exground filmfest 39 vom 13. bis 22. November
Traditionell macht sich das exground filmfest für das Wahren der Menschenrechte stark. Die schon seit vielen Jahren etablierte Kooperation mit dem Filmfest setzen wir auch in diesem Jahr fort und vergeben zum dritten Mal den mit 1.000 EUR dotierten Filmpreis Amnesty International Wiesbaden für den besten Langfilm zum Thema Menschenrechte.
Themenschwerpunkt Kino ohne Grenzen
Vom 13. bis 22. November 2026 präsentiert das exground filmfest in seiner 39. Ausgabe ein vielfältiges Film- und Rahmenprogramm in Wiesbaden. Lange und kurze Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilme aus aller Welt, Gespräche mit Filmschaffenden, Ausstellungen, eine Lesung und die exground youth days stehen auf dem Programm. Die vollständige Filmauswahl wird am 29. Oktober vorgestellt.
Nach „Flucht und Vertreibung“ und „Mut zur Utopie“ widmet sich exground filmfest 39 den Möglichkeiten des Kinos, gewohnte Sichtweisen und Erzählkonventionen zu überwinden. Der Schwerpunkt „Kino ohne Grenzen“ versammelt historische und aktuelle Filme, die mit Form, Wahrnehmung und Wirklichkeit experimentieren – von radikalen filmischen Entwürfen bis zu leisen Verschiebungen des Vertrauten.
Filmpreis Amnesty International Wiesbaden zum dritten Mal
Zu den hochkarätigen Nominierten gehört das packende chilenische Drama THE RED HANGAR (CL/IT/AR 2026) von Juan Pablo Sallato, das auf der Berlinale 2026 für Furore sorgte. Das radikale, in kontraststarkem Schwarz-Weiß gedrehte Kammerspiel, blickt mitten in die ersten Stunden des chilenischen Militärputsches von 1973 aus der seltenen Binnenperspektive der Luftwaffe: Captain Jorge Silva erhält den Befehl, die eigene Akademie in ein Internierungslager umzuwandeln, und gerät in einen mörderischen Konflikt zwischen blindem Gehorsam und humanitärer Verantwortung.
Die weiteren neun Filme, die ebenfalls im Rennen um den Menschenrechtspreis konkurrieren, werden mit der Veröffentlichung des vollständigen Festivalprogramms bekannt gegeben.
Jury für den Filmpreis Amnesty International Wiesbaden
Die hochkarätig besetzte Jury setzt sich in diesem Jahr folgend zusammen:
Marie Dudzik studierte Kunstgeschichte, Musik-, Medien- und Filmwissenschaften in Marburg und Mainz. Sie arbeitet bei der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden. Neben filmwissenschaftlichen Tätigkeiten ist sie dort Programmgestalterin für das Murnau-Filmtheater.
Alexander Bohr studierte Publizistik, Kunstgeschichte und Buchwesen an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Von 1984 – 2021 Spielfilmredakteur bei ZDF und ARTE. 2002 Lehrauftrag an der Kunsthochschule Kassel, Bereich Film und Fernsehen.
Boualem Adjez studierte Volkwirtschaft in Paris (Univeristé Paris VIII, Université Paris XIII) sowie Philologie an der Goethe-Universität. Der Cineast ist seit mehr als 20 Jahren in der Wiesbadener Gruppe von Amnesty International.
Die Preisverleihung findet am Samstag, 21.11. im Anschluss an den Deutschen Kurzfilmwettbewerb (Beginn 18:00 Uhr) ca. 20:15 Uhr in der Caligari Filmbühne Wiesbaden statt.
Hintergrund
Filme können dabei helfen, Menschenrechte zu erklären und Menschenrechtsverletzungen bekannt zu machen und anzuprangern. Der Amnesty International Filmpreis Wiesbaden geht an Werke, denen es gelingt, das Thema Menschenrechte überzeugend darzustellen. Der Preis würdigt auch das zuweilen sogar lebensgefährliche Engagement von Filmschaffenden.
Das Preisgeld wird in diesem Jahr vom Wiesbadener Kinofestival e.V. zur Verfügung gestellt.

