Radiosendung am 12.04.2014: Brasilien – Die Menschenrechte im Land der Fußball WM

Quelle: Stock.XCHNG In der Radiosendung berichten wir über Brasilien, das Land, in dem in Kürze die Fußball-WM stattfindet sowie in zwei Jahren die Olympischen Sommerspiele. 

In den letzten Jahren hat sich die wirtschaftliche Lage Brasiliens verbessert, immer weniger Menschen leiden unter extremer Armut. Brasilien als fünfgrößtes Land der Erde gehört zu den sogenannten BRICS-Staaten; auch weltpolitisch gewinnt Brasilien an Einfluss. Brasilien ist jedoch kein friedliches Land: Das Ausmaß an Gewaltkriminalität ist weiter hoch. Die Behörden reagieren häufig mit exzessiver Gewaltanwendung und Folter. Junge männliche Afro-Brasilianer sind in den letzten Monaten nach wie vor unverhältnismäßig oft Opfer von Tötungsdelikten geworden. 

Es gibt Berichte über Folter und andere Misshandlungen in den Haftanstalten, in denen grausame, unmenschliche und erniedrigende Bedingungen herrschten. Rechtswidrige Zwangsräumungen in städtischen wie ländlichen Regionen bieten ebenfalls weiterhin Anlass zur Sorge. Landarbeiter, indigene  Bevölkerungsgruppen, MenschenrechtsverteidigerInnen sind in den letzten Monaten Opfer von Einschüchterungsversuchen und Angriffen gewesen. 

Mehr dazu in unserer Radiosendung am 12. April um 17:00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz.  Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch über Livestream unter www.radio-rheinwelle.de

Radiosendung am 26.10.2013: Kolumbien

Quelle: Stock.XCHNGDie menschenrechtliche Situation in Kolumbien ist anhaltend Besorgnis erregend. AMNESTY INTERNATIONAL startete alleine in diesem Jahr schon 38 Urgent Actions aufgrund von Drohungen, Anschlägen, Verschwindenlassens und Morden.

Trotz rückgängiger Mord- und Entführungsraten ist die Zivilbevölkerung schweren Übergriffen von allen Parteien des bereits Jahrzehnte andauernden bewaffneten Konflikts ausgesetzt. Insbesondere die Zahl der gezielten Bedrohungen und Tötungen von GewerkschafterInnen, MenschenrechtlerInnen und andere zivilgesellschaftlich engagierten Personen ist in den letzten Jahren gestiegen.

Zehntausende Menschen vertrieben

Der anhaltende bewaffnete Konflikt in Kolumbien ist auch der Hauptgrund für interne Vertreibungen. Auch wenn die kolumbianische Regierung wiederholt behauptet, es gäbe keinen internen bewaffneten Konflikt, so straft die anhaltende Massenvertreibung von Gemeinden diese Behauptung Lüge.  Im Jahr 2012 wurden Angaben zufolge zehntausende Menschen, überwiegend Angehörige indigener Volksgruppen, Afro-Kolumbianer und Mitglieder von Kleinbauerngemeinschaften in ländlichen Regionen, aus ihren Wohnorten vertrieben

Alle Konfliktparteien setzten weiterhin sexuelle Gewalt gegen Frauen ein, darunter Vergewaltigung und andere Formen geschlechtsbasierter Gewalt.

Im Juli 2012 ratifizierte Kolumbien das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen. Trotzdem sind in m letzten Jahr mindestens 30.000 Personen „verschwunden“.

Friedensgesprächje zwischen der Regierung und der FARC

Im Oktober 2012 wurden in Norwegen formelle Friedensgespräche zwischen der Regierung und den Revolutionären Streitkräften von Kolumbien (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – FARC) aufgenommen. Zwischen den beiden Konfliktparteien hatten derartige Gespräche ein Jahrzehnt lang nicht mehr stattgefunden.

Mehr dazu in unserer Radiosendung am 26 Oktober um 17:00 bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz.  Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch über Livestream im Web.

 Hier finden Sie den aktuellen Jahresbericht zu Kolumbien von AMNESTY INTERNATIONAL

Radiosendung am 6.7.2013: Ägypten

Quelle: Stock.XCHNGÄgypten ist dieses Mal Schwerpunkt unserer Radiosendung. Dabei geht es uns nicht nur um die aktuellen Ereignisse, sondern vor allem auch um die Aufklärung von Menschen- rechtsverletzungen, die in den letzten Jahren seit Beginn der Proteste verübt wurden.

Seit der „Revolution des 25. Januar“ im Jahr 2011 sind Tausende Ägypter und Ägypterinnen nach unfairen Prozessen vor Militärgerichten inhaftiert worden – darunter mindestens 40 Minderjährige. Während bei vielen Jugendlichen und Kindern die Strafe mittlerweile ausgesetzt oder das Strafmaß verringert wurde, bleiben einige noch immer im Gefängnis. Möglicherweise werden noch viel mehr Minderjährige in Gefängnissen festgehalten, von denen wir nichts wissen.

Im Dezember 2011 gingen die ägyptischen Sicherheitskräfte mit exzessiver Gewalt und scharfer Munition gegen Protestierende in Kairo vor. Dabei wurden mindestens 17 Menschen getötet, Hunderte weitere erlitten Verletzungen. Die Demonstrationen richteten sich gegen den Obersten Militärrat, der nach dem Sturz von Präsident Mubarak im Februar 2011 die Macht übernommen hatte. Bei der Niederschlagung der Proteste nahmen die Soldaten gezielt Frauen ins Visier.

Die Ereignisse vom 17. Dezember wurden gefilmt und ins Internet gestellt: Das Video zeigt eine Frau, die von Soldaten über den Boden geschleift und bis auf die Unterwäsche entblößt ist. Ein Soldat tritt sie und lässt sie liegen. Azza Suleiman, die eine rote Jacke trägt, und ihr Freund wollen der Frau helfen und werden direkt von Soldaten angegriffen. Das Video löste auch in Ägypten große Empörung aus.

Mehr dazu in unserer Radiosendung am 6. Juli 2013 um 17.00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 MHz.

Macht mit und unterschreibt unsere Ägypten-Petition:

Hier gibt es die Ägypten-Unterschriftenliste zum Download.

Ausführliche Informationen und Briefvorlagen
> zum Fall von Azza Suleiman
> zum Fall von Mohamed Ehab Sayed.

Radiosendung am 13.4.2013: Das neue UNO-Waffenhandelsabkommen

Quelle: Stock.XCHNGAm 2. April 2013 haben die Mitgliedsstaaten der UNO ein Waffenhandelsabkommen verabschiedet, das Waffenlieferungen verbietet, wenn diese zu Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen beitragen.

Für dieses Abkommen hat sich Amnesty International – gemeinsam mit anderen nichtstaatlichen Organisationen – seit Jahren eingesetzt. „Das ist ein historischer Moment. Endlich haben die meisten Staaten nun einem Abkommen zugestimmt, das unverantwortliche Rüstungstransfers verhindern soll“, sagt Verena Haan, Rüstungsexpertin von Amnesty International in Deutschland, die in New York die Verhandlungen begleitet hat.

Waffenhandelsabkommen seit Jahren gefordert

Das Waffenhandelsabkommen hat bei der UNO einen mehr als sechsjährigen Vorlauf. Der Prozess begann im Dezember 2006, als die UNO-Generalversammlung beschloss, die Machbarkeit, den Umfang und die Regeln eines Abkommens für den internationalen Handel mit konventionellen Waffen zu untersuchen.

„Der Abschluss dieses Abkommens zeigt, dass sich gut organisierte Aktivisten mit einer überzeugenden Idee am Ende durchsetzen und auf globaler Ebene Erfolg haben können,“ sagt Mathias John, ehrenamtlicher Rüstungsexperte bei Amnesty International in Deutschland.

Mehr dazu in unserer Radiosendung am 13. April 2013 um 17.00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 MHz.

Radiosendung am 19.01.2013: Hat die Arbeit von Amnesty Erfolg?

Quelle: Stock.XCHNGHat die Arbeit von Amnesty International Erfolg? Kann man gegen Menschenrechtsverletzungen denn etwas tun? Ist das Schreiben von Briefen nicht nutzlos? Das sind Fragen, die wir oft gestellt bekommen. Obwohl unsere Arbeit ziemlich erfolgreich ist, sind die Ergebnisse den Wenigsten bekannt.

Dabei ist das Geheimnis unserer Erfolges eigentlich gar keines: Menschenrechtsverletzer fürchten die Öffentlichkeit. Diese Tatsache hat Amnesty für sich genutzt und unterschiedliche Methoden entwickelt, um die Verletzung von Menschenrechten und ihre Verursacher ins Licht zu rücken.

Die „Briefe gegen das Vergessen“, unsere Eilaktionen und Unterschriftenlisten sind einige dieser erfolgreichen Methoden. Weltweit beteiligen sich Menschen aus den verschiedensten Ländern an unseren Aktionen und helfen per E-Mail, Brief oder Fax, drohende Menschenrechtsverletzungen zu verhindern oder begangene aufzuklären.

Mehr dazu in unserer Radiosendung am 19. Januar 2013 um 17.00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 MHz.

Amnesty Radiosendung am 27.10.2012

Die Amnesty-Kampagne „Wohnen in Würden“ ist das Thema in unserer nächsten Radiosendung. Den Schwerpunkt legen wir auf Zwangsräumungen in Kambodscha. Unter anderem berichten wir über die kambodschanische Aktivistin Vanny Tep. Sie wohnte mit ihrem Mann und ihren beiden Kinder im Zentrum von Phnom Penh am Boeung Kak See auf einem Stück Land, dass ihre Schwiegereltern 1993 für sie gekauft hatten. Sie verkaufte Haushaltswaren und Kosmetik in ihrem eigenen Laden. Im August 2008 begann die Firma Shukaku Inc. damit, den See aufzufüllen, um das Land in einen Geschäfts- und Dienstleistungsplatz für Touristen zu nutzen. Mehrere tausend dort lebende Menschen wurden vertrieben. Den dort noch lebenden Bewohnern wurden inadäquate Kompensationen angeboten, sie wurden bedroht und schikaniert. Manche Häuser wurden ohne Vorwarnung geräumt, und ihre Bewohner konnten zum Teil nichts von ihrem Besitz retten.

Mehr dazu in unserer Radiosendung am 27. Oktober 2012 um 17.00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 MHz.