Der Imker – Kinoabende am 4. und 18. April 2014

Der Imker

In Der Imker zeichnet  Regisseur Mano Khalil ein berührendes Portrait von Ibrahim Gezer.

Die Wirren des türkisch-kurdischen Krieges haben ihm alles genommen: seine Frau und Kinder, seine Heimat und mit seinen über fünfhundert Bienenvölkern auch die Lebensgrundlage. Geblieben ist ihm nur seine Liebe zu den Bienen sowie das unerschütterliche Vertrauen in die Weisheit des Lebens und das Gute im Menschen, egal wo er herkommt.

In der Schweiz, seiner neuen Asylheimat, wird er vom Räderwerk der Bürokratie erfasst, in eine winzige Stadtwohnung einquartiert und dem Montageband einer Behindertenwerkstatt zugeteilt. Die Geschichte erzählt, wie der Imker trotz schwerer Schicksalsschläge sein Vertrauen in die Menschen bewahrt und wieder zu seiner Leidenschaft, den Bienen, zurückfindet…

Der Dokumentarfilm des syrisch-kurdischen Regisseurs Mano Khalil über das Schicksal und Leben eines kurdischen Imkers im schweizer Asyl schafft Verständnis für Menschen, die als Migranten oder Flüchtlinge Zuflucht bei uns suchen. Für ihr Schicksal, für ihre besonderen Fähigkeiten und für ihre Schwierigkeiten, bei uns Fuß zu fassen. Er zeigt ihre Würde und Menschlichkeit, und ruft dazu auf, sich für sie einzusetzen.

„Ein wunderbares kleines Glanzstück, das Hoffnung gibt und seine Zuschauer mit einem guten Gefühl aus dem Kino entlässt.“ kino.de

Freitag 04.04.2014 20.00 Uhr
Freitag 18.04.2014 17.30 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Caligari Filmbühne, Marktplatz 9, 65183 Wiesbadem
 

In Kooperation mit dem Kulturamt Wiesbaden-Caligari FilmBühne

 

Kolumbien – Vertreter der Friedensgemeinde San José de Apartadó berichten

Kolumbien – Vertreter der Friedensgemeinde San José de Apartadó besuchen Wiesbaden

Seit ihrer Gründung im März 1997 ist die Friedensgemeinde San José de Apartadó im Departement Antioquia Opfer von vielfachen Menschenrechtsverletzungen durch armeeseitig unterstützte Paramilitärs, Mitgliedern von bewaffneten Gruppen und Mitgliedern von Guerillagruppen. Es kam im Laufe der Jahre zu mehr als 500 Menschenrechtsverletzungen wie Entführungen, Vergewaltigungen und Vertreibungen vom eigenen Land. Mindestens 185 Menschen bezahlten ihr Friedensengagement mit dem Leben.

Die im Jahr 2007 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnete

Gemeinde duldet keine Waffen und keine Gewalt in ihrem Dorf, egal von welcher Seite. Die Mitglieder lehnen es ab, Waffen zu tragen und Informationen oder logistische Unterstützung an irgendeine der Konfliktparteien zu geben. Im Gegenzug verlangt die Gemeinde, dass die Konfliktparteien ihre Siedlungen nicht betreten und ihre Entscheidung zur Neutralität respektieren. Diese klare Absage an die Gewalt bleibt für die Menschen nicht ohne Folgen. Da bei den bewaffneten Gruppen der Grundsatz gilt »Wer nicht für mich ist, ist gegen mich«.

 Aus der Gemeinde zu Gast sind:

 Jesus Emilio Tuberquia Zapata ist eine der historischen Führungspersönlichkeiten der Gemeinde, Mitglied im Gemeinderat und legaler Vertreter der Gemeinde. Er wurde in der Vergangenheit immer wieder bedroht und war Mordanschlägen ausgesetzt.

 Arley Antonio Tuberquia Usuga hat an einem Film mitgewirkt, in dem das Massaker in San José de Apartadó im Februar 2005, bei dem 8 Personen auf brutale Weise umgebracht wurden, dokumentiert wird.

 Die beiden Gäste werden über die derzeitigen Friedensverhandlungen in Havanna ebenso sprechen, wie über den Vormarsch des Paramilitarismus und des Drogenhandels sowie über das Thema Straflosigkeit. Es soll jedoch auch ein Einblick in das Alltagsleben in einer nicht alltäglichen Gemeinde gegeben werden.

 Zur Einführung zeigen wir einen kurzen Dokumentarfilm von Ede Müller, zabriskyFILM

 Mittwoch, 30. Oktober 2013 um 20.00 Uhr

Restaurant Café de Colombia,
Emser Straße 44, 65195 Wiesbaden.
Eintritt frei

 

5 Jahre Leben: Kinoabend am 21. und 26.06.2013

5 Jahre Leben (Bild: Zorro Film) 5 JAHRE LEBEN basiert auf der wahren Geschichte des Deutsch-Türken Murat Kurnaz, der insgesamt fünf Jahre als Gefangener der USA in Afghanistan und Guantanamo inhaftiert war. Der Film ist nicht nur die Chronik eines unvorstellbaren Missbrauchs, sondern zeigt auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat. 

Zugleich schildert der Film das Duell zweier außergewöhnlich starker Persönlichkeiten. Auf der einen Seite: Murat Kurnaz, der seinem Leben einen neuen Sinn geben wollte, als er sich dem Islam zuwandte und nach dem 11. September nach Pakistan aufbrach, um eine Koranschule zu besuchen. Auf der anderen Seite: Gail Holford, Verhörspezialist der US-Regierung, der alle Tricks von Manipulation bis Einschüchterung beherrscht und dessen Hauptziel es ist, Kurnaz ein Geständnis zu entlocken. Aber Kurnaz hat nichts zu gestehen. Er ist unschuldig. So verstreichen Monate – Monate voller psychischer und physischer Folter – bis Kurnaz begreift, dass seine Weigerung, ein Geständnis zu unterzeichnen, das Einzige ist, was ihm bleibt.

Murat Kurnaz‘ Geschichte wirft nicht nur große Zweifel auf an der Rechtsstaatlichkeit unserer westlichen Welt, der Film konfrontiert den Zuschauer auf eindringliche Art und Weise mit der eigenen Wahrnehmung und Bewertung.

Ausgezeichnet von der Interfilmjury und der Jugendjury auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis.

D/F 2013, 95 Min., deutsch-englische OmU, FSK: ab 12, mit Sascha Alexander Gersak, Ben Miles, Buch und Regie: Stefan Schaller, Kamera: Armin Franzen, Musik: Enik

Freitag 21.06.2013 um 18 Uhr und
Mittwoch 26.06.2013 um 18 Uhr
in der Caligari Filmbühne, Marktplatz 9, 65183 Wiesbaden
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Veranstalter: Kulturamt Wiesbaden-FilmBühne Caligari

An beiden Abenden sind wir mit einem Infotisch mit Informationen und Aktionen zu Guantanamo und zum Internationalen Tag des Folteropfers vertreten. Wir würden uns sehr freuen, Euch dort zu begrüßen.

„Wir für Demokratie – Tag und Nacht für Toleranz“ am 16.4.2013

wir-fuer-demokratieAmnesty Wiesbaden macht mit bei der Nacht für Toleranz im Schlachthof Wiesbaden. Ab 19 Uhr sind wir mit einem Infostand dabei, um Toleranz und Vielfalt zu erleben.

An diesem Abend soll es darum gehen, „unseren Traum einer bunten, toleranten und den Menschenrechten verpflichteten Gesellschaft zu leben“, so die Ankündigung des Schlachthof-Teams.

Party für Toleranz im Salon der Schlachthof-Halle

Allein das musikalische Programm ist schon sehr vielversprechend: Rotfront (emigranski raggamuffin), eine Berliner Band um den Russendisko-DJ und Musiker Yuriy Gurzhy, ist die wohl bekannteste Band ihres Genres in Deutschland. Sie singen auf Englisch, Deutsch, Russisch und Ungarisch und verbinden Rock, Hip-Hop, Dancehall, Reggae, Ska oder Klezmer.

Die Band Turbo Sapienowa aus Gießen spielt eine Kombination aus treibenden Balkan-Beats und Gypsy-Klezmer. Unterstützt werden die beiden Bands vom türkisch-ukrainischen, muslimisch-jüdischen DJ Team Schwarzmeer BBQ.

Neben Amnesty International sind unter anderem auch der Flüchtlingsrat Wiesbaden, Warmes Wiesbaden, Vielfalt tut gut Biebrich, Aktives Museum Spiegelgasse und Viva con agua vertreten.

Tag und Nacht für Toleranz findet bundesweit statt

„Wir für Demokratie“ ist eine gemeinsame Aktion des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) am 16. April 2013. An diesem Tag soll ein deutliches Zeichen gesetzt werden – für Toleranz und gesellschaftliche Vielfalt.

Mama Illegal: Amnesty-Kinoabend am 14. und 15.4.2013

milSie leben unter uns und bleiben dennoch unsichtbar. Sie putzen unser Klo, machen unsere Betten und pflegen unsere Eltern. Wir lassen sie in unser Haus, doch kaum jemand kennt ihre Geschichte. Aurica, Raia und Nataşa, drei junge Mütter verlassen die bittere Armut Moldawiens, um illegal in Österreich und Italien als Putzfrauen zu arbeiten. Während diese Frauen getrennt von ihren Familien und ihrer Heimat dem Traum von einem besseren Leben folgen, wachsen ihre Kinder alleine auf. Geprägt durch traditionelle Rollenbilder sehen sich die Familien mit einer neuen Lebensrealität konfrontiert: Die Frauen als Alleinverdienerinnen, die Männer verantwortlich für die Hausarbeit. 

Über sieben Jahre begleitete Ed Moschitz die Frauen mit der Kamera und schuf  eine einfühlsame Langzeitstudie über Arbeitsmigration und Geschlechterrollen.

Wir zeigen MAMA ILLEGAL als Kooperationspartner von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films an folgenden beiden Tagen:

Sonntag 14.4. um 20 Uhr im goEast-Festivalzentrum, Casino-Gebäude,
Friedrichstraße 22in Wiesbaden.

Anschließend Filmgespräch mit Regisseur Ed Moschitz, Marie Weber, Asylreferentin von Amnesty International und Andrea Diefenbach, Fotografin der Ausstellung „Land ohne Eltern“. 

Montag 15.4. um 20 Uhr im Kino Palatin, Hintere Bleiche 6-8 in Mainz

Anschließend Filmgespräch mit Marie Weber, Asylreferentin von Amnesty International und Andrea Diefenbach, Fotografin der Ausstellung „Land ohne Eltern“

Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Doku, Österreich 2011, 95 min, Blu-ray, colour, Regie: Ed Moschitz, Buch: Ed Moschitz, Kamera: Sandra Merseburger, Radu Bostan, Michael Svec, Michael Schindegger, Manfred Aistleitner, Robert Holzinger, Schnitt: Alexandra Löwy,
Musik: Zdob şi Zdub, Produzent: Michael Seeber, Arash T. Riahi

Amnesty-Kinoabend am 26.11.2012: Call Me Kuchu

David Katu, Uganda, Darsteller in Call Me KuchuSeit Jahren versuchen christlich-religiöse Gruppen in Uganda ein verschärftes Anti-Homosexualitäts-Gesetz durchzusetzen, das Haftstrafen für Homosexuelle und in „schweren Fällen“ sogar die Todesstrafe vorsieht. David Kato, Menschenrechtsaktivist und der erste offen schwul lebende Mann Ugandas, und seine MitstreiterInnen versuchen, das mit allen Mitteln zu stoppen. Am Amnesty-Kinoabend zeigen wir den Film „Call Me Kuchu“, der ihren Kampf gegen die Hetze der Presse und der ugandischen Regierung dokumentiert. Die brutale Ermordung Katos während der Dreharbeiten im Januar 2011 erschüttert die Gemeinschaft zutiefst und gibt dem Anliegen der Aktivisten eine noch stärkere, traurige Dringlichkeit. Nach weltweiten Protesten wird der Gesetzesentwurf vorläufig zurückgezogen, nur um ihn nach Abebben der Proteste im Februar 2012 erneut ins Parlament einzubringen. Der Ausgang der Debatte ist noch offen.

Call Me Kuchu wurde auf der diesjährigen Berlinale mit dem entwicklungspolitischen Filmpreis des BMZ ‚Cinema fairbindet‘ sowie dem Dokumentarfilm-Teddy ausgezeichnet.

Montag, 26.11.2012 um 20.00 Uhr

in der Caligari Filmbühne, Marktplatz 9, 65183 Wiesbaden, Eintritt: 6 €/5 €. Mit einer kurzen Einführung und anschließender Diskussion.

Doku, Uganda/USA 2012, 90 Min., FSK: ab 12,  OmU, Regie: Malika Zouhali-Worrall, Katherine Fairfax Wright, mit David Kato Kisule, Naome Ruzindana, Stosh Mugisha.

Eine Veranstaltung des Deutschen Filminstitut, Homonale – das schwul-lesbische Filmfestival Wiesbaden (come out! e.V).und Amnesty International Wiesbaden