Kino: „Der Gymnasiast“ am 06. und 07.07.

Der Gymnasiast   © Jean Louis Fernandez/Salzgeber

In Zusammenarbeit mit Warmes Wiesbaden e.V. und dem Murnau-Filmtheater zeigen wir im Rahmen des Queeren Sommers:

Der Gymnasiast

Lucas ist 17 und kann es kaum abwarten, endlich das Internat und die Provinz hinter sich zu lassen. Er will nach Paris ziehen, wo sein großer Bruder Quentin lebt. Auch sein erster Freund Oscar wird ihn nicht davon abhalten. Doch ein tragischer Unfall reißt Lucas‘ hoffnungsvollen Blick auf die Welt in Stücke. Weil selbst seine Mutter ihn nicht trösten kann, macht er sich auf nach Paris, wo er eine Woche bei Quentin und dessen Mitbewohner Lilio wohnen wird. Es werden Tage, die alles verändern werden… Weiterlesen

Kino: „Europe“ am 17. und 18.03.2022

Szene aus Europe © Grandfilm

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater:

Europe

Die Bushaltestelle „Europe“ liegt an einer Ausfallstraße der französischen Stadt Chatellerault in einem kleinen Banlieue. Ein paar Blocks, eine Brasserie, ein Kebabladen und ein Bus, der zwischen Krankenhaus und Wald, einem Naherholungsgebiet vor der Stadt pendelt. Hier lebt Zohra Hamadi, 32, deren Sommer mit dem Ende einer langen Krankengeschichte beginnt. Zum ersten Mal in ihrem Leben kann Zohra aufrecht gehen, fast schmerzfrei – sie könne ab jetzt ein ganz normales Leben führen, sagt der Arzt, dem sie ihre körperliche Freiheit verdankt. Weiterlesen

Kino: „Chichinette – wie ich zufällig Spionin wurde“ am 19. und 20. September

Marthe Cohn © 2020 missing films

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater zeigen wir am 19. und 20. September den  Film:

Chichinette – wie ich zufällig Spionin wurde

Die bisher kaum bekannte Geschichte von Marthe Cohn alias Chichinette

Die Lebensgeschichte von Marthe Cohn ist außergewöhnlich und doch bis heute kaum bekannt: In den Kriegswirren entscheidet sich die französische Jüdin alias Chichinette („kleine Nervensäge“), als Spionin der Alliierten in Nazi-Deutschland ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Ihre Mission gelingt, doch nach dem Krieg redet sie 60 Jahre lang mit niemandem über ihre Heldentaten. Heute, im Alter von 99, bereist sie mit fast manischem Eifer die Welt, um endlich ihre Geschichte mit der Allgemeinheit zu teilen und die jüngeren Generationen an die Gräuel des Nationalsozialismus zu erinnern. Weiterlesen

Kino: „Gelobt sei Gott“ am 31. Oktober, 2. und 3. November

© Pandora Film FILM Verleih

In Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater zeigen wir den Film:

Gelobt sei Gott (Grâce à Dieu)

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist … Weiterlesen

Filmabende: Marvin

© Salzgeber

Am 13. und 15. Juli zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm

Marvin

Martin Clement, geboren als Marvin Bijou, ist entkommen. Dem Dorf seiner Kindheit. Der Tyrannei seines Vaters. Der Resignation seiner Mutter. Den Schikanen seiner Geschwister und Mitschüler. Allen, die ihn nicht verstehen wollten, weil er anders war  als sie. Aber es gab auch Verbündete. Seine Lehrerin Madame Clement, die ihm die Welt des Theaters zeigte und deren Namen er voll Dankbarkeit annahm. Den Schriftsteller Abel Pinto, der ihn ermutigte, seine Geschichte aufzuschreiben. Und die Schauspielerin Isabelle Huppert, die sein Lebensstück mit ihm auf die Bühne bringen will.  Martin wird für diese Aufführung alles risikieren. Sie soll zum endgültigen Zeugnis seiner Neuerfindung werden.

Für ihr schmerzlich authentisches Porträt eines homosexuellen Jungen, der sich von seiner prekären Herkunft befreit und gegen alle sozialen und kulturellen Widerstände zu einer eigenen, künstlerischen Stimme findet, wechselt Regisseurin Anne Fontaine zwischen Marvins traumatischer Vergangenheit in der französischen Provinz und Martins verheißungsvoller Gegenwart in der Pariser Bohéme hin und her. Martins mitreißende Geschichte einer queeren Selbstermächtigung wurde vom Leben des Schriftstellers Édouard Louis inspiriert. Bei den Filmfestspielen in Venedig wurde der Film, in dem neben den Newcomern Finngan Oldfield („Nocturama“, 2016) und Jules Porier mit Isabelle Huppert und Charles Berling auch zwei Stars des französischen Kinos zu sehen sind, mit dem Queer Lion ausgezeichnet.

„Mit Rückblenden raffiniert erzählt, präsentiert sich ein bewegendes Drama um Würde und Gerechtigkeit.“ (programmkino.de)

Regie: Anne Fontaine, FR 2016, 114 min, DCP, OmU, FSK: ab 12, mit Finnegan Oldfield, Grégory Gadebois, Isabelle Huppert

Freitag, 13.7. um 17.45 Uhr (OmU)
Sonntag, 15.7. um 20.15 Uhr (OmU)
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

FILM: NUR WIR DREI GEMEINSAM (Nous trois ou rien)

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International  in der Reihe „Politische Entwicklungen“:

© NFP marketing & distribution* / Foto: Reza / Adama Pictures-Gaumont

© NFP marketing & distribution* / Foto: Reza / Adama Pictures-Gaumont

NUR WIR DREI GEMEINSAM
(Nous trois ou rien)

Regie: Kheiron, FR 2015, 102 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 12, mit Kheiron, Leïla Bekhti, Gérard Darmon, FBW: Besonders Wertvoll

Anfang der 1970er Jahre: Mit viel Mut und einer ordentlichen Portion Humor kämpft Hibat mit seiner Frau Fereshteh und anderen Gleichgesinnten gegen das brutale Schah-Regime, dann gegen die Schergen des Ayatollah Khomeinis. Als der politische Druck zu groß wird, bleibt ihnen nur die Flucht ins Ausland. Mit ihrem einjährigen Sohn Nouchi machen sich Hibat und Fereshteh auf den Weg über die Türkei nach Frankreich und landen in den sozialen Ghettos der Pariser Banlieue. Was zunächst als vorübergehende Lösung geplant ist, wird für die Familie zu einem Neuanfang.

In seinem Regiedebüt erzählt der französische Schauspieler und Komiker Kheiron die Lebensgeschichte seiner Eltern und verkörpert in der Hauptrolle seinen eigenen Vater. Der Film gewann auf dem 28th Tokyo International Film Festival den Spezialpreis der Jury und ist als Bester Debütfilm für den diesjährigen César Award nominiert.
„Grandios! Dieser Film ist viel, viel mehr als eine Flüchtlingsgeschichte, auch wenn er allein damit schon überzeugt. Denn hier kommt eine wunderbare Komödie, ein warmherziger Familienfilm, ein kämpferisches Sozialdrama – und das alles in feinster Cineastenqualität.“      (programmkino.de)

„Ein hoffnungsvoller und warmherziger Film, der glänzend unterhält und genau zur richtigen Zeit kommt, um daran zu erinnern, wie das Konzept von Integration und dem gemeinsamen Leben der Kulturen funktionieren kann.“      (FBW)

Donnerstag 18.08.16, 18.00 Uhr, 
Freitag 19.08.16, 20.30 Uhr,
Samstag 20.08.16, 18.00 Uhr,
Sonntag 21.08.16, 20.30 Uhr, 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

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