Die Wiesbadener Amnesty-Gruppen stellen sich vor, bieten interessante Veranstaltungen und Aktionen zum Mitmachen – online oder in der Gruppe. Sei dabei.
Folter gehört zu den schlimmsten Schrecken, die sich der Mensch für den Menschen ausgedacht hat. Wer einen anderen foltert, fügt ihm nicht nur Schmerzen zu, sondern verwandelt ihn in ein Objekt.
Folter ist verboten. Immer und überall. Das Folterverbot gilt unter allen Umständen für jeden Menschen in jedem Land der Erde, im Krieg und im Frieden. Im Jahr 1984 haben die Vereinten Nationen die Antifolterkonvention verabschiedet, die inzwischen von 164 Staaten der Welt ratifiziert wurde. Weiterlesen →
Jedes Jahr gestaltet die Gruppe 1165 St. Bonifatius einen Kreuzweg in St. Bonifatius nach der Messe um 18 Uhr. Dieses Jahr ist es am 12. April 2019 soweit. Wir gehen gemeinsam den Kreuzweg und lesen Texte aus dem eigens für diesen speziellen Kreuzweg erstellten Textheft. Die aktuellen Fälle von Menschenrechtsverletzungen, die in den Kontext zum Leiden Jesu Christi gebracht werden, beeindrucken die Teilnehmer jedes Jahr aufs Neue. Im Anschluss können Sie unsere Arbeit durch eine Unterschrift auf einer Petition unterstützen. Herzliche Einladung!
Freitag, 12. April 2019 ca. 18.30 Uhr (nach dem 18 Uhr Gottesdienst) Eintritt frei St. Bonifatius Kirche, Luisenstraße 27, 65185 Wiesbaden
Eine Mahnwache für Religionsfreiheit im Iran halten der katholische Kirchort St. Mauritius und die iranischen Christen der evangelischen Auferstehungsgemeinde am Donnerstag, 28. Februar um 18 Uhr an der St. Mauritius-Kirche Wiesbaden, Abeggstraße 37.
Die Gemeinden machen damit auf das Schicksal religiös Verfolgter in der Islamischen Republik Iran aufmerksam. Dort werden zum Christentum übergetretene Menschen ebenso wie Angehörige der Bahai-Religion wegen ihres Glaubens immer wieder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Auch die Verfolgung der Bahais im Jemen, eine Folge der iranischen Beteilung am dortigen Bürgerkrieg, wird Thema sein. „Als Christen müssen wir für die Religionsfreiheit aller Menschen eintreten“ erklärt dazu Roland Falk, Pfarrer der Auferstehungsgemeinde. Weiterlesen →
In unserer ersten Radiosendung 2019 werden wir mit Kerstin Halm, Expertin von Amnesty International zum Thema Meinungsfreiheit über die Lage in Bangladesch sprechen. Dort werden nach wie vor bedeutende Grundsätze der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sträflich vernachlässigt. Sowohl bewaffnete Gruppen als auch die Regierung bedrohen unter anderem die Meinungsfreiheit.
Blogger, Buchautoren und Verleger, die in Bangladesch in Fragen der Religion oder Politik öffentlich ihre Meinung vertreten, werden seit 2013 vermehrt von bewaffneten Gruppen bedroht und verfolgt. Mehrere von ihnen wurden bereits getötet.
Die dortigen Behörden verweigern ihnen den notwendigen Schutz vor Angriffen und tragen durch Diffamierungen zusätzlich zur Gewalt bei. Die Regierung selbst unterdrückt mit repressiven Gesetzen die Meinungs- und Pressefreiheit.
Zum Nachhören:
Die Sendung lief am Samstag 19. Januar 2019 um 17 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch als Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.
Gemeinsam mit der “Initiative gegen die Todesstrafe” und dem Staatstheater Wiesbaden laden wir ein zur Lesung
Leben im Todestrakt. Erfahrungsberichte, Gedichte, Essays von Insassen der Todeszellen in den USA.
„Wir haben auch gute Tage. An manchen Tagen fühle ich mich, als ob mein Geist sich durch Treibsand schleppt. Manchmal regnet die Traurigkeit herab wie ein Monsun“, schreibt Paul Brown, Insasse des Todestraktes im Central Prison von Raleigh (North Carolina, USA) in einem Gedicht.
So wie Paul Brown schreiben auch andere zum Tode verurteilte Menschen im Gefängnis ihre Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte auf. Es sind Innenansichten von Menschen und Orten, über die zwar viel gesprochen wird, aber doch wenig bekannt ist. Die Initiative gegen die Todesstrafe e.V. hat diese Erfahrungsberichte gesammelt und in einem Buch veröffentlicht.
Vom Leben im Todestrakt zeugen Briefe, Gedichte und Kurzgeschichten der rund 40 Gefangenen, die über die konkreten Haftbedingungen in amerikanischen Gefängnissen berichten. Dabei ist nicht nur die Vielfalt der äußeren Form der Beiträge bemerkenswert, sondern auch die inhaltliche Bandbreite, die von Depression und Verzweiflung auf der einen bis zu Versöhnung und tiefem inneren Frieden auf der anderen Seite reicht.
Schauspieler des Staatstheaters lesen Beiträge der Gefangenen sowie Texte von Dumas, Dostojewski und Kafka.
Freitag 18. Januar 2019 um 20 Uhr im Studio Eintritt frei Hessisches Staatstheater Wiesbaden Christian-Zais-Straße 3 65189 Wiesbaden
Wir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater die britische Dokumentation:
Syria’s Disappeared ‒ The Case against Assad
Die Fotografien, die der Nürnberger Menschenrechtspreisträger von 2017 mit dem Decknamen Caesar aus Syrien schmuggelte, sind schockierend. Sie zeigen Tausende Opfer des Terrorregimes, die Caesar als forensischer Militärfotograf im Auftrag der Regierung akribisch dokumentiert hatte.
Die britische Dokumentarfilmerin Sara Afshar akzeptierte nicht, dass die Fotos der ausgemergelten, geschundenen und zerschlissenen Körper so wenig wahrgenommen wurden. Zusammen mit Überlebenden der Foltergefängnisse, mit Hinterbliebenen der Opfer, mit Anwälten und Ermittlern von Menschenrechtsorganisationen trägt sie in ihrem Film „Syria’s Disappeared – The Case against Assad“ erschütternde Beweismittel zusammen. In nur fünfzig Minuten verwebt sie eine große Anzahl an Zeugenaussagen, Dokumenten und Fotos zu einem wuchtigen Argument gegen die Tatenlosigkeit.
Regie: Sara Afshar, 50 min., GB, 2017
Unzählige Gefangene sitzen weiter in syrischen Gefängnissen, werden gefoltert und sterben.
Im Anschluss an den Film laden wir herzlich ein zu einem Filmgespräch mit Diskussion ein. Dazu wird Sarah Schießl-Weidenweber, Expertin von Amnesty International Deutschland zum Thema Folter, anwesend sein.
Freitag, 18. Januar 2019 um 20.15 Uhr Eintritt: 7 €/6 € Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden
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