CHILDREN 404

Quelle: Rise And Shine World SalesIn Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem frauen museum wiesbaden zeigen wir:

CHILDREN 404

Doku, Regie: Pavel Loparev, Askold Kurov, RU 2014, 76 min, OmU, FSK: beantragt. Mit: 45 schwulen und lesbischen Jugendlichen aus Russland

2013 unterzeichnete Putin das Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“. Schwule und Lesben sind seither Einschüchterungen und Schikanen schutzlos ausgeliefert. Psychologen, Lehrer und sogar Eltern riskieren Strafen, wenn sie Partei ergreifen.

In anonymen Interviews und Videotagebüchern berichten 45 junge russische Homosexuelle von ihren Diskriminierungserfahrungen und ihrem Kampf gegen die sexuelle Steinzeit in Russland.

Das Material stammt von dem Webprojekt „Children 404“, das 2013 von der Journalistin Lena Klimova ins Leben gerufen wurde und sich nach den „error 404 – page not found“-Benachrichtigungen benannt hat. Die Teampremiere des Films in Moskau wurde von der Polizei aufgelöst.

»Ein wichtiges, essenzielles Werk« (Toronto Film Scene)
Preisträger 2014 beim Hamburger Filmfestival: „Der politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung“.

15. Oktober 2015, 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

PRIVATE REVOLUTIONS – JUNG, WEIBLICH, ÄGYPTISCH

PRjwa_SharbatAbdallah1Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International in der Reihe Politische Entwicklungen:

PRIVATE REVOLUTIONS
JUNG, WEIBLICH, ÄGYPTISCH

Doku, Regie: Alexandra Schneider, AT 2014, 98 min, DCP, OmU, FSK: beantragt

PRIVATE REVOLUTIONS: Ausgangspunkt für Alexandra Schneiders Dokumentation war der arabische Frühling, genauer die Proteste auf dem Tahir-Platz im Zentrum Kairos. Mit der Zeit rückte ihr Fokus allerdings immer mehr auf ihre vier weiblichen Protagonistinnen, die sie zwei Jahre lang in ihrem Kampf um persönliche Freiheit und bei ihrem politischen Aktivismus begleitete.

Das sind die unverheiratete Amani, die mit ihrem Radiosender für Frauenrechte kämpft, Fatema, die mit den Muslimbrüdern sympathisiert und sich gleichzeitig um ihre Familie kümmern muss, die Nubierin May, die ein Entwicklungsprojekt im konservativen Süden Ägyptens aufbaut und Sharbat, die mit ihren Kindern unermüdlich gegen das Regime protestiert.

„Unter den vielen Dokumentarfilmen, die sich mit der Tahrir-Revolution beschäftigen, gebührt dieser Würdigung der weiblichen Seite auch wegen ihrer unvoreingenommenen und geduldigen Beobachtung ein besonderer Platz.“  Silvia Hallensleben, www.epd-film.de

Donnerstag 08.10.15, 17:30 Uhr
Freitag         09.10.15, 18.00 Uhr
Samstag      10.10.15, 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 € 

Murnau-Filmtheater. Murnaustraße 6. 65189 WiesbadenMurnau_Filmtheater_Logo_4c

THE LOOK OF SILENCE

SILENCE_Glasses FittingDie Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International

THE LOOK OF SILENCE

Doku, Regie: Joshua Oppenheimer, DK/Indonesien/USA/DE 2014, 103 min, DCP, OmU, FSK: ab 12

The Look of Silence führt den Dokumentarfilmer Joshua Oppenheimer zurück nach Indonesien. Hier hatte er bereits mit seiner Doku The Act of Killing (2012) das Massaker der Militärdiktatur in den 1960er Jahren an vermeintlichen Kommunisten beleuchtet und dabei die Täter in den Vordergrund gestellt.

Innerhalb von weniger als einem Jahr, wurden nach dem Militärputsch 1965 eine ungeklärte Anzahl von Menschen ermordet. Schätzungen reichen von einer halben Millionen bis hin zu mehreren Millionen. Paramilitärs, deren Reihen sich aus Verbrechern und Kriminellen zusammensetzten, wurden damals vom indonesischen Volk und der Regierung wie Helden verehrt und sind sich auch 50 Jahre später noch keiner Schuld bewusst.

The Look of Silence wendet sich der anderen Seite des damaligen Genozids zu, nämlich den Opfer-Familien. Sie wohnen noch immer Tür an Tür mit den Tätern, die damals ihre Angehörigen töteten und die sie auch heute noch auf die eine oder andere Weise unterjochen. Joshua Oppenheimer fragt diese Mütter, Kinder und Überlebende nach ihren Gefühlen in Bezug auf das, was damals geschehen ist. Darüber hinaus will er wissen, wie die Betroffenen heute mit diesen Ereignissen umgehen.

„The Look of Silence ist tiefgründig, visionär und überwältigend“                                                                                                                                          (Werner Herzog, Filmregisseur)

Donnerstag  01.10.15 um 20.15 Uhr
Samstag       03.10.15 um 18.00 Uhr
Sonntag       04.10.15 um 18.00 Uhr

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater. Murnaustraße 6. 65189 Wiesbaden

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Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992

© Dr. Dagmar SchultzIn Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem frauen museum wiesbaden zeigen wir:

Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992

Regie: Dagmar Schultz, DE 2012, 84 min, Blu-ray, OmU, FSK: ab 6

Audre Lorde, die einflussreiche, preisgekrönte afro-amerikanische, lesbische Dichterin lebte und lehrte in den 1980er Jahren in West-Berlin. Während ihres Aufenthaltes als Gastprofessorin, wurde sie zur entscheidenden Mentorin und Initiatorin der Afro-Deutschen Bewegung. Die weißen Deutschen forderte sie dazu heraus, die Bedeutung ihrer weißen Privilegien zu erkennen und mit Unterschiedlichkeiten auf konstruktive Weise umzugehen.
Audre Lordes prägnante, leidenschaftliche und immer brillianten Texte und Vorträge definierten und inspirierten in den 1970ern und 1980ern feministische, lesbische, Afro-Amerikanische und “women of color Bewegungen“ in den USA, sowie weltweit. Audre Lorde – the Berlin Years 1984 to 1992 dokumentiert ein bisher unbekanntes Kapitel aus Lordes Leben: ihren Einfluss auf die politische und kulturelle Szene in Deutschland in einem Jahrzehnt tiefen sozialen Wandels.
Zum ersten Mal erlauben persönliche Video- und Audioaufzeichnungen von Dagmar Schultz einen tiefen Blick in das Leben der privaten Audre Lorde, als auch in ihr Ziel, dass Afro-Deutsche sich gegenseitig erkennen und verbinden.

30. September 2015 um 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

Ausstellung: Zanele Muholi, Fotografie

Foto: © Zanele Muholi, STEVENSON | KapstadtZanele Muholi gilt als eine der wichtigsten Künstlerinnen in Südafrika. Spätestens seit ihrer Teilnahme an der letzten documenta ist sie weltweit präsent. Das frauen museum wiesbaden zeigt nun eine umfassende Auswahl ihrer Arbeiten, in denen sie sich mit den Erfahrungen der queeren, vor allem lesbischen people of color – Community in Südafrika und anderen afrikanischen Ländern auseinandersetzt. Schwarze Lesbierinnen sind besonders gefährdet und regelmäßig Opfer von brutalen Morden und sogenannten „heilenden Vergewaltigungen“ durch Nachbarn oder „Freunde“.

In ihren Arbeiten gelingt es Muholi dabei, Gewalt zu thematisieren, ohne die dargestellten Personen als Opfer darzustellen: Ihre Fotografien zeigen Menschen, die selbstbewusst in die Kamera blicken
und eine eigene starke Stimme haben.

Sie selbst nennt sich „Artivistin“ und vereint so in einem Wort ihre künstlerische Tätigkeit und ihr politisches Engagement für die Rechte von schwarzen Lesben im Besonderen und LGBTI (Lesbian, Gay, Bi, Trans, Intersex)-Personen im weiteren Sinn. Mit ihren in der südafrikanischen Kultur in vielfacher Weise riskanten und mutigen Darstellungen lesbischer und andere Sujets behauptet sich Muholi kämpferisch seit langem – oft auch gegen erhebliche Widerstände.

6. September bis 10. Dezember 2015
Mi & Do 10 – 17 | Sa & So 12 – 17 | an Feiertagen 12 – 17

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 6. September 2015 | 12.00 Uhr

frauen museum wiesbaden
Wörthstraße 5, 65185 Wiesbaden
http://www.frauenmuseum-wiesbaden.de

Kooperation: frauen museum wiesbaden, Schwules Museum*, AMNESTY INTERNATIONAL

TAXI TEHERAN

Jafar Panahi c. weltkinoDie Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International

TAXI TEHERAN

Regie: Jafar Panahi, IR 2015, 85 min, DCP, OmU, FSK: ab 0

TAXI TEHERAN: Ein Taxi fährt durch die lebhaften Straßen Teherans. Die wechselnden Fahrgäste erzählen freimütig, was sie umtreibt: Ein Raubkopierer vertickt die neueste Staffel von „The Walking Dead“ und Filme von Woody Allen, zwei alte Frauen wollen Goldfische in einer offenen Glaskugel transportieren und ein vorlautes kleines Mädchen erklärt seinen Anspruch auf Frappuccino.
Mit viel Herz und Humor zeichnet Regisseur Jafar Panahi ein liebevolles Porträt der Menschen in seiner Heimat und schafft damit einen hoffnungsvollen Kontrast zu den üblichen negativen Nachrichtenmeldungen. Das Roadmovie ist ungemein lebensfroh, kurzweilig und witzig. Zugleich zeigt der Berlinale-Gewinner 2015, was Kino selbst unter ärgsten Restriktionen vermag.

…ein Beleg für die Kraft des Kinos, das aus dem Mangel der technischen Mittel solch Intensives, Wunderbares schaffen kann. (Deutschlandfunk)

Grandiose Filmsatire. (FAZ)

Ein herausragender Film. (Die Zeit)

Do 27.8. 20.15 Uhr
Fr 28.8. 18.00 Uhr
Sa 29.8. 20.15 Uhr
So 30.8. 18.00 Uhr 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater. Murnaustraße 6. 65189 Wiesbaden  

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