Radiosendung am 01.10.2016: Menschenrechte in den Ländern des Südwestpazifik

Amnesty-Radiosendung bei Radio Rheinwelle

Quelle: Stockexchange

In der kommenden Radiosendung werden wir über die Region Südwestpazifik  berichten. Wir begrüßen Andreas Fulda, Sprecher der Länderkoordinations-gruppe Südwestpazifik im Studio.  Diese Region umfasst die Länder Indonesien, Malaysia, Singapur, Papua-Neuguinea und kleinere Inselstaaten im Pazifik sowie Australien und Neuseeland. Indonesien, Singapur und Malaysia werden Schwerpunkte der Sendung sein: Welche Menschenrechte sind dort besonders gefährdet? Wieso wird die Todesstrafe ausgeübt? Gibt es in Indonesien eine Aufarbeitung der schweren Menschenrechtsverletzungen in 1965/66, nach 50 Jahren?

Am 01. Oktober um 17:00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch über Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

LIVE HÖRSPIEL: READY FOR BOARDING

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© Brachland Ensemble

Amnesty International und der Schlachthof Wiesbaden laden herzlich ein:

Der offizielle Bericht über das Internierungs- und Verhörprogramm der CIA – Ein Live-Hörspiel

»Ready for Boarding« ist die weltweit erste theatrale Auseinandersetzung mit dem Untersuchungsbericht über das Folterprogramm der CIA.

Basierend auf dem offiziellen Bericht des US-Senats über das Verhör- und Internierungsprogramm der CIA entwickelte das Brachland-Ensemble, das im vergangenen November mit dem Kulturförderpreis der Stadt Kassel ausgezeichnet wurde, das Live-Hörspiel »Ready for Boarding«.

2014 wurde die Zusammenfassung des Untersuchungsberichts über das Programm der CIA vom Ausschuss des US-Senats veröffentlicht. Damit ist der Öffentlichkeit ein Dokument zugänglich gemacht worden, das die Unternehmungen der CIA im Nachgang des 11. Septembers einsichtig werden lässt: die weltweite Verfolgung von Menschen, ihre Unterbringung in illegalen Gefängnissen und die Methoden der Demütigung und der Folter. Das Dokument offenbart nicht nur die Perfidität des von der CIA entwickelten Haft- und Foltersystems, sondern auch das Lügengespinst, das zur Vertuschung gegenüber dem Senat, dem Repräsentantenhaus, der Regierung und der Weltöffentlichkeit gesponnen wurde.

Drei SprecherInnen vertonen den fassungslos stimmenden Text, der teils zu Dialogen umgeschrieben wurde und so den 600 Seiten starken Bericht in Situationen übersetzt. Durch Einsatz von Sound, Licht und Stimme werden die zahlreichen Personen und Ereignisse des Berichtes zum Leben erweckt. Die Bühnenfassung orientiert sich am Wortlaut des Berichts, E-Mails und Gesprächsprotokolle wurden in Dialogform gebracht, damit sich die Zusammenhänge noch deutlicher offenbaren. Die Auseinandersetzung mit der Frage, wie es innerhalb eines Systems zu staatlich legitimierter Folter kommen kann und wo diese de facto beginnt, führt den Zuschauer direkt in die kalkulierende Gedankenwelt der Entwickler.

Im Anschluss findet ein Nachgespräch gemeinsam mit Gruppenmitgliedern von Amnesty International und dem Ensemble statt.

Es sprechen (in wechselnder Besetzung) Morgane de Toeuf, Irina Ries, Anika Pinter, Maria Isabel Hagen, Eric Rentmeister, Gunnar Seidel, Milan Pešl, Dominik Breuer; Text und Regie: Dominik Breuer, Sounddesign: Milan Pešl, Grafik: Felix Kramer; Dramaturgie: Gunnar Seidel, Dramaturgische Beratung: Dr. Michael Müller-Schwefe (AI Kassel) Produktionsleitung: Maria Isabel Hage, Management: Annemarie Schorcht

Es ist uns wichtig darauf hinzuweisen, dass die Produktion keinen Anti-Amerikanismus betreibt, sondern vielmehr eine empathische Sichtweise fördert. Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Montag 17. Oktober 2016, 20:00 Uhr, Einlass 19:30 Uhr
Eintritt: 7,50 € VVK, 10 € Abendkasse
Karten gibt’s hier …..

Schlachthof Wiesbaden, Kesselhaus
Murnaustraße 1, 65189 Wiesbaden

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FILM: TANGERINE L.A.

In Kooperation mit dem frauen museum wiesbaden und dem Murnau Filmtheater
zeigen wir:

TANGERINE L.A.

Bildquelle: Kool Filmdistribution

Bildquelle: Kool Filmdistribution

Komödie, Regie: Sean Baker, USA 2015, 88 min, DCP, OmU, FSK: ab 16, mit Kitana Kiki Rodriguez, Mya Taylor, James Ransone

Beginn der Filmreihe zum Thema „Transgender im Film“:

Auf dem Sundance Film Fest wurde Sean Bakers bildgewaltige Screwball-Komödie, die ausschließlich mit der Kamera eines iPhones gefilmt wurde, stürmisch gefeiert.

Es ist Weihnachten in Los Angeles und die extrovertierte Transe Sin-Dee Rella kommt gerade aus dem Knast. Als sie von Alexandra hört, dass ihr Freund und Zuhälter Chester sie mit einer echten Frau betrogen hat, tickt Sinn-Dee aus. Es beginnt eine abenteuerliche Suche nach den beiden Übeltätern durch die Transgender-Szene der Stadt.

„Sean Baker ist ein besonderer, ungewöhnlicher Film gelungen – dank der iPhone Kamera, die trotzdem eindrückliche Kinobilder schuf. Und dank seinen Protagonistinnen, denn jenseits des Fernsehens sind Transgender-Themen und -Darsteller_innen noch immer eine Seltenheit, zumal in einer solch humorvollen, ungeschönten Wahrhaftigkeit.“ (epd-Film)
„Großartig – eine schwindelerregende Balgerei, wunderschön inszeniert!“ (New York Times)
„Bahnbrechend – springt aus der Leinwand, du lachst dich schlapp!“ (Rolling Stones)
„Anders als alles zuvor!“ (Guardian)

Donnerstag 13.10.16, 20:15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden 

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LESUNG: „MARIELAS TRAUM“ MIT ALEXANDRA HUCK

Peace Brigades International und Amnesty International laden Sie herzlich ein:

© Alexandra Huck

© Alexandra Huck

„Marielas Traum“ Lesung mit Alexandra Huck

„Eher fließt das Wasser flussaufwärts, als dass ein Vertriebener in Kolumbien sein Land zurückbekommt – oder dass ein General für seine Verbrechen ins Gefängnis geht“, sagt der alte Eugenio, Marielas Vater.

„Marielas Traum“, der erste literarische Text der Autorin Alexandra Huck, ist ein spannender Roman, ein Politthriller aus Kolumbien, eine fiktive Geschichte – die doch genau so stattgefunden haben könnte.

© Alexandra Huck

© Alexandra Huck

Mariela wächst an den Ufern des Chitandó auf, wo ihre Eltern im kolumbianischen Dschungel ein Stück Land urbar gemacht haben. Immer weiter dringen indes Paramilitärs in die Region vor. Sie haben auch Marielas Vettern Jhon und Alexis im Visier. Brutal vertreiben die bewaffneten Männer die Menschen aus Marielas Dorf. Und Oberst Montenegro und sein Verbündeter Héctor setzen alles daran, dass die Dorfbewohner niemals an den Chitandó zurückkehren.

Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte von Marielas persönlichem Kampf für Gerechtigkeit sondern auch davon, wie Menschen inmitten des Krieges in Kolumbien die Hoffnung aufrecht erhalten. Weltweit wird Land eine immer knapper werdende Ressource und viele Kleinbäuer_innen sind von der Gier nach ihrem Land, dem „Landgrabbing“ betroffen und in ihrer Existenz bedroht.

Die Autorin:
Alexandra Huck wurde 1969 in Baden-Württemberg geboren und hat Politikwissenschaft, Romanistik und Volkswirtschaftslehre studiert In Kolumbien war sie 1999 zum ersten Mal und ist seither vielfach dorthin gereist, u.a. zu Recherchen für Marielas Traum.  Seit mehr als zehn Jahren lebt Alexandra Huck in Berlin und hat in dieser Zeit verschiedentlich Sachtexte zu Kolumbien verfasst. Mit Marielas Traum legt sie ihren ersten Roman vor. Sie arbeitet bei der Organisation kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

Freitag, 23.09.2016, 19:00 Uhr
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Blücherstrasse 46, 65195 Wiesbaden

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FILM: SEEFEUER – FUOCOAMMARE

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International  in der Reihe „Politische Entwicklungen“:

©21 Uno Film

©21 Uno Film

SEEFEUER – FUOCOAMMARE 

Regie: Gianfranco Rosi, IT/FR 2016, 113 min, DCP, OmU, FSK: ab 12, FBW: besonders wertvoll 

SEEFEUER – FUOCOAMMARE war die große Sensation der diesjährigen Berlinale! Zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals wurde eine Dokumentation als Bester Film mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet und bekam den Amnesty International Filmpreis 2016.

Ein Jahr lang hielt sich der Regisseur Gianfranco Rosi auf Lampedusa auf und wurde nicht nur Zeuge der tragischen Schicksale tausender von Flüchtlingen, sondern lernte auch die Einheimischen kennen, deren Leben scheinbar völlig unbeeinflusst von dem der Flüchtlinge abläuft. Doch Rosi formuliert in seiner Doku, die ganz ohne Off-Kommentar auskommt, keinen plumpen Vorwurf. SEEFEUER – FUOCOAMMARE zeichnet sich durch eine dokumentarische, beobachtende Zurückhaltung aus und lässt die ausdrucksstarken Bilder für sich sprechen.

Ein herausragender Dokumentarfilm über die Flüchtlingsinsel Lampedusa.“ (3Sat Kulturzeit)

„Ein Film, den man nicht vergisst.“ (ZDF aspekte)

„Ein tiefberührender, hochaktueller Film.“ (RBB aktuell)

Donnerstag 18.08.16, 20.15 Uhr,
Freitag 19.08.16, 18.00 Uhr,
Samstag 20.08.16, 20.15 Uhr,
Sonntag 21.08.16, 18.00 Uhr, 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  Murnau_Filmtheater_Logo_4c

 

FILM: NUR WIR DREI GEMEINSAM (Nous trois ou rien)

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International  in der Reihe „Politische Entwicklungen“:

© NFP marketing & distribution* / Foto: Reza / Adama Pictures-Gaumont

© NFP marketing & distribution* / Foto: Reza / Adama Pictures-Gaumont

NUR WIR DREI GEMEINSAM
(Nous trois ou rien)

Regie: Kheiron, FR 2015, 102 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 12, mit Kheiron, Leïla Bekhti, Gérard Darmon, FBW: Besonders Wertvoll

Anfang der 1970er Jahre: Mit viel Mut und einer ordentlichen Portion Humor kämpft Hibat mit seiner Frau Fereshteh und anderen Gleichgesinnten gegen das brutale Schah-Regime, dann gegen die Schergen des Ayatollah Khomeinis. Als der politische Druck zu groß wird, bleibt ihnen nur die Flucht ins Ausland. Mit ihrem einjährigen Sohn Nouchi machen sich Hibat und Fereshteh auf den Weg über die Türkei nach Frankreich und landen in den sozialen Ghettos der Pariser Banlieue. Was zunächst als vorübergehende Lösung geplant ist, wird für die Familie zu einem Neuanfang.

In seinem Regiedebüt erzählt der französische Schauspieler und Komiker Kheiron die Lebensgeschichte seiner Eltern und verkörpert in der Hauptrolle seinen eigenen Vater. Der Film gewann auf dem 28th Tokyo International Film Festival den Spezialpreis der Jury und ist als Bester Debütfilm für den diesjährigen César Award nominiert.
„Grandios! Dieser Film ist viel, viel mehr als eine Flüchtlingsgeschichte, auch wenn er allein damit schon überzeugt. Denn hier kommt eine wunderbare Komödie, ein warmherziger Familienfilm, ein kämpferisches Sozialdrama – und das alles in feinster Cineastenqualität.“      (programmkino.de)

„Ein hoffnungsvoller und warmherziger Film, der glänzend unterhält und genau zur richtigen Zeit kommt, um daran zu erinnern, wie das Konzept von Integration und dem gemeinsamen Leben der Kulturen funktionieren kann.“      (FBW)

Donnerstag 18.08.16, 18.00 Uhr, 
Freitag 19.08.16, 20.30 Uhr,
Samstag 20.08.16, 18.00 Uhr,
Sonntag 21.08.16, 20.30 Uhr, 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

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Film: „HÁWAR – MEINE REISE IN DEN GENOZID“

Im Rahmen der Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Flüchtlingsrat Wiesbaden, der Murnau-Stiftung Wiesbaden, der Mauritius-Mediathek und Soroptimist International Wiesbaden laden wir Sie herzlich ein:

Film: „HÁWAR – MEINE REISE IN DEN GENOZID“

Quelle Düzen Tekkal

Quelle Düzen Tekkal

Regie: Düzen Tekkal, DE/IQ/TR 2014, 101 min, DCP, OmU, FSK: beantragt

Seit einigen Jahren plante die jesidische Journalistin Düzen Tekkal eine Reise mit ihrem Vater zu ihren kulturellen Wurzeln. Doch als sie sich 2014 auf den Weg in den Nordirak machten, wurde das einst friedliche jesidische Siedlungsgebiet bereits von den Gräueltaten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ erschüttert. Die Bilder und Propaganda-Videos der Täter kennt die ganze Welt. Diese Dokumentation richtet den Fokus auf die Schicksale der Opfer, denen in der Öffentlichkeit bislang kaum Beachtung geschenkt wurde. Männern, Frauen und Kindern, die aufgrund ihres Glaubens, alles verloren haben und trotzdem an ihm festhalten.

Donnerstag, 14.Juli 2016 um 20.15 Uhr,
Filmgespräch mit der Regisseurin Düzen Tekkal im Anschluss

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden   

Der Filmabend ist Teil einer Veranstaltungsreihe zum Weltflüchtlingstag 2016. Die UN-Vollversammlung hat im Jahr 2000 den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. Dieser Tag wird in vielen Ländern von Aktivitäten und Aktionen begleitet, um auf die besondere Situation und die Not von Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen.
Mehr Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier:

 

Ausstellung „Argumente für eine humane Flüchtlingspolitik“ im Deutschen Filmhaus/Murnau-Filmtheater

PeoplebBIn Kooperation mit der Murnau-Stiftung präsentieren wir im Juli die Ausstellung „ASYL IST  MENSCHENRECHT – Argumente für eine humane Flüchtlingspolitik“ im Deutschen Filmhaus/Murnau-Filmtheater Wiesbaden.

Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht, circa 20 Millionen mussten ihr Heimatland verlassen. Davon werden rund 80% von sogenannten Entwicklungsländern, meistens in der Region, aus der sie kommen, aufgenommen. Weniger als 10% der weltweiten Flüchtlinge kommen nach Europa. In 2016 kamen bis zum 28.Juni 222291 Menschen an; bei der Überfahrt im Mittelmeer umgekommen sind 2888 Personen.

Die Ausstellung mit 18 Infotafeln für eine humane Flüchtlingspolitik informiert mit Argumenten, Fotos und Zahlen über die Kampagnen und Forderungen von Amnesty International und vieler anderer Organisationen für eine humane Flüchtlingspolitik in Europa, für legale Zugangswege nach Europa und den Schutz von Flüchtlingen in der EU.

Denn ASYL IST MENSCHENRECHT!

Zu sehen während der Öffnungszeiten im
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden 

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