Amnesty International beim goEast Filmfestival 2026

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films vom 21. bis 27. April

Nach einem Vierteljahrhundert voller filmischer Inhalte aus Mittel- und Osteuropa heißt es vom 21. bis 27. April in Wiesbaden wieder: goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films, erstmalig unter der Leitung von Rebecca Heiler.

Alljährlich verwandelt das vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstaltete goEast Filmfestival die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden in einen der international wichtigsten Schauplätze für das Kino aus Mittel- und Osteuropa

Wir freuen uns sehr, als langjähriger Partner auch in diesem Jahr wieder mit dabei zu sein und unterstützen:

FOKUS AUF GEORGIEN

Seit 2023 demonstrieren in Georgien zehntau-sende Menschen gegen den Kuschelkurs der Regierung mit Russland. Aus leidvoller historischer Erfahrung steht ein großer Teil der Bevölkerung einer engen Annäherung an Russland skeptisch gegenüber. Hatten die Proteste 2023 noch Erfolg, unterdrückt die Regierung seit dem  Herbst 2024 systematisch jede Opposition. Menschen werden aus politischen Gründen inhaftiert. Das Nationale Georgische Filmcenter (GNFC) wurde politisch gleichgeschaltet. Als Reaktion darauf gründeten Filmschaffende ein unabhängiges Georgisches Filminstitut. In einer Podiumsdiskussion wollen wir den Blick zurück und nach vorne richten und die Rolle von Filmschaffenden in der aktuellen Situation besprechen.

Podiumsdiskussion mit:

Salomé Alexi, Regisseurin, Präsidentin des Georgischen Filminstituts

Gaga Gogoladze, Politikwissenschaftler, Vorstandsmitglied bei GZA, Georgisches Zentrum im Ausland

Reinhard Kaul­Seeger Arzt, Theatermacher und Zeitzeuge des Giftgaseinsatzes gegen Demonstrierende 1989

Wo: Heimathafen im Alten Gericht, Freitag. 24.04. / 16:00 Uhr 

KURZFILMPROGRAMM: „PRISONERS OF CONSCIENCE“

Insaf Aliev ,Quelle: goEast Filmfestivall

Elf Filmemacher*innen, elf Gefangene: Das fortlaufende Filmprojekt versammelt kurze filmische Porträts von Menschen, die in Georgien aus politischen Gründen inhaftiert sind. Sie gelten als „Prisoners of Conscience” (dt. „Gewissensgefangene”). Die Filme reagieren auf die zunehmende Repression nach den umstrittenen Parlamentswahlen 2024. Sie geben jenen Gesichter und Stimmen zurück, die durch staatliche Propaganda unsichtbar gemacht werden sollen.

Mzia-Amaghlobeli, Quelle: goEast Filmfestival

Initiiert wurde das Projekt von der Bewegung Georgian Cinema Is Under Threat, einem Zusammenschluss unabhängiger Filmschaffender, der sich gegen Zensur und die politische Instrumentalisierung kultureller Institutionen stellt. Die Reihe versteht sich als wachsendes filmisches Archiv des Widerstands.

Die partizipierenden Filmschaffenden sind: Elene Naveriani, Anna Dziapshipa, Levan Shubashvili, Keti Machavariani, Kote Chlaidze, Sandro Katamashvili, Salomé Djashi und Salomé Alexi
GEO 2026 / 62 min / geo OmeU/ Regie: diverse Filmschaffende

Wo: Apollo, Samstag. 25.04. / 13:30 Uhr
Tickets im VVK oder an der Tageskasse