Filmabende: The Cleaners

® gebrueder beetz filmproduktion

Am 17., 18. und 20. Mai zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

The Cleaners – Im Schatten der Netzwelt

Wer sind die Menschen, die bei Facebook oder Youtube unangemessene Inhalte löschen? Und was empfinden sie bei der Ausübung dieser Tätigkeit?

Die Dokumentation enthüllt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Dort löschen zehntausende Menschen in Zehn-Stunden-Schichten im Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter und Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden so an die Content Moderatoren ausgelagert. Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie agieren, ist eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valleys.

Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung dieser traumatisierenden Arbeit verändert die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Parallel zu den Geschichten von fünf Content Moderatoren erzählt der Film von den globalen Auswirkungen der Onlinezensur und zeigt, wie Fake News und Hass durch die sozialen Netzwerke verbreitet und verstärkt werden.

The Cleaners feierte beim Sundance Film Festival 2018 in der Sektion „World Cinema Documentary Competition“ seine Weltpremiere.

„Achtundachtzig Minuten sind nicht annähernd genug Zeit, um jeden Kritikpunkt vollständig zu untersuchen, aber THE CLEANERS schafft es auf respektable Art, seine widerspenstigen Anekdoten in einen kohärenten Gedankenstrom zu bringen.“ (The Hollywood Reporter)

„Der düstere Ton, der am Anfang angeschlagen wird, mit anonymen Angestellten, die sich hinter dem Monitor verbergen, weicht dem von entsetzter Verzweiflung.“ (Variety)

Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck, DE/US 2017, 90 min, DCP, OmU, FSK: beantragt

Donnerstag, 17.5. um 20.15 Uhr (OmU)
Samstag, 18.5. um 18 Uhr (OmU)
Sonntag, 20.5. um 20.15 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: Transit

© Schramm Film/Marco Krüger

Am 17., 19. und 20. Mai zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

TRANSIT

Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg, deutscher Flüchtling, entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: Ein Manuskript, Briefe, die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft.

In Marseille darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Visa für die möglichen Aufnahmeländer werden gebraucht, Transitvisa, die raren Tickets für die Schiffspassage. Georg erinnert sich der Papiere Weidels und nimmt dessen Identität an. Und auf einmal taucht eine geheimnisvolle Frau auf, die nach ihrem Ehemann sucht: Einem Schriftsteller …

TRANSIT basiert auf dem 1942 in Marseille entstandenen gleichnamigen Roman von Anna Seghers. In einer atemberaubenden, fast schwebenden Begegnung des historischen Stoffs mit der Gegenwart des heutigen Marseille erzählt Christian Petzold die Geschichte einer großen, fast unmöglichen Liebe zwischen Flucht, Exil und der Sehnsucht nach einem Ort, der ein Zuhause ist.

In den Hauptrollen spielen Franz Rogowski (European Shooting Star 2018) und Paula Beer (nominiert zum Europäischen Filmpreis für ihre Hauptrolle in François Ozons FRANTZ).

Regie: Christian Petzold, DE/FR 2018, 101 min, DCP, DF, FSK: ab 12

Donnerstag, 17.5. um 18 Uhr 
Samstag, 19.5. um 20.15 Uhr
Sonntag, 20.5. um 18 Uhr
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: Eldorado

Foto: Peter Indergand, Majestic/zero one film

Am 11., 12. und 13. Mai 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Eldorado

Es ist eine Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang begleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Markus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht.

70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben.

Ausgehend von seiner persönlichen Begegnung mit dem italienischen Flüchtlingskind Giovanna im 2. Weltkrieg erzählt Markus Imhoof, wie Flüchtlinge und Migranten heute behandelt werden: auf dem Mittelmeer, in Italien und in der Schweiz.

„Ein angenehm nüchterner, empathischer und persönlicher Film über die Flüchtlingssituation.“ (filmstarts.de)

„Das Einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“

Wiesbadener Erstaufführung
Regie: Markus Imhoof, DE/CH 2018, 95 min, DCP, DF, FSK: ab 6

Freitag, 11.5. um 20.15 Uhr
Samstag, 12.5. um 18 Uhr
Sonntag, 13.5. um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende bei goEast 2018: Es war einmal im November

Es war einmal im November

© Adam Bajerski / Kino Świat

Am 19. und 20. April zeigen wir beim goEast-Festival 2018 den Film

Es war einmal im November

Jedes Jahr wird in Polen am 11. November den Unabhängigkeitstag gefeiert – für  PatriotInnen und rechtsextreme DemonstrantInnen immer wieder Anlass für gewalttätige Ausschreitungen und Proteste. Regisseur Andrzej Jakimowski  hat in seinem Spielfilm authentisches Filmmaterial verarbeitet, das 2013 am Unabhängigkeitstag in Warschau  gedreht wurde.

Mittelpunkt ist ein autonomes, besetztes Zentrum, das von rechtsextremen Demonstranten attackiert wird. Dort haben der Jurastudent Mareczek und seine Mutter, eine Lehrerin, Unterschlupf gefunden. Durch eine brutale Änderung der städtischen Wohnungsbaupolitik wurde ihre Warschauer Wohnung zwangsgeräumt. Die Suche nach einer Unterkunft gestaltet sich sehr schwierig, da sie nicht berechtigt sind, Sozialhilfe zu empfangen. Trotz der Umstände versucht Mareczek seinen Alltag nicht entgleisen zu lassen: Er geht weiter in die Uni und trifft sich mit seiner Freundin. Entstanden ist ein beunruhigendes Porträt einer aggressiven Gesellschaft, in welcher der soziale Absturz auch für Menschen aus der Mittelschicht erschreckend real ist.

Drama, Polen 2017, 91 min., OmU, Regie Andrzej Jakimowski

Zu Gast: Regisseur Andrzej Jakimowski, Produzentin Kasia Kucia

Donnerstag, 19. April um 20.00 Uhr (dU) im Caligari
Freitag, 20. April um 17.30 Uhr im Apollo
Freitag, 20. April um 20.30 Uhr im Deutschen Filmmuseum Frankfurt

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goEast Festival

Filmabende: Die Verlegerin

© Universal Picture

Am 5., 7. und 8. April 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Film

Die Verlegerin

Nach dem Selbstmord ihres Mannes fällt die Leitung des Familienunternehmens Washington Post Company, der auch die Tageszeitung Washington Post angehört, an Katharine Graham. Als erste Zeitungsverlegerin der USA muss Graham nicht nur lernen, sich in der Männerdomäne gegen ihren Verwaltungsrat, ihre Berater und Angestellten durchzusetzen, sondern auch eine richtungsweisende Entscheidung für das ganze Unternehmen treffen: Dem Post-Chefredakteur Ben Bradlee und seinem Reporter Ben Bagdikian werden von einem Whistleblower geheime Dokumente des US-Verteidigungsministeriums über Amerikas Rolle im Vietnam-Krieg, die sogenannten Pentagon Papers, zugespielt. Plötzlich ist Graham zwischen ihrer Verantwortung als Verlegerin und ihrem journalistischen Berufsethos hin- und hergerissen.

Das Historiendrama wurde bei den National Board of Review Awards 2017 in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks) und Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep) ausgezeichnet.

„Der Film kommentiert das Heute, in dem er vom Gestern berichtet. Er macht das spannend, unterhaltsam, mit großartigen Schauspielern. Und findet dann noch die Zeit, von etwas anderem zu erzählen: der Emanzipation einer Frau, die sich in einer Männerwelt behaupten muss!“ (programmkino.de)

„Spielbergs neuer Film ist ein Appell für Meinungs- und Pressefreiheit und vereint erstmals drei Hollywoodlegenden in der Zusammenarbeit: den Regisseur selbst, Meryl Streep in der Titelrolle und Tom Hanks als Chefredakteur Ben Bradlee. Unlängst schrieb die Washington Post diesbezüglich Icons playing icons.“ (epd-Film)

Drama, Regie: Steven Spielberg, US 2017, 117 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 6, mit Meryl Streep, Tom Hanks, Bob Odenkirk

Donnerstag, 5. April 2018 um 17.45 Uhr (DF)
Samstag, 7. April 2018 um 20.15 Uhr (OmU) mit anschließendem Filmgespräch mit Kerstin Halm, Expertin von Amnesty International zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit
Sonntag, 8. April 2018 um 17.45 Uhr (DF)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: Das Mädchen aus dem Norden

© temperclayfilm

Am 5., 6. und 8. April 2018 zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den  Film

Das Mädchen aus dem Norden

Im Schweden der 1930er-Jahre besucht die angehende Rentierzüchterin Elle Marja mit ihrer Schwester die Internatsschule in Lappland. Sie gehört dem Volk der Samen an, deren Alltag von Vorurteilen und Ausgrenzung geprägt ist. Elle Marja bemüht sich um die Anerkennung ihrer Lehrerin in der Hoffnung, so ihrem Traum von einem freien Leben näher zu kommen. Als an der Schule erniedrigende, rassen-biologische Untersuchungen durchgeführt werden, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt: Das intelligente, willensstarke und rebellische Mädchen bricht mit ihrer Familie und macht sich auf den Weg nach Uppsala, um eines neues, unabhängiges Leben zu führen.

Dieser bildgewaltige, im schwedischen Uppsala gedrehte Film wurde nach seiner umjubelten Premiere in Venedig 2017, mit dem Lux-Preis des Europäischen Parlaments und dem Europa Cinemas Label ausgezeichnet.

Ein zärtlicher und lyrischer Film!“ – Variety
„Ein eindringlich erzähltes Märchen!“ – Washington Post
„Kraftvoll!“ – New York Times

Drama, Regie: Amanda Kernell, SE/NO/DK 2017, 112 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 6, mit Lene Cecilia Sparrok, Hanna Alström, Malin Crépin

Donnerstag, 5. April 2018 um 20.15 Uhr (DF)
Freitag, 6. April 2018 um 17.45 Uhr (DF)
Sonntag, 8. April 2018 um 20.15 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden