goEast> 2017: Der Prozess: Der Staat Russland gegen Oleg Sentsov

© Marx Film

In Kooperation mit goEast > Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films laden wir herzlich ein für den 1. Mai 2017 um 16 Uhr zum Film:

Der Prozess: Der Staat Russland gegen Oleg Sentsov

Seit 2014 sitzt Oleg Sentsov im Gefängnis. Dem ukrainischen Filmregisseur wird die Planung terroristischer Handlungen vorgeworfen. Hintergrund dieser Anklage ist sein politisches Engagement auf dem Euromaidan und seine Kritik an der russischen Regierung. Zwei Jahre später im Gerichtssaal in Rostow am Don dann das äußerst fragwürdige Urteil: 20 Jahre Haft im sibirischen Straflager. Askold Kurov dokumentiert in seinem Film das Gerichtsverfahren und stellt gleichzeitig die Absurdität des Spektakels heraus. Zudem werden die Bemühungen von Familie, FreundInnen, AnwältInnen und auch die Solidarität von berühmten FilmemacherInnen im Kampf um Sentsovs Freiheit beleuchtet. Angesichts der Rigorosität russischer Staatsjustiz beeindruckt der unbeirrbare Mut von Sentsov und seinen MitstreiterInnen auf bewegende Weise.

In Anwesenheit von Regisseur Askold Kurov und Produzent Maxim Tuula

Doku, 71 min., Estland / Polen / Tschechische Republik, 2017, OMeU, Regie: Askold Kurov

Eintritt: 7 € / 6 €
Montag 01.05.2017, 16 Uhr
Caligari FilmBühne
Marktplatz 9
65183 Wiesbaden

Gerne weisen wir Sie auch auf folgende Filme hin:

© Waystone Film

FC Roma

Der FC Roma kämpft mehr gegen Diskriminierung als gegen andere Fußballteams. Denn in der Unterliga weigern sich viele Vereine mit den Roma zu spielen. Wenn doch einmal ein Match stattfindet, entladen sich die Vorurteile auf dem Platz. Die beiden Trainer sind hoch engagiert: Sie wollen ihre Jungs von Drogen fernhalten, ihnen Mut machen, das Gemeinschaftsgefühl stärken. Jedoch führt die Ablehnung der Mehrheitsgesellschaft, mit der sie sich immer wieder konfrontiert sehen, zu viel Frustration. Ein vielschichtiger und intelligenter Dokumentarfilm über den tief verwurzelten Alltagsrassismus in Tschechien, der die Roma regelmäßig im Abseits stehen lässt.

Doku, 76 min., Tschechische Republik, 2016, OmeU, Regie: Rozálie Kohoutová,
Tomáš Bojar

Eintritt: 7 € / 6 €
Donnerstag 27.04.2017, 20 Uhr
Apollo Kinocenter
Moritzstraße 6
65185 Wiesbaden

 

© Tatyana Chistova

Überzeugungen

Der Dokumentarfilm begleitet die Versuche vier junger Männer den russischen Militärdienst zu umgehen. Um Zivildienst leisten zu dürfen, müssen sie die Mitglieder einer Kommission überzeugen. Roman, Lyosha, Victor und Johnny haben verschiedene Gründe und Wege, dies zu tun. Während wir ihren Argumenten folgen, kommen wir in Kontakt mit LGBT-Aktivismus, literarischen und politischen Auseinandersetzungen und persönlichen Erfahrungen, die den pazifistischen Überzeugungen der Protagonisten ein festes Fundament in einer militarisierten Gesellschaft geben. Ein Film, der auf Widerstand gegen ein repressiv-chauvinistisches System hoffen lässt.

Doku, 62 Min., Russland / Polen, 2016, OmeU, Regie Tatyana Chistova

Eintritt: 7 € / 6 €
Freitag 28.04.2017, 17.30 Uhr
Festivalzentrum
Friedrichstraße 22
65185 Wiesbaden

sowie die weiteren Filme in der Kategorie „Oppose Othering“.

Amnesty-Kreuzweg in der Fastenzeit

Sind Sie schon mal einen Kreuzweg mitgegangen?

Jedes Jahr gestaltet die Gruppe 1165 St. Bonifatius einen Kreuzweg in St. Bonifatius nach der 18 Uhr Messe. Dieses Jahr ist es am 12. April 2019 soweit. Wir gehen gemeinsam den Kreuzweg und lesen Texte aus dem eigens für diesen speziellen Kreuzweg erstellten Textheft. Die aktuellen Fälle von Menschenrechtsverletzungen, die in den Kontext zum Leiden Jesu Christi  gebracht werden, beeindrucken die Teilnehmer jedes Jahr aufs Neue. Im Anschluss können Sie unsere Arbeit durch eine Unterschrift auf einer Petition unterstützen. Herzliche Einladung!

Freitag 12.04.19 ca. 18:30 Uhr (nach dem 18 Uhr Gottesdienst)
Eintritt frei
St. Bonifatius Kirche, Luisenstraße 27, 65185 Wiesbaden

Filmabend: Chocolate de Paz

© Chocolate de Paz

© Chocolate de Paz

Während der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater und Peace Brigades International am 26.03.2017 um 20.15 Uhr:    

Chocolate de Paz

Wir freuen uns sehr an diesem Abend die Produzentin und Regisseurin Gwen Burnyeat zum Filmgespräch begrüßen zu können.

Die Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien weigert sich seit ihrer Gründung 1997 Partei für eine der im bewaffneten Konflikt beteiligten Gruppen zu ergreifen – Paramilitärs, Guerillagruppen oder die Armee – und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ein Leben in Frieden. Mehr als 250 Mitglieder der Friedensgemeinde und Zivilisten, die in der Gegend wohnten, sind seitdem getötet worden oder gewaltsam verschwunden.

Chocolate de Paz beschreibt die Erfahrungen der Friedensgemeinde, die sich nicht am Konflikt beteiligen will. Er durchläuft dafür den Prozess von Anbau und Produktion von Bio-Schokolade mit Beginn der Aussaat der Kakaopflanze bis zur Verarbeitung. Kakao ist der Erzählfaden, der uns Geschichten von Gewalt und Widerstandskraft in einer Gemeinde näher bringt, die versucht, neutral gegenüber allen Gewaltakteuren des Konfliktes zu bleiben. Der Film bietet einen Ausblick der Hoffnung und belegt, dass es mit großen Schwierigkeiten möglich ist, über menschliche Beziehungen und lokalen Handel Frieden von unten aufzubauen.

Zur Einführung zeigen wir eine 13 minütige englischsprachige Dokumentation des Regisseurs und Produzenten Ede Müller von Zabrisky Film über die Friedensgemeinde aus dem Jahre 2009. Der Film skizziert die komplexen Strukturen des kolumbianischen Konfliktes und zeigt auf, wie die Friedensgemeinde durch konsequente Neutralität und Gewaltfreiheit versucht, dem Konflikt zu widerstehen und diesen aufzubrechen.

Doku, GB/CO 2016, 55 Min., OMU, Regie: Gwen Burnyeat, Pablo Mejía Trujillo

Sonntag 26.03.17, 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Zum Programm der Internationalen Wochen gegen den Rassismus in Wiesbaden.


   

Filmabend: Alles Gut

© alles-gut-film.de

© alles-gut-film.de

Während der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater am 25. März 2017 um 20.15 Uhr:

Alles Gut

Filmgespräch mit dem Produzent Carsten Rau  im Anschluss

Zum Bundesstart: Im Spätsommer 2015 spalten drei Worte ein ganzes Land: Wir schaffen das. Noch engagieren sich Millionen Bundesbürger für Asylbewerber. Aber anderswo brennen bereits die Flüchtlingsheime, die Fremdenfeindlichkeit nimmt zu und die Regierung streitet über Obergrenzen und Sprachkurse für Geflüchtete. Willkommenskultur stand gestern im Mittelpunkt, nun geht es um Integration und die Frage, wie sie gelingen kann.

ALLES GUT erzählt von zwei Kindern, die zu der Zeit mit ihren Familien nach Deutschland kommen: Djaner, 7, aus Mazedonien und Ghofran, 11, aus Syrien. Ihre Flucht endet in Hamburg, im gutbürgerlichen Stadtteil Othmarschen. Aber wie finden sich die beiden in ihrem neuen Leben zurecht?

Stimmen zum Film:
Pia Lenz hat einen wichtigen Film gedreht… der von vielen gesehen werden sollte.“ (Thomas Engel, Programmkino.de)

„Welche Folgen (…) Abschiebekommandos auch bei Kindern hinterlassen, zeigte Pia Lenz in ALLES GUT. Es sind erschütternde Dokumente, die sichtbar machen, was sonst kaum zur Kenntnis genommen wird und viele im Kinosaal fassungslos und ungläubig zurücklässt.“ (Susanne Teichmann, Berliner-Filmfestivals.de)

„Mutiger, genauer und beeindruckend intimer Blick auf die Mühen der Integration“ (TV Spielfilm)

Doku, D 2016, 95 Min., Buch/Regie/Kamera/Ton: Pia Lenz

Samstag 25. März 2017 um 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Zum Programm der Internationalen Wochen gegen den Rassismus in Wiesbaden.

Filmabend: Die letzten Männer von Aleppo (Last Men in Aleppo)

© Rise and ShineWir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater am 4. März 2017 um 20.15 Uhr:

Die letzten Männer von Aleppo (Last Men in Aleppo)

Filmgespräch mit dem Regisseur Feras Fayyad und dem Co-Regisseur Steen Johannessen im Anschluss

Im vom Krieg zerrütteten Aleppo in Syrien ist es der Syrische Zivilschutz, im Deutschen „Weißhelme“ genannt, der immer wieder all seine Kräfte aufbietet, um der Bevölkerung zu helfen. Zu den Gründungsmitgliedern der Organisation gehören Khaled, Mahmoud und Subhi, die immer zur Stelle sind, wenn Bomben einschlagen oder Anschläge verübt wurden – unter Einsatz des eigenen Lebens retten sie Menschenleben, bergen aber viel zu oft nur noch Tote an den Unglücksstellen. Für die Dokumentation „Die letzten Männer von Aleppo“ haben die Filmemacher die Arbeit der freiwilligen Helfer zwei Jahre lang begleitet, sie bei ihrem Einsatz gegen die täglichen Bedrohungen in den zerstörten Straßen, aber auch beim Kampf gegen die eigenen Ängste und für ein Stück Menschlichkeit und Hoffnung im Krisengebiet gefilmt.

Die Freiwilligenorganisation WHITE HELMETS wurde 2016 für den Friedensnobelpreis nominiert und mit dem alternativen Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die letzten Männer von Aleppo feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb des renommierten Sundance Film Festivals und gewann in der Kategorie “World Cinema Documentary” den Hauptpreis. Wir dürfen die Filmemacher auf ihrer Kino-Tour zum Bundesstart im Murnau-Filmtheater begrüßen!

Pressestimmen:
„Impressive… stunning… exceptional.“ (The Hollywood Reporter)

„One of the most incredible films I have ever been privileged to watch.“ (BBC I Associated Press)

„Just saw it, the film is a cracker. Harrowing but beautifully made.“ (Eye for Film)

„That was a REALLY hard film to watch but necessary. Still in tears….“ (Real Screen)

Regie: Feras Fayyad, Ko-Regie: Steen Johannessen, DK/SY 2017, 110 Min, DCP, OmU, FSK: beantragt

Samstag 4. März 2017 um 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Sensor-Film des Monats.

Filmabend: Where To, Miss?

© W-Film

© W-Film

In Kooperation mit dem Murnau Filmtheater zeigen wir am 19.01. um 18 Uhr, am 20.01. um 20.15 Uhr und am 21.01. um 18 Uhr den Film:

Where to, Miss?

Dass das Frauenbild in Indien nicht dem einer selbstbestimmten, emanzipierten Frau entspricht, wissen wir nicht erst seit den Nachrichten über die brutale Vergewaltigung einer Studentin im Jahr 2012. Diese Nachricht und die anschließende weltweite öffentliche Diskussion war aber der Auslöser für Regisseurin Manuela Bastian, Studentin der Filmakademie Baden-Württemberg, mit ein paar Kommilitonen einen Dokumentarfilm über die Lebenswirklichkeit indischer Frauen zu drehen.

Hier gehts zum Trailer:

Die junge Devki ist geschieden, ihr Ex-Mann hat sie geschlagen. Nun lebt sie wieder bei ihrem Vater und möchte nichts sehnlicher als Taxifahrerin werden. Selbst in der Millionenstadt Delhi ist das recht außergewöhnlich. Doch es gibt die Agentur „Women on Wheels“, die sich darauf spezialisiert hat, Frauen zu Taxifahrerinnen auszubilden. Taxis gefahren von Frauen für Frauen. Devkis Familie hat wenig Verständnis. Frauen sollen sich dem Mann unterordnen, für die Familie sorgen. Zwar verstehen sie, warum sie sich scheiden ließ, aber nun soll sie sich bitte einen neuen Mann suchen. Und dass dieser sie einen Beruf ausüben lassen wird, wird doch stark bezweifelt.

»Dieser Film ist ein kleines Wunder: Man muss immer wieder lachen mit der Protagonistin dieser Dokumentation und ist im nächsten Moment verstört und voller Wut über die unfassbaren Vorurteile, mit der ihr die indische Gesellschaft begegnet.«
Olaf Przybilla, Süddeutsche Zeitung

Auszeichnungen:
Internationale Hofer Filmtage 2015: Gewinner Granit Dokumentarfilmpreis
Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2016: Gewinner in der Kategorie Hochschule

Doku, Regie: Manuela Bastian, DE 2015, 83 min, DCP, OmU, FSK: ab 12

Donnerstag 19.01.2017, 18.00 Uhr
Freitag 20.01.17, 20.15 Uhr
Samstag 21.01.17, 18.00 Uhr

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

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