Die Menschenrechte in XXL: Unser Lieblingsbuch auf dem Luisenplatz

 © Amnesty International

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In diesem Jahr können wir alle ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ wird 70 Jahre alt. Jedoch werden die Menschenrechte zunehmend von vielen Seiten angegriffen. Regierungen sehen sie nicht mehr als verbindlich an und sprechen einzelnen gesellschaftlichen Gruppen systematisch ihre Rechte ab.

Dabei gilt nach wie vor ungeschränkt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Dieser erste Satz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) sichert jedem Menschen gleiche Rechte und Freiheiten zu – weltweit und unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Anschauung, sozialem Status, ethnischer und sozialer Herkunft.

Mit einer XXL-Version unseres „Lieblingsbuchs“ möchten wir daher im Jubiläumsjahr die Aufmerksamkeit auf dieses einzigartige Dokument lenken.

Wir laden herzlich ein zur

Enthüllung der XXL-Version der Menschenrechtserklärung
am 24. Oktober um 16 Uhr auf dem Luisenplatz
.

Stadtrat Christoph Manjura, Leiter des Dezernats für Soziales, Bildung, Wohnen und Integration wird als Vertreter der Stadt Wiesbaden anwesend sein.

Für die Menschenrechte müssen wir auch heute noch kämpfen. Wir brauchen die Unterstützung jeder und jedes Einzelnen, um ihren Schutz einzufordern. Denn Menschenrechte sind nichts ohne die, die sie hochhalten.

XXL-Version der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
24. Oktober bis 21. November 2018
auf dem Luisenplatz Wiesbaden

Infostände von Amnesty International am
24.10. / 25.10. / 27.10. / 03.11. und 10.11.

© Amnesty International

Radiosendung am 27. Oktober: Der Iran und Menschenrechte, eine Farce!

Quelle: Pixabay/Creative Commons CC0

Quelle: Pixabay/Creative Commons CC0

Der Iran, ein rohstoffreiches, aufstrebendes Land! Jedoch, die Jugend demonstriert gegen die Diktatur! Dabei greift die Theokratie mit harter Hand durch. Truppen des Regimes gehen mit brutaler Gewalt und Massenverhaftungen gegen die Demonstranten vor.

Den Religionsführern sind Menschenrechte nicht wichtig. So kommt es neben Missmanagement, Korruption und Machtmissbrauch auch zu ungezählten Verstößen gegen die Menschenrechte.

Die Diskriminierung der Frau ist allgegenwärtig. Es gilt eine strenge Kleidervorschrift: Haare und Körper der Frau sollen vollständig bedeckt werden. Die Sittenpolizei zwingt die Frauen mit Gewalt das Kopftuch zu tragen. Und sogar die Präsenz der Frauen in der Öffentlichkeit wird beschränkt. Beispielsweise ist es den Frauen seit der islamischen Revolution verboten in Sportstadien zu gehen.

Die fehlende Religionsfreiheit führt zum Beispiel zu Zerstörung von heiligen Stätten der Bahá’í, der Sunniten und der Sufis, darunter Friedhöfe und Gebetsstätten. Die Bahá’í können Ihren Glauben nur im geheimen leben, werden am gesellschaftlichen Fortkommen gehindert und durch mediale Hetzkampagnen verfolgt.

Die Todesstrafe ist an der Tagesordnung, es kommt zu öffentlichen Hinrichtungen, sogar an Jugendlichen unter 18 Jahren. Selbst im letzten Jahr wurden über 500 Menschen hingerichtet.

Die Amnesty Gruppe 1165 arbeitet seit 2016 zu Menschenrechtsverletzungen im Iran und hat dabei Erfahrungen gemacht, über die sie in unserer Radiosendung sprechen wird.

Die Sendung läuft am 27. Oktober um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Filmabende: Silvana

© Mantaray-Film

Am 23., 24. und 26. August 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater und dem Schlachthof Wiesbaden den Kinofilm

Silvana

Silvana Imam ist eine schwedische Punk-Rapperin mit litauischen und syrischen Wurzeln. Sie kämpft mit ihren kompromisslosen Texten für Feminismus und gegen jedwede Form von Repression und Rassismus. So wurde sie zur Ikone der jungen Generation in Skandinavien.

Der Film begleitet sie über mehrere Jahre und zeigt neben ihrem Aufstieg von der Underground-Künstlerin zum Star auch ihre ersten großen Chart-Erfolge und den Beginn ihrer Liebesbeziehung zur schwedischen Pop-Künstlerin Beatrice Eli. Der Erfolg und die Rolle der starken Frau, die Silvana von den Medien aufgedrückt bekommt, führen zum Zusammenbruch. Silvana zieht sich 2016 aus der Öffentlichkeit zurück, nutzt die Auszeit um sich als Künstlerin neu zu erfinden und wagt ein kraftvolles Comeback.

„Die rebellische Aggressivität des Hip-Hop muss nicht zwangsläufig mit der großen Machopose einhergehen. Sie kann auch feministische Werte propagieren, die lesbische Liebe preisen und für eine offene Gesellschaft eintreten. Damit ist die Rapperin Silvana Imam in Schweden zum Star avanciert.“ (Kino-Zeit)

Regie: Mika Gustafson, Olivia Kastebring, Christina Tsiobanelis, SE 2018, 91 min, DCP, OmU, FSK: beantragt

Donnerstag, 23.08. um 18 Uhr (OmU)
Freitag, 24.08. um 20.15 Uhr (OmU)
Sonntag, 26.08. um 20.15 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Infostand beim CSD am 2. Juni 2018

© CSD Wiesbaden.

Unter dem Motto „Einfach für Alle“ sind wir auch in diesem Jahr beim Christopher Street Day (CSD) in Wiesbaden dabei: Ab 14 Uhr findet Ihr unseren Infostand auf dem CSD-Sommerfest im Kulturpark am Schlachthof.

Diskriminierung, Homosexuellenfeindlichkeit und das scharfe Vorgehen Russlands gegen „nicht-traditionelle“ sexuelle Beziehungen haben in Teilen der ehemaligen Sowjetunion zu besorgniserregend starker Feindseligkeit gegenüber Personen und Gruppen geführt, die sich für LGBTI-Rechte stark machen. Zu diesem Schluss kommt Amnesty International in dem neuen Bericht „Less equal: LGBTI human rights defenders in Armenia, Belarus, Kazakhstan, and Kyrgyzstan„.

In Finnland setzen wir uns für nötige Reformen für Trans*Menschen ein, deren Leben dort immer noch von großen bürokratischen Hindernissen geprägt ist.

CSD Wiesbaden am 2. Juni 2018
14 Uhr: Start der Demonstration am Warmen Damm
16 Uhr: CSD-Sommerfest im Kulturpark am Schlachthof
22 Uhr: CSD-Party im Schlachthof auf 3 Floors (Tickets an der Abendkasse)

Infostand beim Fest des DGB am 1. Mai

 

1. Mai 2018: „Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit.“

Gefangen im Netz der Unterdrückung
Irans Menschenrechtsverteidiger in Gefahr

Ismael Abdi ist Mathematiklehrer und Vorsitzender der Lehrergewerkschaft im Iran (ITTA) und Reza Shahabi (Zakaria) war Gründungsmitglied und Schatzmeister der Gewerkschaft für die Beschäftigten der staatlichen Busgesellschaft im Großraum Teheran (Sherkat-e Vahed).  Beide wurden wegen Ihres Engagement für freie Gewerkschaften und die Rechte von Arbeitern und Angestellten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Arbeiterrechte sind Menschenrechte. AI unterstützt die Gewerkschaftler im Iran bei der Verwirklichung ihres Rechtes auf Gründung unabhängiger Gewerkschaften, um auf den Tag hinzuarbeiten, an dem jedermann seine wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte genießen kann. Einschließlich des Rechtes auf gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und auf guten Standard für das Leben einer Person und seiner Familie. Ausreichende Nahrung, Kleidung, Wohnraum, Bildung und ein gutes Gesundheitssystem.

Kommen Sie zur Veranstaltung des DGB Wiesbaden und unterstützen Sie an unserem Infostand mit Ihrer Unterschrift die verfolgten Gewerkschafter im Iran.
Das Programm des DGB Festes finden sie hier.

1. Mai 2018 ab 11:00 Uhr
Kranzplatz/Kochbrunnenplatz
65183 Wiesbaden

Radiosendung am 14. April 2018: Ethisches Filmemachen? Ein Gespräch mit goEast-Leiterin Heleen Gerritsen

Heleen Gerritsen, Leiterin Filmfestival goEast © Angelika Stehle

Heleen Gerritsen, Leiterin Filmfestival goEast © Angelika Stehle

Wir freuen uns sehr, in unserer Amnesty-Radiosendung am 14. April Heleen Gerritsen,  die neue Leiterin von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films, zu Gast zu haben. Sie übernahm im Herbst 2017 die Leitung und künstlerische Verantwortung des Festivals von Gaby Babić.

Seit Jahren setzt sich goEast mit sozial spannenden Themen auseinander, zum Beispiel mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder ethischem Filmemachen. Unter anderem darüber wollen wir mit Heleen Gerritsen in unserer Livesendung sprechen. 

Wir sind seit mehreren Jahren Kooperationspartner von goEast, dass in diesem Jahr mit der 18. Ausgabe vom 18. – 24. April stattfindet.

Die Sendung läuft am 14. April um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Über goEast

Jährlich im April verwandelt goEast die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden zu einem der international wichtigsten Schauplätze für das Kino aus Mittel- und Osteuropa. Dabei adressieren die rund 100 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, die sich über sieben Festivaltage und ebenso viele Sektionen, wie zum Beispiel dem menschenrechtlich engagierten Filmprojekt OPPOSE OTHERING! verteilen, FachbesucherInnen und heimisches Kinopublikum gleichermaßen.

goEast Filmfestival