Kino: „Nawi – Dear Future Me“ am 7. und 8.5.

In Zusammenarbeit mit dem Murnau-Filmtheater zeigen wir den Film:

Nawi – Dear Future Me

Nawis Traum, die High School zu besuchen, wird zerstört, als sie erfährt, dass ihr Vater Eree plant, sie an einen Fremden, Shadrack, zu verheiraten. Trotz der Notwendigkeit ihrer Familie, das Brautgeld zu erhalten – eine beträchtliche Menge an Vieh – weigert sich Nawi, ihr Schicksal zu akzeptieren. Und wehrt sich gegen diese arrangierte Kinderehe. Ihr unerschütterlicher Verbündeter in diesem Kampf ist ihr Bruder und engster Freund, Joel.

Doch Nawis Vater ist tief in Stammestraditionen verhaftet. Beeinflusst von den Ratschlägen von Onkeln, Stiefbrüdern und den Ältesten des Clans. Selbst ihre drei Mütter, selbst durch ihre Rollen als Frauen geprägt, glauben, dass das Leben als Ehefrau der vorbestimmte Weg für Nawi ist.

In einem mutigen Schritt flieht Nawi in der Nacht ihrer Hochzeit. Von ihrer eigenen Familie verfolgt, begibt sie sich auf eine Reise nach Nairobi. Fest entschlossen, ihren Traum von einer vielversprechenden Zukunft zu verwirklichen. Doch ihr Verantwortungsbewusstsein stellt sie auf die Probe, als sie erfährt, dass ihre neu geborene Schwester an Nawis Stelle in die Ehe eintreten soll.

NAWI – DEAR FUTURE ME basiert auf wahren Ereignissen. Auf der preisgekrönten Geschichte eines landesweiten Schreibwettbewerbs der kenianischen Teenager-Beraterin Milcah Cherotich.

Die Erzählung spielt in der filmisch unerkundeten Region Turkana im Norden Kenias.

Der Spielfilm beleuchtet das komplexe Thema der Kinderehen in ländlichem Afrika. Sie folgt einem Mädchen, das sich uralten sozialen Traditionen widersetzt. NAWI – DEAR FUTURE ME ist ein Film über Hoffnung, Opfer und Träume, der wichtige Gespräche über Bildung und Geschlechtergerechtigkeit anstoßen möchte.

In enger Zusammenarbeit mit der in Turkana ansässigen N.G.O. „Learning Lions“ und „Girls Not Brides“ als globalem Impact-Partner kann NAWI einen nachhaltigen Einfluss schaffen, da die begleitende NAWI-Initiative den Mädchen in der Region, die von Kinderehen bedroht sind, Unterstützung bietet.

„Das erschütternde Drama lässt – der Verzweiflung und der Wut zum Trotz – Raum für Hoffnung. Damit ist es ein schreiender Appell, die Ungerechtigkeit von „Kinderehen“ zu beenden.“ (Cinema)

„…. das Thema Kinderehe brandaktuell: Insgesamt 640 Millionen heute lebender Mädchen oder Frauen wurden als Kinder verheiratet, vier Millionen allein in Kenia. Das entspricht zwölf Prozent der Weltbevölkerung. Auch in Deutschland: 496 gemeldete Fälle von Zwangsverheiratung gab es etwa 2022 allein in Berlin, davon ein Drittel Minderjährige.“ (epd.de)

Regie: Kevin Schmutzler, Vallentine Chelluget, Apuu Mourine, KE/DE 2024, 99 min, DCP, OmU, FSK: ab 12, mit Michelle Lemuya Ikeny, Joel Liwan, Ochungo Benson

Eintritt: 9 € / 8 € ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Tickets hier kaufen ► Donnerstag, 7.5. 17.30 Uhr, OmU

Tickets hier kaufen ► Freitag, 8.5. 17.30 Uhr, OmU