugendlichen unter 18 Jahren. Selbst im letzten Jahr wurden über 500 Menschen hingerichtet.

Die Amnesty Gruppe 1165 arbeitet seit 2016 zu Menschenrechtsverletzungen im Iran und hat dabei Erfahrungen gemacht, über die sie in unserer Radiosendung sprechen wird.

Die Sendung läuft am 27. Oktober um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Filmabend zu Kolumbien: „Mateo“ am 19. Oktober

Quelle: Alpha Violet, Paris

Zusammen mit Peace Brigades International laden wir Sie herzlich ein zum 

Filmabend  Kolumbien: „Mateo“
Die Kraft der Kunst schwächt die Gewalt in Kolumbien

Mateo, 16, sammelt Erpressungsgelder von Ladenbesitzern in Barrancabermeja im Auftrag seines Onkels, eines lokalen Verbrechers. Er verwendet sein Gehalt, um seiner Mutter zu helfen, die das unrechtmäßig erworbene Geld aus Not akzeptiert.

Um seinen Wert zu beweisen, willigte Mateo ein, eine lokale Theatergruppe zu infiltrieren, um die politischen Aktivitäten seiner Mitglieder aufzudecken.

Als er von dem kreativen Lebensstil der Truppe in den Bann gezogen wird, eskaliert die Lage, da sein Onkel immer wieder belastenden Informationen über die Schauspieler fordert. Unter Druck muss Mateo schwierige Entscheidungen treffen.

In dieser Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, finden Mateo und seine Mutter ihre Würde wieder, als sie sich der Gefahr stellen, an der etablierten Hierarchie des bewaffneten Konflikts in Kolumbien zu zweifeln.

Eine Hommage an die Gruppen, die sich für die Rückkehr eines dauerhaften Friedens in Kolumbien einsetzen und darum kämpfen, ihre Würde und ihren Respekt für Ihr Leben wiederzuerlangen.

Anschließend Gespräch und Diskussion mit Katharina Möbs-Pizarro, die für pbi anderthalb Jahre in Barrancabermeja im Einsatz war.

Drama, Co/Fr; 2014; 86 min.; FSK: ab 16; spanisch mit englischen Untertiteln; Regisseurin: Maria Gamboa; mit Miriam Gutierrez, Carlos Hernández, Felipe Botero, Samuel Lazcano

Eintritt frei
Freitag, 19.10.2018, 19 Uhr
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Blücherstrasse 46, Hinterhof
65195 Wiesbaden